Schon 30 Kilometer vor dem Cap Ferret, der Landzunge zwischen Atlantik und dem Becken von Arcachon, sehen wir die Spuren der verheerenden Waldbrände dieses Sommers. Im Juli 2026 verwandelten sie die Urlaubsidylle in ein Katastrophengebiet und zwangen zehntausende Menschen zur Flucht.
Ein Funke – ausgelöst durch Arbeiten mit einem Freischneider im nahen Saumos – entfachte ein Feuer, das sich bei extremer Trockenheit und heftigen Winden rasend schnell durch die Pinienwälder fraß.

Am 24. und 25. Juli spitzte sich die Lage dramatisch zu. Rund 40.000 Urlauber und Einheimische mussten die Halbinsel fluchtartig verlassen. Da es nur eine einzige Landstraße aus dem Kap heraus gibt, setzten Rettungskräfte sogar Boote und Fähren ein, um Menschen über das Becken von Arcachon in Sicherheit zu bringen.
Wer heute, einige Monate nach der Katastrophe, nach Cap Ferret reist, sieht die Spuren des Feuers deutlich. Die Flammen haben zehntausende Hektar Wald vernichtet. Verkohlte Baumstämme ragen wie schwarze Mahnmal in den Himmel. Weit über 100 Häuser und auch Campingplätze wurden ein Opfer der Flammen. Berge von aus der Not heraus gefällten Holzstämmen liegen am Straßenrand. Abgebrannte Häuser stehen neben unversehrten.

Unser Campingplatz auf dem Cap Ferret war augenscheinlich nicht betroffen. Er liegt inmitten gesunder grüner Bäume. Allerdings wurden die Camper auch hier vorsorglich evakuiert. Gäste berichteten von einem roten Himmel hinter den Pinien und der Räumung des Platzes mitten in der Nacht.

Wir sind jetzt am Becken von Arcachon, einer 155 km² großen, dreieckigen Bucht des Atlantischen Ozeans etwa 40 Kilometer südwestlich von Bordeaux. Das Becken ist durch die schmale Halbinsel von Cap Ferret vom offenen Atlantik getrennt. Der einzige Zugang zum Meer liegt an der Südspitze zwischen Cap Ferret und der berühmten Düne von Pilat, die für uns den Endpunkt unserer diesjährigen Frankreichreise markieren wird.

So weit sind wir aber noch nicht. Jetzt radeln wir erstmal das Cap runter bis zur Südspitze. Vorbei am Leuchtturm, dessen Warteschlange uns zu lang ist, so dass wir auf den Aufstieg verzichten.

Aber wie immer sind wir froh über Achims Drohne, die uns die Strömung vor dem Cap und ein wenig vom Becken von Arcachon zeigt.


Dann wollen wir mal schauen, ob wir noch eine Stelle mit freiem Blick auf das Becken finden. Oh ja, ein wenig zurück und dann rechts rein. Großartig!

Und die Düne von Pilat sieht man auf der anderen Seite auch schon.

Für heute bleiben wir aber noch auf dieser, der westlichen Seite. Morgen geht es auf die andere.
























































































