Seit zwei Wochen bin ich zurück aus Nepal. Seit heute bin ich offiziell Rentnerin. Noch habe ich zwar keinen Rentenbescheid, keinen Ausweis, nichts. Aber mit dem heutigen 1. April enden meine Altersteilzeit und meine Anstellung im Landratsamt Freising. Ein Einschnitt, den ich aber gar nicht spüre. Denn nach eineinhalb Jahren süßem Nichtstun bin ich doch schon gut vorbereitet für die Freuden des Rentnerlebens.
Nachdem ich Freund Suren aus Kathmandu zum Bus nach Zürich gebracht habe, fahre ich mit den Öfis zum Botanischen Garten in München. Ich glaube, dass ich das letzte Mal hier war, als mein Sohn noch im Kinderwagen saß (jetzt schiebt er einen). So ist das mit den Sehenswürdigkeiten vor der Haustür.

Die Sonne scheint, ein paar andere Rentner schlendern gemeinsam mit mir durch die Beete und bewundern die Frühlingsblüher. Im Café lockt frischer Rhabarberkuchen.



Auf die Pracht der übrigen (Rosen-, Kräuter-, Nutzpflanzen-, Rhododendron-)beete müssen wir noch ein paar Wochen warten. Aber es gibt ja noch die Treibhäuser. Kakteen, Orchideen, Palmen…




Wie schön ist es, sich einfach treiben lassen zu können, sich ganz spontan für einen Ausflug zu entscheiden, zu genießen. Vielleicht ist der heutige Termin doch wichtiger als ich heute Morgen noch annahm. Er macht mir einmal mehr bewusst, wie gut es mir geht und wie wichtig es ist, diese besondere Lebensphase dankbar zu genießen.
