Nach Sofia

Ich liebe türkische Frühstücke – und hatte auf der ganzen Reise noch keins. Was kann man da nicht alles Leckeres bekommen: Sigara Böreği, Weinblätter, Oliven, Tomaten, Gurken, Schafskäse mit Honig, Nüsse, Pekmez, Eier, Simit, Rosinen, Früchte. Wir wollen heute, an unserem letzten Tag in der Türkei auf dieser Reise, ein türkisches Frühstück genießen. Ich bin gespannt, wo wir was finden. Erstmal stadtfein machen, das Duschwasser wird gerade warm gemacht, während ich noch im Bett liege und blogge.

Tja, manchmal unterscheiden sich die Träume von der Realität. Mein Frühstück fiel etwas bescheidener aus, hat uns aber trotzdem Freude gemacht.

Jetzt fahren wir über die Autobahn zur Grenze und verlassen die Türkei. Gern komme ich ein anderes Mal wieder. Es gibt noch vieles, das ich nicht gesehen habe und vieles, das ich noch einmal sehen oder erleben möchte.

Willkommen Bulgarien! Letztes Mal sind wir hier einfach durchgefahren, jetzt möchten wir uns zumindest die Hauptstadt Sofia anschauen.

Die erreichen wir um kurz nach Vier und stellen unseren Bus auf einem zentral gelegenen bewachten Parkplatz ab. Von hier aus können wir die Altstadt zu Fuß erkunden.

Schon nach wenigen Minuten sind wir mitten im Geschehen einer Marktstraße, in der frisches Obst und Gemüse zu sehr günstigen Preisen verkauft werden. Hier kaufen die Einheimischen ein, sie sind aber auch diejenigen, die wir bei unserem weiteren Rundgang treffen. Touristen sind wenige unterwegs.

Die historische Markthalle von 1907 besticht leider nur durch ihr Äußeres. Die früheren Stände sind einem Supermarkt gewichen.

Sofia ist über 7000 Jahre alt und damit eine der ältesten Städte Europas. 500 Jahre war sie Teil des Osmanischen Reiches, was im Stadtbild durch Moscheen Spuren hinterließ, zum Beispiel die Banja-Baschi-Moschee.

Über vier Jahrzehnte Einfluss der Sowjetunion prägten die Stadt durch monumentale stalinistische Architektur wie beim Präsidentenpalast.

Eine Altstadt mit kleinen Häusern und verwinkelten Gassen sucht man hier vergeblich. Aber wir stoßen immer wieder auf schöne ruhige Seitenstraßen.

Auf dem Vitosha-Boulevard gibt es ähnliche Geschäfte wie in allen Fußgängerzonen, aber hier werden auch Spezialitäten wie Banitsa, traditionelle Blätterteigkreationen, angeboten.

Sveta Sofia, die Statue der Heiligen Sofia), steht für Weisheit, Macht und Ruhm.

Das unbestrittene Wahrzeichen von Sofia ist aber die Alexander-Newski-Kathedrale. Die monumentale, bulgarisch-orthodoxe Kathedrale mit ihren charakteristischen goldenen Kuppeln wurde zwischen 1904 und 1912 im neobyzantinischen Stil erbaut und ist eine der größten orthodoxen Kirchen der Welt.

Jetzt sind wir fußlahm und hungrig, finden auf unserem Weg aber kein Lokal. Auch die Händlerinnen auf der Marktstraße haben schon Feierabend gemacht. Aber ein Supermarkt hat noch auf und so gibt es heute Abend mal ganz profan Kartoffelsalat und Würstchen.


Entdecke mehr von Hin und weg

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar