Schon in der Nacht sind die Temperaturen nicht mehr unter 13 Grad gefallen. Als wir um halb acht (halb neun MEZ) aufstehen, haben wir schon 15 Grad. Da kann ich endlich mal ein Sommerkleidchen rauskramen. Das erste Mal auf dieser Reise.
Mit den Rädern fahren wir ins benachbarte Tavira, ein kleines Städtchen, das für Fischfang und Salzgewinnung wichtig war. Es erstreckt sich zu beiden Seiten des Flusses Gilão.

Durch schmale Gassen strampeln wir hoch zu den Überresten einer alten maurischen Festung, in der die heutigen Stadtgärtner einen hübschen kleinen Park angelegt haben: Bougainvilleen, Tamarisken, Mimosen und Beete mit Frühlingsblühern. Ein Straßenmusikant spielt auf dem Akkordeon, pure Romantik.


Die meisten Häuser sind weiß gestrichen, manche Fassaden sind mit den für Portugal typischen Kacheln, den Azulejos, gefliest. Sie sollen vor Hitze schützen.



Wir müssen uns bei inzwischen 20 Grad zwar nicht vor Hitze schützen, uns aber dringend mal unter die Straßencafégenießer mischen. Viño verde, kleine Kabeljauravioli und dann die berühmten Pasteis de nata. Da weiß man doch gleich, wo man ist.

Mit dem Rad sind es etwa zwanzig Minuten bis zum Strand. Um es den Touristen leichter zu machen, die vorgelagerten Inseln zu erreichen, gibt es eine Schmalspurbahn, mit der man das Marschland überqueren kann. Gemütlich tuckert sie zehn Minuten dahin, schon sind wir am Wasser. Die Räder haben wir am „Bahnhof“ gelassen.


Noch zehn Minuten laufen, dann sind wir am einzigen offiziellen FKK-Strand der Algarve. Sagte ich es schon? Es ist Sommer!


Na ja, ein bisschen übertreibe ich ehrlich gesagt schon. Denn es ist noch nicht so viel Sommer, dass es zum Schwimmen reicht. Macht aber nix. Wir fühlen uns auch so pudelwohl.
