Auf den Spuren von Mick Jagger

Google weiß, das in den 80ern Prinz Charles mit großer Entourage hier war, ebenso Mick Jagger. Beide sollen begeistert von dieser einfachen Wanderung am Fuße des Annapurna gewesen sein, die seit dem britischen Prinzen „Royal treck“ genannt wird.

Vielleicht hatten sie eine tolle Sicht auf die 7- und 8000er. Vielleicht haben die Rhododendren geblüht. Vielleicht waren sie einfach in netter Gesellschaft und hatten Spaß miteinander.

Jogan, mein guide, und ich sind um acht Uhr mit dem Taxi in ein kleines Dorf nordöstlich von Pokhara gefahren und um 9 Uhr ging es los. Viele, viele Steintreppen hoch, vorbei an kleinen Bauernhöfen, Gemüsegärten und Reisfeldern.

Es ging durch den Wald, wo er mir Stories aus seiner 20jährigen Treckingerfahrung erzählte. Einen Tiger habe er gesehen, der eine Ziege riss. Nicht hier, aber großräumig betrachtet in der Gegend. Einen kleinen Bären, der eine mitreisende Touristin völlig verschreckt hat. Und eine junge Wandererin, die sie erst letzte Woche morgens tot in ihrem Zimmer in einer Lodge auf dem Weg zum Annapurna Basecamp gefunden haben. Herzschlag vermutlich.

So weit so gut. Auch wenn ich nur einen einzigen blühenden Rhododendron gesehen habe, war die Wanderung bisher recht schön. Warum sie dann aber um halb zwei für beendet erklärt wurde, wir uns im kleinen Ort (eine kurze Straße, zehn Lodges, null Touristen) Pokhanda in einem Guesthouse einquartierten, entzieht sich meinem Verständnis. Die Momos zum Mittagessen, der zehnminütige Spaziergang durch den Ort, der kurze Mittagsschlaf, die Lektüre meines aktuellen nepalischen Bestsellers, „Summer Love“ von Rubin Bhattarai, halfen nicht darüber hinweg, dass es kühl und unwirtlich wurde, der Nachmittag und Abend sich ewig zogen und ich recht enttäuscht war über meinen ersten Wandertag.

Unsere Lodge sieht in der Mittagssonne recht freundlich aus und so hoffe ich auf einen freundlichen Morgen und einen ausgefüllten Wandertag morgen.

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