18. Stopp: Bab n‘ Ali

Es war auf dem Campingplatz in Tamnougalt, dass der einzige andere Camper, ein Franzose, uns Fotos von Bab n’Ali zeigte und uns die dringende Empfehlung gab, einen Abstecher dorthin zu machen. Man könne wunderbar in der Gite Pitons essen und anschließend dort übernachten. Das klingt gut und ich google mal „Wandern in Bab n‘ Ali“ und tatsächlich: Ich finde den Track für eine Rundtour von 10 Kilometern bei 250 Höhenmetern, der direkt neben der Gite losgeht. Gesagt, getan. Von Nekob aus sind es nur 25 Kilometer nach Norden und sofort tauchen wir ein in die einsame Bergwelt.

Bei der Hütte angekommen machen wir alles klar: jetzt fahren wir erst noch hoch auf den Pass, dann kommen wir zum Abendessen zurück und können mit den Bussen gegenüber auf dem Parkplatz übernachten.

Die Fahrt bietet einmal mehr atemberaubende Ausblicke.

Zum Abendessen erwartet uns ein dreigängiges Menu: Linsensuppe, Spieße mit Putenfleisch, Oliven, ein wunderbarer Salat mit eingelegtem Kürbis, Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Paprika und hart gekochten Eiern, allerliebst mit einem Zackenrand dekoriert. Als Nachspeise werden uns Orangen und kleine Bananen, reif und aromatisch, serviert.

Wir gehen früh ins Bett. Denn um halb sieben klingelt der Wecker. Wieder soll es 30 Grad geben und wir wollen die Frische des Morgens für die Wanderung nutzen.

Die besonderen Bergformationen, deren Abbilder im französischen Handy uns hierher gelockt hatten, haben wir schon am Vorabend gesehen, doch erst das Sonnenlicht des frühen Morgens lässt sie in ihrer vollen Schönheit erglänzen. Wir laufen einmal um den linken Zacken herum, sind vier Stunden unterwegs (drei in Bewegung, eine in Ruhe, also fotografierend, stehend staunend, rastend).

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