Auch der heutige Tag steht im Zeichen des Radelns zu Dali. Aber: diesmal gibt es einen Berg zwischen uns und dem Propheten. Ohne mein E-Bike hätte ich die heutige Tour nicht geschafft. Das ist sicher. Zu Beginn fahren wir die gleiche Strecke wie gestern, eben, durch Wiesen und Felder, der Wind hat zum Glück nachgelassen.


Achim ist es wieder einmal gelungen, kleine feine Radlwege zu finden, auf denen wir entspannt dahin gleiten können. Nach etwa 17 Kilometern sagt mein Liebster lakonisch: „Jetzt haben wir die Hälfte der Strecke, flach, hinter uns.“ Ich erinnere mich, dass er gestern von einer Bergtour sprach. Ups. Ich sehe die Berge, die uns von Port Lligat, wo Dalis Haus steht, trennen. Eindrucksvoll. Hinterher erfahre ich, dass wir 280 Höhenmeter einfach auf einer Strecke von acht Kilometern hin und fünf Kilometern zurück gefahren sind.



Ich kenne solche Strecke vom Motorradfahren und fand sie damals schon aufregend. Dass ich so etwas jemals mit dem Rad fahren würde, hätte ich nie gedacht. Für Achim war es auch heftig, aber er fährt solche Strecken ja öfters. Mir klopfte das Herz, vor allem beim Runterfahren. 40 kmh. Schneller habe ich mich nicht getraut, aber das ist ja auch mehr als genug.
Das war EINER der Höhepunkte des heutigen Tages. Als wir von oben Cadaqués sehen, ahnen wir, dass noch so viel mehr Schönes auf uns zukommen wird. In unserem Reiseführer wird Cadaqués als „schönster Ort an der Costa Brava“ gelobt. Mir fehlen die Vergleiche, aber es ist wundervoll hier. Die Nachmittagssonne taucht alles in ein warmes Licht, das blaue Meer verlockt zum Bad, aber dafür ist es doch noch zu kalt.


Den Kaffee hier wird es erst auf der Rückfahrt geben. Wir müssen spätestens um zwei an Dalis Haus sein, denn wir haben unser Zeitfenster wieder online gebucht.
Und dann haut es uns um. Der Künstler und seine Frau haben sich in den mehr als 50 Jahren, in denen sie gemeinsam in diesem Haus lebten, ein kleines Paradies geschaffen. Sie kauften von den Fischern vor Ort mehrere kleine Häuser, renovierten und gestalteten sie. Atemberaubend.


Im Inneren findet sich so manche Verrücktheit, Exaltiertheit, immer wieder gibt es etwas zu bestaunen.








Es macht eine solche Freude, all diese Extravaganten zu bestaunen. Und ja, so würde ich auch gern wohnen. Mit diesem Pool, mit diesen lichtdurchfluteten Räumen, mit dem Olivenhain und vor allem: dieser wundervollen Aussicht.


Hat dies auf Unterwegs rebloggt.
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