Schon wieder meldet sich der Wecker um sechs. Wird das hier noch zur Gewohnheit? Wortkarg schlüpfen wir in die schon gestern bereit gelegten Kleidungsstücke, mehrere Lagen, und starten den Scooter. Auch heute ist es kühl bei 12 Grad.
Als erstes wollen wir zum Phu Thok, einem Aussichtsberg mit 360 Grad-Blick, der perfekt für den Sonnenaufgang ist. Finden wir und viele andere Menschen.
Wir müssen den Roller am Kassenhäuschen parken und mit dem Auto weiter fahren.



Gut dass genügend Platz ist für alle Sonnenanbeter, Instagrammer und Youtuber. Und die Bloggerinnen nicht zu vergessen.



Es war ein Bild wie dieses, vor dem die Damen hier posieren, das wir im Internet gesehen haben und das uns hierher gelockt hat. Der Phu Thok ist berühmt dafür, dass man auf einen Wolkensee über dem Mekong hinunter blicken kann. Heute ist das leider nicht so, der Blick auf den Strom unter uns im Morgendunst ist dennoch sehr schön.

Es scheint hier jeden Morgen so viel los zu sein, denn der Weg vom Autoparkplatz zum Kassenhäuschen ist gesäumt von Marktständen, die Souvenirs und Speisen und Getränke anbieten.

Wir rollern zurück zum Hotel, wo uns schon ein kleines Frühstück erwartet.
Im Ort gibt es eine Touristinfo. Wir hoffen, hier Auskunft zu bekommen, ob es wirklich keinen öffentlichen Transport entlang des Mekong über die so angepriesene wunderschöne Strecke entlang des Flusses ins 200 Kilometer entfernte Nong Khai gibt. Leider, leider nicht. Das gab es wohl früher mal, jetzt nicht mehr. Also ist eine Planänderung nötig. Aber erstmal zum zweiten Höhepunkt des heutigen Tages: dem Skywalk.

Wir fahren 20 Kilometer entlang des Flusses nach Westen und dann folgt die gleiche Prozedur wie am Morgen: Parken, Ticket kaufen, rein in den Pick up, hochfahren.


Auch hier sind wir nicht alleine, aber es sind erheblich weniger Leute da als beim Sonnenaufgang. Westliche Touristen gibt es in dieser Gegend wenige. Das merkt man auch an den Ausschilderungen, die ausschließlich auf Thai sind. Aber hilfsbereite Mitmenschen zeigen uns gern, wo es lang geht.

Technische Daten zum Skywalk finde ich im Netz: 2020 gebaut, 80 Meter lang, 80 Meter hoch „oder so hoch wie ein 30stöckiges Gebäude“. Imposant. Es gibt auch Besucher, denen das Glas über dem Abgrund Angst macht. Wir haben das zum Glück ja in Bangkok trainiert.
Und weiter geht’s zum dritten Highlight des heutigen Tages: den Nang Koi-Strand. Hier wollen wir Mittagessen, Reieseplanung machen, chillen und die Füße in den Mekong stecken.

Und hier ist sehr wenig los. Teilweise sind wir am Nachmittag zu zweit hier.




Zur weiteren Reise: Wir leihen den Roller auch morgen noch und fahren damit den Mekong in östliche Richtung so lange wir Lust haben. Als kleiner Ersatz für die geplante Tour am Fluss nach Nong Khai. Morgen Abend geht es dann mit dem Nachtbus nach Bangkok und sofort weiter nach Si Racha, wo wir das Boot auf die Insel Sichang nehmen. Dort kommen wir einen Tag früher an als geplant. Kein Problem zum Glück. Also alles wieder im Lot. Jetzt können wir hier noch ein bisschen gucken, dösen und lesen. Vielleicht finde ich zum Abendessen etwas AUS dem Mekong.
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