Bilder, Stimmen und Texte kann man durchs Netz in die ganze Welt senden. Leider keine Gerüche. Wie gern würde ich Euch diesen Duft zukommen lassen, der uns immer wieder auf dieser Reise umfängt. Der Duft von blühenden Zitronen und Orangenbäumen. Gerade stecke ich die Nase aus dem Bus und da rieche ich es wieder. Ich schnuppere und schnuppere und schnuppere. Und atme ganz.tief.ein.

Als wir vor zehn, 15 Jahren mal hier in der Gegend waren, hatte Achim eine Wanderung in unserem Reiseführer angemerkt. Damals haben wir sie nicht gemacht, aber heute ist sie dran. Der Rocha la Peina ist ein Karstmonolith, 500 m hoch (uff) und zwei Kilometer lang. Im hübschen Bergdorf Penina startet ein hervorragend markierter Rundweg von etwa zweieinhalb Stunden Dauer.


Steineichen, Feigen, Oliven umgeben uns auf dem Weg nach oben, 500 verschiedene Arten Bäume, Sträucher und Blumen wachsen hier, lese ich auf einer Infotafel.



Fleißige Wanderer werden oben mit einem schönen Ausblick belohnt. Wenn es weniger diesig ist als heute, kann man von hier bis zum Meer gucken.

Der Atlantik empfängt uns am Nachmittag mit grauem Himmel und dunklem Wasser. Wo ist die Sonne geblieben? Es ist aber immer noch angenehm warm mit 20 Grad.

In Carvoeiro finden wir die beeindruckenden Felsformationen, an die wir uns erinnern. Wir kraxeln ein wenig auf den Klippen herum. Das geht hier leicht, denn der Sandstein ist rund und trocken.



Uns locken noch die Höhlen, für die hier überall Reklame gemacht wird. Wir finden sie bei maps, geben sie ins Navi ein und kurven ordentlich durch Gassen, steile Sträßchen, runter, wieder rauf, nächste S-Kurve. Achim macht das sehr entspannt und gekonnt. Letztlich landen wir in einer Villengegend, zu deren Füßen wohl das Meer, die Klippen und die Höhlen liegen, aber es führt kein Weg hin. Weder zu Fuß noch mit dem Auto.
Gut, dass es das Internet gibt. So kann ich Euch zeigen, was wir uns ansehen wollten. Wahrscheinlich kommt man nur mit dem Boot hin oder wenn man dort ein Häuschen sein eigen nennt.

