Wer um Zehn ins Bett geht, kann um Sechs aufstehen. So können wir die kühle Morgenluft ausnutzen und sitzen schon um Acht auf den Rädern. Für heute sind 37 Grad angesagt und bis Regensburg sind es 60 Kilometer. Aber erstmal genießen wir die frischen 19 Grad.

Wieder lässt der erste Anstieg nicht lange auf sich warten. Es geht hoch zum Wallfahrtskirchlein Heilbrünnl, das wir von der Brücke aus schon bewundert hatten, und weiter den Berg hoch. Oben werden wir mit einer schönen Aussicht belohnt.

Ausgleichende Gerechtigkeit: was ich beim Hochfahren oben auf Achim warten muss, muss er unten beim Runterfahren auf mich warten. Bei 15 Prozent ziehe ich die Bremsen.

Mal radeln wir rechts, mal links des Flusses durch Weiler, Wiesen und Wälder. Stehen bleiben geht nur noch im Schatten. Die 30 Grad-Marke knacken wir um Viertel nach Zehn nach 25 Kilometern. Da sind wir in Nittenau und gönnen uns eine Pause im Stadtcafé. Statt Achims Kuchenteller (und meiner Eistüte) zeige ich Euch lieber den Stadtbrunnen mit der Kirche Mariä Geburt.

Auf dem nächsten Streckenabschnitt müssen wir oft nach oben gucken. Die Oberpfalz ist berühmt für ihre bewegte Geschichte. Zahlreiche Burgen und kleine Schlösser sind Zeitzeugen vergangener Epochen. Immer mit dem Blick nach oben gerichtet entdecken wir rechts und links des Flusses zahlreiche Gemäuer.


Mittags entdeckt Achim eine Badestelle. Unsere Rettung! Nichts wie rein in die Fluten und ein paar Grad abkühlen. Wunderbar!


Als wir um 17 Uhr Regensburg erreichen, habe ich eine Ahnung davon, wie sich ein Grillhendl fühlen muss. Nur kann dies nicht in den Fluss springen und danach wieder quicklebendig sein. Diesmal ist der Fluss die Donau, in den der Regen hier in Regensburg mündet.


Damit ist der Endpunkt des Regentalradwegs erreicht.
Eigentlich hatten wir vor, morgen noch an der Donau bis Straubing zu radeln und von dort an der Laaber zum Bahnhof in Plattling. Angesichts des extremen Wetters beschließen wir, uns morgen in Regensburg in den Zug nach Hause zu setzen. Schade, aber sicherlich gesünder.









































































































