Unter Bären und Wölfen

Dass es hier Bären gibt, lasen wir bereits gestern auf den Verkehrsschildern.

Außerdem stehen sie hier im Dorf Pescasseroli auf der Piazza rum.

Dass es hier Wölfe gibt, wissen wir aus dem Film „Willkommen in den Bergen“.

Todesmutig machen wir uns nach dem Frühstück fertig zu einer Wanderung durchs wilde Gebirge. Wir sind, wie schon berichtet, im Nationalpark Abruzzen und gestern erlebten wir die raue, schroffe Seite dieser Berglandschaft. Heute hingegen wandern wir durch eine komplett andere Landschaft. „Ist es übertrieben, sie lieblich zu nennen?“, frage ich meine Reisegefährten. Nein, alle schütteln mit dem Kopf. Das empfinden sie auch so. Stellenweise fühlen wir uns sogar wie in einem Kurpark.

Ich hatte bei Komoot eine Wanderung ausgesucht: Durch die Colli Alti, die hohen Hügel, mittelschwer, elf Kilometer, 360 Höhenmeter. Vom Stellplatz aus geht es direkt los, kurz hinterm Dorf beginnt schon der Wald. Eine leichte Steigung bringt uns auf eine Hochebene, die von den Zweitausendern der Abruzzen eingerahmt ist.

Alain, der vorneweg geht, sieht sie als Erster (und Einziger). Nein, keine Bären, keine Wölfe (wo die sich bloß verstecken?) Aber immerhin zwei veritable Hirsche mit ihren Gattinnen.

(Dieses Bild fand ich später im Dorf. Die echten Hirsche heute liefen schnell weg, als wir kamen.)

Wir anderen müssen uns mit ein paar freilaufenden Pferden zufrieden geben.

Klitschnass kommen wir gegen drei an den Bussen an, die angekündigten Regenschauer haben uns am Ende der Wanderung noch erwischt. Trocken legen, Kaffee trinken, ein Mittagsschläfchen machen, dann scheint wieder die Sonne und Achim lässt die Drohne steigen.

So sieht das Filmdorf von oben aus. Jetzt schauen wir es uns mal aus der Nähe an.

Alles sehr pittoresk und wir verstehen, warum die Filmleute es als Drehort ausgesucht haben. Auf der Piazza gibt es noch einen Aperitif, dann machen wir es uns im Bus gemütlich.

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