
Unser erster Tag auf dem Hochrhöner! 140 Kilometer liegen vor uns. Wir sind gespannt.
Da der offizielle Trail beim Bahnhof beginnt, werden wir zunächst an prunkvollen Kurhotels, am Kurpark und schönen alten Villen vorbeigeführt. Gut gekleidete Menschen jeden Alters flanieren durch die Straßen. Wir selbst haben im Hotel Humboldt übernachtet, das seit wenigen Monaten sehr liebevoll von einem jungen vietnamesichen Paar geführt wird.
Wir schlafen aus, genießen unser Rührei zum Frühstück, kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein und schlendern dann gemeinsam mit den Kurgästen auf einer hübschen Promenade an der fränkischen Saale entlang.

Bald erreichen wir den Gradierbau, in dem früher Salz gewonnen wurde und der seit dem 19. Jahrhundert zu therapeutischen Zwecken genutzt wird: auf umlaufenden Stegen spaziert man an den hohen Reisigwänden entlang und atmet die mit Salz angereicherte Luft ein.

Auch auf den nächsten Kilometern bleiben wir beim Thema Wasser. Denn wir spazieren durchs Kaskadental. Ein Würzburger Fürstbischof ließ hier um 1767 das Bächlein mit Kaskaden und zusätzlichen Rohren aufstauen und Statuen anbringen. Letztere sind leider nicht mehr erhalten, aber von den Kaskaden ist durchaus noch etwas zu sehen.

Da wir heute nur 15 Kilometer vor uns haben und somit – wie bereits gestern – einen halben Ruhetag genießen, lassen wir uns viel Zeit, alles anzuschauen und auch die zahlreichen Infotafeln zu lesen.
Kurz nach Mittag ereichen wir das Forsthaus Hermannsruh. Jetzt haben wir zum ersten Mal Blick auf die Hochrhön und mit dem Kreuzberg am Horizont zugleich unser morgiges Ziel vor Augen.

Heute aber haben wir alle Zeit der Welt.

Gegen 16 Uhr erreichen wir bereits Burkardtroth, unser heutiges Tagesziel. Den Rest des Tages faulenzen wir. Im Café, im Bett und im Il Mulino, der örtlichen Pizzeria.



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