Ich möchte mich korrigieren: neulich schrieb ich, dass der Mae Hong Son-Loop 1864 Kurven hat. Das ist falsch, wie ich jetzt gelernt habe. Diese Zahl bezieht sich auf einen Streckenabschnitt bei Mae Hong Son. Nun weiß ich: es gibt 4088! Das liest man auf T-Shirts, das liest man auf Plakaten.

130 Kurvenkilometer liegen an unserem sechsten und letzten Tag auf dem Loop vor uns. Unser Hotel in Chiang Mai ließ sich heute Morgen dann doch buchen, so dass wir nun frohen Mutes die Rückfahrt antreten. Pai lassen wir ebenso frohen Mutes hinter uns. Zu viele Touristen, zu viele Shops für deren Bedürfnisse. Da haben wir unterwegs viel Schöneres gesehen, allen voran Mae Hong Son.
Weit kommen wir erstmal nicht, denn schon nach wenigen Kilometer halten wir am Pai Canyon an.

Und treiben unseren Adrenalinspiegel in die Höhe.

An den weiteren Sehenswürdigkeiten, die wir uns für heute via Google Maps ausgesucht hatten, fahren wir vorbei. Aus Versehen. Wir verpassen also eine Bambusbrücke und einen Geysir. Eine Bitte an die Mitlesenden, die heute noch in Pai sind: schreibt mir gern hier in die Kommentare, ob der Geysir wirklich ein Geysir ist. So mit großem Blubb.
Wir landen stattdessen in einer Nudelsuppenküche mit Aussicht. Auch fein.

Das Allerbeste aber ist, dass mein Liebster zum Thema Routenplanung zu mir sagt: „In Laos machen wir das besser“. Das ist ein Wort!
Der Verkehr in Richtung Pai ist enorm und wir sind froh, irgendwann die Hauptstraße verlassen und auf einer Nebenstraße weiterfahren zu können. Wir kommen jetzt durch noch kleinere Dörfer mit noch üppigeren buddhistischen Tempeln.

Chiang Mai erreichen wir gegen 16 Uhr, früh genug, um uns unserer verschwitzten, eingestaubten und durch ungeübtes Nudelsuppe mit Stäbchen Essen vollgekleckerten Klamotten zu entledigen und… nein, DAS nicht, darüber schreibe ich nicht, und… sie in der Wãscherei abzugeben.
Am Abend machen wir uns Stadtfein und erkunden ein uns neues Viertel in Chiang Mai. Am Mae Kha-Kanal gibt es eine Flaniermeile mit idyllischer Beleuchtung, Livemusik durch verschiedene Straßenmusikanten, zum Beispiel zwei Chinesen, die Countrymusik spielen. Enthusiastisch. Wir sind etwa zwei Stunden dort, mindestens so lange spielen die beiden.


Es wird allerlei verkauft, Kleider, T-Shirts, Taschen, Spielzeug, teils Handarbeit der Bergvölker.
Wir probieren uns mal wieder an den Essensständen durch und kosten thailändische Kohlrouladen, Satéspieße, gestocktes Ei auf Bananenblatt und Klebreis am Stiel. Zum Nachtisch gibt es sticky rice mit Mango.

Achim macht noch ein paar schöne Fotos, wir kaufen uns noch ein Bier, hören der Musik zu und sind dann müde genug, ins Bett zu gehen.


