Achter Stopp: Die Lagune von Oualidia

Zum Frühsport heute Morgen habe ich liebevolle Hundebegleitung. Aufmerksam und sehr zutraulich beäugt der kleine Kerl mein Tun. Überhaupt gibt es hier etliche Hunde und Katzen, die uns regelmäßig am Bus besuchen. Sie sind wohlgenährt, von den Tischen der Camper fällt wohl reichlich für sie ab. Den normalen Straßenhunden, derer es hier sehr viele gibt, geht es da nicht so gut. Sie sind oft abgemagert. Einige Camper haben Hundefutter an Bord und füttern immer mal wieder die Tiere am Wegesrand. Wir haben in den letzten Tagen zweimal auch Einheimische gesehen, die mit großen Säcken voller Fleischresten kamen und die Straßenhunde gefüttert haben.

Gleich nach dem Frühstück machen wir uns fertig zu einem Spaziergang an die Lagune von Oualidia. Wie schon bei unserem letzten Besuch umfängt uns auch heute der Seenebel. Dadurch sind die Fotos nicht farbintensiv sondern eher wie aquarelliert. Aber die Stimmung ist magisch wie beim ersten Mal.

Der Ort liegt oberhalb einer Bucht, die von einem langgezogenen Riff eingerahmt wird. Hier und da gibt es Lücken, durch die das Meer heranbraust. Am Strand bieten die Fischer Austern an, die hier gezüchtet werden. Der Fang der letzten Nacht wird verkauft oder gleich an Ort und Stelle gegrillt und gegessen.

Ein Mann kommt vorbei: ob wir nach dem Essen vielleicht einen Kaffee möchten. Oh ja, sehr gern! Überraschung: er hat ihn mit Zimt und Kardamom gewürzt. Sehr lecker.

Eine weitere Art, seinen Lebensunterhalt zu verdienen ist, die (im Moment wenigen) Touristen durch die Gegend zu schippern. Das wollen wir heute nicht. Wir spazieren über den Strand die Bucht entlang zu dem schönen Hotel, in dem wir letztes Mal gewohnt haben, finden es auch und genießen Tee und beste Aussicht mit Seenebel.

Dann laufen wir hoch in den Ort, denn wir müssen noch einkaufen. Die Preisgestaltung ist interessant. Brot, Obst und Gemüse sind sehr preiswert, Eier sind im Verhältnis mit 22 Cent recht teuer, wohingegen die Merguez, typisch gewürzte Würstchen, mit 5 Euro das Kilo wiederum recht günstig sind. Ich kaufe noch Couscous und grünen Tee, dann machen wir uns auf den Heimweg.

Am Abend kommt Ali mit den vormittags bestellten Hühnchen-Gemüse-Tajines vorbei. Seine Frau kocht, er kümmert sich um Aquise und Lieferung. Er spricht fließend Deutsch und Französisch (was nicht mehr alle MarokkanerInnen tun, obwohl Französisch noch eine der Amtssprachen ist) und hat eine unaufdringliche Art, seine Produkte zu bewerben. Ich glaube, er und seine Frau betreiben ihr Geschäft sehr gut. Unser Abendessen ist köstlich, wir sitzen draußen und sehen einmal mehr der Sonne beim Untergehen zu.

Hier könnt Ihr Achims Blogbeitrag lesen.

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