Am ersten Tag schon ausgebremst? Turbulenter Start

Zwei Monate Marokko liegen vor uns und die Lust aufs wieder unterwegs sein, die Neugier auf alles, was wir in den kommenden Wochen erleben werden, ist riesig. In den letzten Tagen zuhause war Bus packen und Haus organisieren angesagt, vor allem aber Abschied nehmen von Familie und FreundInnen.

Heute Morgen um zehn rollen wir schließlich aus dem Weidenweg. Es geht los, Achim! Give me five!

Die ersten 220 Kilometer  sind auf einer recht leeren Autobahn schnell abgefahren und gegen halb eins erreichen wir kurz vor Stuttgart unser erstes Etappenziel: die Hälfte unserer heutigen Strecke, Fahrerwechsel. Aber erstmal Kaffee kochen und dabei noch einen leckeren Kuchen von der Freundin genießen.

Aber was ist das? Es kommt kein Wasser aus dem Hahn. Was ist los? Achim! Hilfe! Achim diagnostiziert: unsere Wasserpumpe ist kaputt. Wieso? Warum? Das darf doch nicht wahr sein!

Und jetzt sag ich Euch was. Unterschätze im WoMo niemals etwas und sei es noch so unscheinbar. Wahrscheinlich war es so: Der Hebel vom Wasserhahn in der Küche war ein bisschen geöffnet. Das kann leicht passieren, wenn man die Abdeckung vom Waschbecken öffnet – was ich getan habe, als ich den wunderbaren Reisekuchen einer Freundin dort hinein gestellt habe. Gleichzeitig habe ich Strom angemacht, damit ich Licht hatte. Strom und geöffneter Wasserhahn signalisieren der Wasserpumpe: arbeite! ABER: Da war noch kein Wasser im Tank und die Pumpe läuft heiß und geht kaputt. So ein Ärger! Also Planänderung.

Aber erstmal Kaffee und Kuchen. Gut, dass wir auch Mineralwasser an Bord haben.

Nun der neue Plan: Anstatt heute bis Frankreich an den kleinen See bei Walscheid in Lothringen zu fahren,  suchen wir uns einen großen Caravanhändler in Malsch südlich von Karlsruhe. Der bietet netterweise sogar einen Stellplatz für WoMos an. Damit stehen wir Ausgebremsten in der Poleposition: Morgen früh um acht fragen wir mal, ob sie uns eine neue Pumpe einbauen können.

Den Rest des Nachmittags hängen wir im Bus ab. Zum Spazieren gehen ist das Wetter zu eklig, feucht, windig, kalt. Also bleiben wir drin, schmökern im Reiseführer, spielen Tavla, setzen Wasser für die Spaghetti Carbonara auf. Das Wasser hierfür zapft Achim hinten direkt am Wassertank ab.

„Ich muss mal was gucken“, sagt Achim, während sich der Duft der Carbonara im Bus verbreitet und verschwindet unterm Lenkrad. Die Sicherung! Wir haben mittags nicht wirklich die Sicherung der Wasserpumpe überprüft! Aber jetzt. Wir haben tatsächlich eine Ersatzsicherung im Fahrzeug, rein damit, Test – Wasser läuft! Nicht zu fassen. Wir freuen uns riesig, schütteln den Kopf über uns selbst, über dieses Chaos und lassen uns dann erstmal das Abendessen schmecken.

Es ist erst acht und wir sind uns schnell einig, die eineinhalb Stunden bis zum geplanten Stellplatz in Frankreich jetzt noch zu fahren. So ein Durcheinander!

Abenteuer auf Reisen sind halt nicht nur Kamele gucken und Wüsten entdecken.

2 Gedanken zu „Am ersten Tag schon ausgebremst? Turbulenter Start

  1. Avatar von yogabyelifyogabyelif

    Wünsche euch eine gute Reise liebe Eva Beim ersten Bericht hab ich ja mitgefiebert! Toi toi toi dass alles gut klappt auf der weiteren Reise

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  2. Avatar von EstherEsther

    Hahaha, so schnell kann es gehen…. Aber ging ja noch alles gut.
    Bei uns war es ähnlich… Wir hatten am ersten Abend kein Gas . Ein netter Campingnachbar zeigte uns den Sicherungsknopf an Gaskasten 😀😀
    Habt noch viele nette Erlebnisse🙏👌

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