Pause in Pietrapertosa

Hier wollen wir nicht so schnell wieder weg. Die Aussicht ist berückend, die Umgebung lädt zu Erkundungsgängen ein.

Aber erstmal den Vormittag genießen, frühstücken, Zeitung lesen, mit der Familie und den Freunden chatten, Bus aufräumen.

Die Bergidylle wird jäh unterbrochen, als ein Busfahrer den Parkplatz für sich reklamiert. Wir parken um, es wird etwas enger auf dem Platz, aber jetzt brechen wir eh auf zu einer kleinen Wanderung.

Zuerst erklimmen wir die Burg hoch oben und auch hier sind wir nicht allein. Auch in Italien ist der 1. Mai Feiertag und Pietrapertosa ist augenscheinlich ein beliebtes Ausflugsziel.

Außerdem gibt es hier eine Zipline, die die Schlucht zwischen den beiden Dörfern Pietrapertosa und Castelmezzano überwindet. Das Tickethäuschen, an dem wir auf unserem Weg in den Ort vorbeikommen, ist von vielen wagemutigen jungen Leuten belagert. „Silvio e Alessandro!“, „Silvio e Alessandro!!“ Die Jungs melden sich, bekommen Helme in die Hand gedrückt und ab geht’s. Ihr Juchzen beim Flug ist weitum zu hören. Keiner von uns ist so mutig und wir ziehen weiter durchs Dorf, gemeinsam mit vielen italienischen Touristen.

Wir können gar nicht aufhören zu fotografieren, so sehr zieht uns der Anblick der an den Fels geklebten Dörfer in den Bann. Wieviel Höhenmeter wir auf dieser Tour durch und um den Ort zusammenbekommen haben, wissen wir nicht. Beinkraft und unser Herz-Kreislaufsystem wurden auf den insgesamt neun Kilometern jedenfalls gut trainiert.

Zurück an den Bussen genießen wir die warme Nachmittagssonne bis in den Abend hinein und als wir später in der Nacht nochmal aus dem Bus lugen, funkelt das Sternenmeer über uns.

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