Ich schrieb ja neulich schon, wie vielfältig engagiert Goma Dhakal, die Gründerin des Rainbow Children Home ist. Ein zweites sehr wichtiges Projekt ist das Rainbow Handicraft, in dem Frauen in Handarbeit vielerlei Taschen (für Gitarren, für Laptops, für Kameras, Rucksäcke und Handtaschen) herstellen.

„Traditioneller Weise leiden Frauen in Nepal an der grausamen Sathi Pratha (Witwenverbrennung), an Zwangsverheiratung von sehr jungen Mädchen, Mangel an Bildung, Polygamie und Missbrauch“, schreibt Goma in ihrem Flyer, in dem sie ihr Rainbow Handicraft Projekt vorstellt. Kümmerte sie sich zunächst mit ihrem Waisenhaus nur um Kinder, deren Eltern entweder verstorben oder aber sich nicht gut um die Kinder kümmern konnten, wendete sie sich fünf Jahre später auch den Müttern zu. „Frauen und Kinder kann man gar nicht getrennt voneinander betrachten“, stellte sie fest. Und so richtete sie ein Trainingszentrum für Frauen ein, um diesen einen eigenen Lebensunterhalt zu ermöglichen, sie auch psychisch zu unterstützen und zu stärken.
Mittlerweile haben 150 Frauen das kostenlose Training absolviert. Sie können zuhause arbeiten und haben so die Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren. Im Rainbow Handicraft lernen sie das Weben und das Zuschneiden und Nähen der Taschen. In zwei Läden in Pokhara werden die Produkte vor allem für Touristen angeboten. Außerdem hat sich in Australien eine kleine Fangemeinde gebildet, die die Produkte regelmäßig abkauft.
Es wäre schön, wenn sich die Absatzmöglichkeiten erweitern und auch auf Deutschland erstrecken würden. Ich denke, dass ich das in die Hand nehmen werde, wenn ich wieder daheim bin. Macht Euch schon mal darauf gefasst:-)
Weitere Infos gibt es unter http://www.handicraftnepal.org



