
Auch dieser Tag begann mit einem feinen Frühstück am Wadi. Dieses haben wir erst bei Tageslicht am Morgen entdeckt. Ebenso wie die Schraube im Reifen des Busses unserer Freunde. Achim hat die gute Idee, einen der recht häufig vorbeifahrenden Busse anzuhalten und nach der nächsten Autowerkstatt zu fragen. „In sieben Kilometern.“ Das sollte zu schaffen sein, denn der Reifen verliert nur ganz wenig Luft.


Eine dreiviertel Stunde später ist die viereinhalb Zentimeter lange Schraube entfernt, der Schlauch repariert und das Rad wieder montiert. Kostet 50 Dirham (5 Euro). Abermals sind wir erleichtert und sehr froh über die spontane Hilfe.
Jetzt steuern wir die Todraschlucht an, eine DER Sehenswürdigkeiten im Hohen Atlas. Ich war ja skeptisch, ob es die Fahrt wirklich wert ist, nachdem wir am Tag zuvor bereits durch die wunderschöne Schlucht bei Imiter gefahren sind. Doch zum einen ist es egal, welche Strecke im Hohen Atlas man fährt – jede ist ein Traum. Zum andern ist die Todraschlucht wirklich herrlich, obwohl es hier recht touristisch zugeht.








Wir fahren nochmals durch ein paar kleine Ortschaften, kommen an blühenden Obstgärten vorbei, beobachten die Bauern auf ihren saftig grünen Feldern, lernen Hasna kennen, die möchte, dass ich ein Foto von uns beiden mache. Dann wird es enger, aber es dauert noch 16 Kilometer, bis wir das Auto abstellen und die engste Stelle der Schlucht zu Fuß durchqueren.




Morgen wollen wir noch die benachbarte Dades- Schlucht anschauen, aber dann zieht es mich in die Einsamkeit der Berge.
