Mein erster freier Tag. Da mache ich mich auf, die touristischen Höhepunkte der Stadt zu besichtigen. Aber als erstes gönne ich mir ein feines Frühstück direkt am See. (Im Kinderheim habe ich jetzt fast zwei Wochen lang morgens zwei ungetoastete Toastbrote, ein hartgekochtes Ei und sehr süße Marmelade bekommen.) Heute gibt es Cheese breakfast, also Käsesandwiches, Käseomelette und Bratkartoffeln. Ganz nach meinem Geschmack.
Dann miete ich mir ein Boot und lasse mich zur Tal Barahi Insel paddeln, um den Ajima Tempel zu besichtigen, der der Gottheit Shakti geweiht ist. Als ich vor zehn Jahren hier war, gefiel mir die ruhige, fast meditative Atmosphäre hier überaus gut. Heute waren sehr viele Touristen hier, so dass es eher ein wenig rummelig war.
Also weiter ans gegenüberliegende Ufer zur Friedenspagode. Nach einer Dreiviertelstunde über steile Treppen erreiche ich sie in 1300 Meter Höhe (Pokhara liegt auf 800 Metern). Eine Friedenspagode ist ein buddhistischer Stupa und soll dazu beitragen, dass alle Menschen gemeinschaftlich nach Frieden auf der Welt streben – ungeachtet ihrer Herkunft und Glaubensrichtung.
Auf dem Weg nach oben treffe ich Brunhilde aus Frankfurt. Sie ist etwa in meinem Alter und will sogar drei Monate hier bleiben. Ich habe sie eingeladen, uns im „Rainbow“ zu besuchen. Bin gespannt, ob sie mal vorbei kommt. Als ich ihr vorschlug, dass wir „zwei einsamen Seelen“ ja mal gemeinsam einen Kaffee trinken gehen könnten, schaute sie mich leicht irritiert an. „Wir sind allein aber nicht einsam“, sagte sie lächelnd. Recht hat sie.
Nun sitze ich in einer der unzähligen Kneipen am See und genieße die anbrechende Dämmerung bei einem Mount Everest-Bier. Zum Abendessen bin ich um halb acht mit Magda und Rino in einem spanischen Lokal verabredet (Ben ist heute Vormittag zu einer 6tägigen Trekkingtour aufgebrochen). Vorher schaue ich noch bei Narmala im Laden vorbei.





das klingt doch alles sehr vergnüglich ! es scheint erstaunlich voll zu sein da … ich dachte ja, das ist diaspora, nun geht man von der stupa direkt ins spanische restaurant ! i need some up-dates on globalization !
😉
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