

Gut, dass Mansour den Kosmos Vogelführer an Bord hat. So erfahren wir, dass die weißen Vögel mit den gelben Kopffedern Löffler heißen. Auffällig ist ihr langer Schnabel, der wie ein Löffel geformt ist. Es ist das erste Mal in unserem Leben, dass wir diese Vögel, die etwas kleiner als Graureiher sind, sehen, obwohl sie auch an der Nordsee beheimatet sind. Jetzt schippern wir für eineinhalb Stunden mit Mansour auf seinem Boot Pelikan durch die Lagune von Moulay Bousselham und erspähen Watvögel, Austernfischer, Pelikane, Regenpfeifer, Möwen und einen Eisvogel. Eine solche Vielfalt und Vielzahl von Vögeln hatten wir uns gar nicht erhofft.

Als wir am Nachmittag zuvor in dem kleinen Fischerort Moulay Bousselham eintrafen, erkundeten wir die Lage erstmal zu Fuß. Bis vor Corona gab es hier einen Campingplatz in der Nähe des Hafens. Den wollten wir uns anschauen, denn wir hatten erfahren, dass man sich vor dem mittlerweile geschlossenen Platz für eine Nacht mit dem Camper hinstellen kann. Nach einem kurzen Spaziergang fanden wir die Stelle und der erste, der uns fand, war Mansour. Schnell wurden wir uns wegen einer Bootsfahrt am nächsten Tag einig und meine Frage, ob wir hier wohl parken könnten, bejahte nicht nur er sondern auch einer der hier aktiven Parkwächter umgehend.


Am Abend stießen noch Dorothee und Alain, Freunde und Nachbarn aus der Heimat zu uns, die zeitgleich auf ähnlicher Route in Marokko mit ihrem Bus unterwegs sind.
Sie hatten die gute Idee, nach der Bootsfahrt in Moulay Bousselham an den etwa hundert Kilometer weiter südlich gelegenen See Sidi Boughaba im gleichnamigen Naturreservat zu fahren. Mitterweile ist es hier richtig frühlingshaft und wir decken draußen für eine kleine Kaffeerunde mit am Vortag gebackenem Apfelkuchen. Aber dann tun wir was für die Kalorienreduktion und wandern etwa zwei Stunden durch den Wald.


Am Abend stellen wir uns auf den Parkplatz vor dem Botanischen Garten Jardin Exotique de Bouknadel, den wir am nächsten Morgen besuchen wollen. Der Nachtwächter hat keine Einwände und so hocken wir uns zu viert in unseren Bus und bereiten ein improvisiertes Abendessen aus zusammengewürfeltem Gemüse mit Woknudeln zu.


Der Garten wurde vor 70 Jahren von dem französischen Gartenbauingenieur Marcel Francois gegründet und verzückt einen mit verschlungenen Wegen, Hängebrücken, Teichen, Wasserläufen und einer riesigen Vielfalt alter Bäume und Blumen. Außer uns sind mehrere Schulklassen hier, die ebenfalls viel Spaß beim Auskundschaften des Terrains haben.



Dann trennen sich erst einmal wieder unsere Wege. Dorothee und Alain wollen sich als nächstes Rabat und Casablanca anschauen. Wir kennen beide Städte bereits und haben keine Lust auf Großstadttrubel. Über die Autobahn fahren wir deshalb rasch an ihnen vorbei und erreichen etwa 50 Kilometer südlich von Casablanca den Strand bei Sidi Rehal, wo wir bis zum nächsten Morgen stehen bleiben wollen. Mal wieder kann ich in bester Lage meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen.



Wenn Ihr auch Achims Blogbeitrag in Unterwegs lesen möchtet, so geht das hier.

Man kann mit Euren Beiträgen wunderbar mitreisen.ganz besonders wenn man einen Teil auch bereist hat.Marokko hat ein eigenes Flair. Die Menschen und die schönen Landschafts Bilder berühren und keine Hektik dabei.Als ich vor Jahren aus dem Flugzeug stieg,kam der Impuls ,endlich Angekommen zu sein.mit herzlichen Grüßen,Brigitte
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