Wandern im Nationalpark Phu Ruea

Natürlich sieht heute Morgen alles besser aus, vor allem der Ausblick zum Frühstück.

Theorie und Praxis: theoretisch wären wir ganz früh aufgestanden, mit einem Tuktuk oder ähnlichem bis zum Besucherzentrum des Nationalparks gefahren und von dort in der kühleren Morgenluft die fünf Kilometer auf den Gipfel Phu Ruea (1365 m) gewandert. In der Praxis frühstücken wir gemütlich, starten gegen Zehn, machen uns noch schlau wegen unserer Weiterfahrt morgen, finden kein öffentliches Verkehrsmittel in den Park und laufen die vier Kilometer stattdessen über die Straße dorthin. Zum Glück ist kaum Verkehr, die Straße ist schmal und führt durch den Wald und sehr heiß ist es heute mit 24 Grad auch nicht.

Wir zahlen pro Person 200 Baht, etwa sechs Euro, Eintritt in den Nationalpark und laufen nach dem ersten Besucherzentrum einen schönen Naturpfad durch einen Wald mit Eukalyptus und ganz viel Bambus.

Kurz vor dem zweiten Besucherzentrum gibt es ein Areal mit interessanten Steinen. Hier stoßen wir auf die einzigen Wanderer des Tages außer uns.

Gestartet sind wir auf 600 Höhenmetern, jetzt sind wir schon auf Tausend und es gesellen sich andere Bäume wie der Banyanbaum, die Kiefer und viele, die wir nicht erkennen, dazu.

Nach insgesamt neuneinhalb Kilometern sind wir am Besucherzentrum 2. Zeit für die Mittagspause. Dank der hervorragend Englisch sprechenden Thailänderin am Nachbartisch komme ich zu einem Papayasalat, der mir nicht die Kehle verbrennt sondern lecker nach Limetten, Erdnüssen und eben Papaya schmeckt. Ein paar äußerst aromatische Cocktailtomaten waren auch noch drin.

Jetzt sind es nur noch knappe zwei Kilometer bis zum Gipfel, der selbstverständlich mit einem Buddha bestückt ist, und uns, obwohl es recht diesig ist, weit schauen lässt.

Der Rückweg ist derselbe wie der Hinweg, langsam tun mir die Füße weh und als wir schon etwa zwei Kilometer auf der Asphaltstraße gelaufen sind, hält ein Songthaew, ein Sammeltaxi, an: „Can I help you?“ Ich nicke begeistert, frage, ob er uns mit ins Dorf nimmt und wieviel er dafür möchte. Er nickt, wir dürfen einsteigen. Er schüttelt den Kopf. Geld will er dafür nicht. Sicher weiß er, dass er meine Rettung ist und das sehr gut für sein Karma ist. Tausend Dank für diese zwei Kilometer! Insgesamt sind wir 22 Kilometer und 920 Höhenmeter gelaufen.

Schnell sind wir zuhause, duschen und dann schauen wir nochmal zu unserem Frühstücksspot, wie er im Abendlicht aussieht. So schön!

Morgens auf dem Weg zum Nationalpark waren wir an einem Stand mit Grillhendln vorbeigekommen. Ob der wohl noch auf hat? Hat er und die Hendl sind mindestens so lecker wie auf der Wiesn, garantiert Bio und kosten einen Bruchteil vom Wiesnhendl. Ist ja klar.

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