Eine Königgstadt, der König des Joghurts und die besten Momos von ganz Nepal, die man dann wohl ebenfalls königlich nennen darf – das alles zusammen hat uns einen wirklich königlichen Tag beschert.
Begonnen hat er in Bhaktapur, der 15 km östlich von Kathmandu gelegenen früheren Königsstadt, die mit einer Vielzahl von kleinen Gässchen, großartigen Tempeln und einem großen Töpfermarkt unter freiem Himmel aufwartet. Die Spuren der Zerstörungen durch das Erdbeben von 2015 sind hier leider noch unübersehbar.







Laut Suren gibt es hier in Bhaktapur den allerbesten Joghurt überhaupt, quasi den „King of curd“ und es dauert nicht lange, bis jeder von uns ein tönernes Schälchen vor sich stehen hat. Und noch eins, und noch eins. Er hat wirklich nicht übertrieben. So gut ist er, dieser Joghurt! Cremig und würzig. Hmmmm. (Sorry, für das schlechte Foto. Da ist wohl die Begeisterung fürs Essen mit mir durchgegangen.)

Unser zweites Ziel am heutigen Tag ist Pashupatinath, die Verbrennungsstätte der Hindus, mit einem der weltweit bedeutendsten Hindu-Tempel, dessen Besuch uns leider verwehrt ist, da wir keine Hindus sind. Wohl aber können wir vom gegenüberliegenden Flussufer einen Blick von außen erhaschen und den Söhnen und männlichen Verwandten bei ihrer traurigen Tätigkeit der Verbrennung ihrer Verstorbenen zuschauen.



Zuletzt steuern wir, gemütlich von Suren chauffiert, die 40 m hohe Stupa von Boudanath an, mein Lieblingsplatz in Kathmandu, den ich jedesmal besuche, wenn ich hier bin. Viele Pilgerinnen und Pilger umrunden die riesige Stupa flotten Schrittes, murmeln Mantren oder Gebete, drehen die Gebetsmühlen und der eine oder andere zückt auch mal das Handy für ein schönes Bild.
Ehe wir uns ins Getümmel stürzen, setzen wir uns erst einmal auf eine Dachterrasse und Trinken Kaffee, Aug in Aug mit Buddhas Auge.


Zu späterer Stunde gibt es noch den beliebten Rumpunsch, heißer Rum mit verschiedenen Gewürzen wie Stetnanis, Zimt oder Kardamom und Nelken.
Dann drehen auch wir unsere Runde und die Gebetsmühlen und lassen den Tag bei den besten Momos von ganz Nepal, so sagen es jedenfalls Maddy und Suren, ausklingen. Da wir nicht genügend Vergleiche haben, wissen wir nicht, ob das stimmt, aber es sind jedenfalls die besten, die wir je hatten.
