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Von der slowenischen Toskana nach Hause

Heute sind wir noch planloser als in den letzten Tagen. Ob wir heute nach Hause fahren oder nicht, hängt schlicht vom Wetter ab. Bei starkem Regen machen weder Wanderungen noch Stadtspaziergänge Spaß. Als wir nach dem Frühstück starten, regnet es nicht und wir brechen optimistisch zu unserer kleinen Rundfahrt durch die slowenische Toskana auf.

In Jeruzalem wandern ein paar Flaschen vom hiesigen Wein in unseren Kofferraum und bald fängt es wieder an zu regnen, so dass unsere Rundfahrt mangels Sicht ins Wasser fällt.

Als wir nach Ptuj kommen, hat es wieder aufgehört. Wir schauen uns das Städtchen an und gehen hoch zur Burg.

Den nächsten schönen Ort, Maribor, setzen wir auf die Liste für eine eigene Slowenien- oder auch Balkantour. Wir spüren deutlich:

Unsere Reise neigt sich dem Ende entgegen. Heute oder morgen werden wir wieder zuhause sein. Das stimmt mich etwas melancholisch, denn so sehr ich mich auf daheim und meine Lieben freue, es fällt mir nicht leicht, den Reisemodus zu verlassen. Andererseits spüre ich nach sieben Wochen Unterwegssein eine gewisse Müdigkeit. Wir waren in so vielen Altstädten, Kirchen, Klöstern, Moscheen…

Diesmal sind wir eine sehr weite Strecke gefahren, waren in zahlreichen Ländern und haben dabei viel entdeckt und erlebt.

Schwerpunkt dieser Reise war die Türkei. Ich liebe dieses Land trotz seiner Regierung. Letztes Jahr, nach der Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters Imamoğlu haben wir die bereits geplante Reise verschoben. Dieses Jahr bin ich 70 geworden und da drängt sich schon der Gedanke auf, wie lange ich denn noch in der Lage sein werde, auf diese Weise zu reisen. Erdoğan ist zwar älter als ich, aber ich kann nicht länger warten. Und ich habe es nicht eine Sekunde bereut. Unsere Begegnungen mit den Menschen dort waren von großer Offenheit und Herzlichkeit geprägt und wir haben uns überall willkommen gefühlt.

Einige Erlebnisse stechen in der Erinnerung besonders hervor:

Istanbul, meine Lieblingsstadt, obwohl ich ein paar Orte dort schmerzlich vermisse:

Das Vogelschutzgebiet Nallıhan mit den bunten Bergen:

Unser dem schlechten Wetter geschuldeten Abstecher ans Mittelmeer, wo wir den Frühsommer genießen konnten:

Unsere Ballonfahrt in Kappadokien:

Die fantastische Bergwelt in Ostanatolien:

Das Schwarze Meer:

Und dann Georgien mit den Städten Batumi und Tiflis:

sowie unser Ausflug in den Großen Kaukasus:

und zur Höhlenstadt Uplisziche:

Auf der Rückreise sind wir durch vier Länder des Balkan gefahren. Diese Region müssen wir auf einer eigenen Reise ausführlich erkunden.

Den längsten Teil unserer Reise haben wir mit unseren Freunden Dorothee und Alain verbracht. Mögen zwar unsere Tempi und Temperamente unterschiedlich sein, so eint uns aber die Lust am Reisen, am Entdecken, am Spontanen. Spannende neue gemeinsame Reiseziele sind schon in der Warteschleife.

Mit einer munteren Mischung aus Achims Plattensammlung – von BAP über Genesis bis ZZ Top – rollen wir die letzten 400 Kilometer nach Haus. „Ankunft 21 Uhr“, sagt das Navi.