Fundstücke auf dem Heimweg, Teil 2

Fundstück Nummer 4 entdecken wir in dem kleinen Ort Mosjoen.

Auf einem Spaziergang durch die Sjögata, die Seestraße, entdecken wir das alte Mosjøen. Die zum Teil direkt am Wasser stehenden Holzhäuser sind der Kern einer Stadt, die im vorigen Jahrhundert als Drehscheibe zwischen den Menschen am Meer und denen im Binnenland entstand.

Am Samstagmittag ist viel los, Junge und Alte, Einheimische und Touristen flanieren, hocken im Café, besuchen eine der zahlreichen Ausstellungen und Antiquariate, lauschen den StraßenmusikerInnen. Zwei Frauen spielen Klavier und Geige, vier Frauen und Männer tanzen dazu. Im Laufe des Tanzes werden die Bewegungen wilder, akrobatischer, mal wird ein Salto eingebaut, mal eine ganze Reihe von Rollen – auf Asphalt wohlgemerkt. Das Publikum klatscht begeistert. So wünscht man sich eine Innenstadt. Daumen hoch!

Der nächste hohe Daumen gilt wieder der Natur. Unser fünftes Fundstück auf dem Heimweg ist der Laksfors. Hier stürzt sich der Fluss Vefsna, dem wir heute viele Kilometer durch die Berge folgen, in einer Wolke von Wasserstaub und Gischt in die Tiefe. Ein schöner Platz für unsere Mittagspause, in der wir die übrig gebliebenen Würstchen von gestern Abend aufessen.

Fundstück Nummer 6 zu finden, ist gar nicht so einfach. Wir suchen eine kleine samische Kirche am Majasee, fahren vorbei, wenden und schießen erneut übers Ziel hinaus. Es dauert drei Kilometer, bis wir wieder umkehren können. Aber schließlich finden wir den Abzweig (wir müssen die E6 nach links verlassen und durch die Unterführung fahren, um nach rechts zu kommen), noch einen Kilometer Schotterweg und ein paar Minuten zu Fuß und wir sind da.

Hier am See ist ein alter Versammlungsplatz der Samen mit zwei gut erhaltenen Lebensmittelspeichern, mehreren Kotas (Torfhütten) sowie einer samischen Kirche aus dem Jahr 1915. Unten am Seeufer sind zahlreiche Bootsstege und kleine, wie immer, rote Bootshäuser. Ein perfekter Platz für die Nacht, aber es ist erst halb fünf und wir fahren noch weiter.

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