Der griechische Mathematiker und Philosoph zog um 532 v. Chr. aus seiner Heimat Samos nach Kroton, dem heutigen Crotone. Der Hafenstadt vorgelagert ist das Capo Colonna, wo heute angeblich noch die Ruine des Hauses steht, in dem er damals lebte.

In guter Nachbarschaft: gleich nebenan gab es eine der Göttin Hera gewidmete Tempelanlage, von der wir auf unserer Radtour heute noch eine Säule, neben dem neuzeitlichen Leuchtturm, bewundern können.

Die nahe gelegene Chiesa della Madonna di Capo gab es zu Zeiten des Pythagoras noch nicht, genauso wenig wie den wuchtigen Sarazenenturm aus dem 16. Jahrhundert.

Die kleine Kirche hat der italienische Künstler Antonino Riello vor ein paar Jahren auf besondere Weise in Szene gesetzt. Völlig unverhofft stoßen wir auf eine weiß gekachelte Mauer in der Landschaft. Durch das Fenster dieser Kunstinstallation sieht man die Kirche und den Turm.

Auf dem Kap gibt es auch noch ein archäologisches Museum – die Griechen haben hier so einiges hinterlassen, aber uns zieht es jetzt nach Crotone. Die Straße ist hügelig und bietet freien Blick auf die großartige Landschaft.

Dem berühmtesten Sohn der Stadt sind ein Museum und ein Park gewidmet. In dem preisgekrönten Bau gibt es eine interessante Mischung von Pythagoras inspirierten Kunstwerken, Nachbauten italienischer Kirchen, eine Fotoausstellung mit naturwissenschaftlichen Fotos und Werken moderner italienischer MalerInnen.


Umgeben ist das Gebäude vom Pythagoras Park, in dem verschiedene Kunstwerke mathematische Grundsätze wie die Fibonaccizahlen oder den Satz des Pythagoras veranschaulichen.


So viel haben wir heute wieder erlebt und gesehen. Am Abend sind es der gleichmäßige durchdringende Ton einer Waldohreule (wussten wir nicht, haben wir mit birdnet bestimmt) und das Plätschern des Meeres, die uns in den Schlaf lullen.
