Der Fahrer quält den Kleinbus im ersten Gang den Berg hoch, unterstützt von seiner Hupe, die ausdauernd im Einsatz ist. 15 unserer älteren Kinder, Goma und ich machen heute einen kleinen Ausflug nach Deurali Dharahara. Von hier aus hat man nämlich einen ebenso guten Blick auf die Annapurnakette des Himalaya wie vom touristischen Aussichtsberg Sarangkot. Wenn man denn Aussicht hat. Als wir gegen 12 Uhr eintrudelten hatten sich die Gipfel schon wieder in Wolken gehüllt. Einer spitzte noch raus. Man kann ihn schwach auf dem Foto erkennen.

Aber immerhin blühen hier oben die Rhododendren, die nepalische Nationalblume, in voller Pracht. Und bietet uns schöne Fotomotive.

Zwei kleine Tempel laden zu einem kurzen Gebet und vielen Fotos ein.

Großartig der Blick hinunter auf die Stadt. Von hier sieht man deutlich die Baustelle für den neuen internationalen Flughafen. Er soll dieses Jahr noch in Betrieb gehen. Bisher müssen Reisende nach Pokhara entweder für teuere 100 Euro den 25minütigen Flug von Kathmandu aus nehmen. Da fliegen klangvolle aber zuverlässige Gesellschaften wie Buddha- oder Yetiair. Wenn man rechts sitzt und das Wetter gut ist, genießt man derweil einen atemberaubenden Blick auf die 8000er des Himalaya. Oder man nimmt den preiswerten Touristenbus für 10 Euro. Da kommt dann in der Regel allerdings die Fahrt in die Stadt Kathmandu und mindestens eine Übernachtung hinzu.

Wir klettern wieder in unseren Kleinbus und kurven etliche Kehren hinunter zurück in die Stadt. Zwischendurch muss unser Fahrer mal anhalten, weil die Bremsen heiß geworden sind.

Zurück im Zentrum steigen wir aus, zahlen 3000 Rupien (24 Euro) und verabschieden uns von unserem Fahrer. Goma steuert ein Restaurant an, in dem der Ausflug einen krönenden Abschluss finden soll. Ich lade stellvertretend für unsere SpenderInnen aus Neufahrn und Umgebung die Kinder zum Essen ein. Und sie freuen sich so, und sind sooo brav. Trotzdem sind sie sehr vergnügt. Es gibt Momos oder Chowmein, ein Nudelgericht mit Hühnchen. Und natürlich Cola, Fanta oder Sprite.


Danke den Freundinnen und Freunden daheim, die uns diesen Luxus ermöglicht haben.
