Wir sind jetzt drei Wochen unterwegs und es wird mal Zeit fürs Nichtstun, süßes Nichtstun, wie man in Italien sagt.
Ich sage ja immer, Nichtstun geht nicht, es sei denn, man schaut seinem Kirschbaum beim Wachsen zu, wie meine Freundin Andrea zu sagen pflegt.

So tue ich also nicht nichts, sondern beginne den Tag mit Frühgymnastik am Strand und einem frischen Bad im Meer. Die Temperatur ist ganz okay, aber das Wasser ist recht kibbelig.
Frühstücken, ein bisschen Haushalt und einen Apfelkuchen backen gehören bei mir zum gemütlichen Busleben und dolce far niente dazu. Meerblick inklusive.

Dann kommt endlich mal wieder die Süddeutsche an die Reihe. Das dauert. Ein Mittagsschläfchen, Kaffee trinken, Tavla spielen – schon sind Dreiviertel des Tages rum. Ah ja, der Blick aufs Meer und dem Plätschern des Wassers lauschen, erhöhen den Genuss.
Auf unserem Campingplatz muss man zum Internet laufen, manchmal funktioniert es am Strand, manchmal oben an der Rezeption. Am Nachmittag gehe ich also zum Internet, Wordeln und Italienisch lernen, damit die streaks nicht abreißen. Außerdem ist der Blick hier schön.

Dann wage ich einen klitzekleinen Strandspaziergang… Weit komme ich nicht.

Die Nachrichten von der Kanzlerwahl wollen gelesen und bedacht werden.
