Durch die Schlucht zur Nekropole von Pantalica

Bis zu 5000 Höhlen haben die Menschen vom Volksstamm der Sikaner vor über 3000 Jahren in die Felsen bei Pantalica geschlagen. Ein paar davon wollen wir uns heute anschauen.

Extra für Camper wurde von der Verwaltung des Schutzgebietes ein idyllischer Stellplatz ausgewiesen. Rund um uns nur Felder, Obstbäume und riesige Rosmarinhecken. Wir dürfen hier kostenfrei übernachten und es gibt sogar Toiletten (sehr sauber).

Wir nähern uns der Nekropole, die beidseitig einer Schlucht liegt, die der Fluss Anapo in den Fels gefressen hat, mit den Fahrrädern.

Die Höhlen wurden ursprünglich als Grabstätten genutzt. Später, in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung, wurden sie teils bewohnt oder zu Kapellen umgebaut. Die gesamte Anlage zählt seit 2005 zum Unesco Weltkulturerbe.

Am Eingang müssen wir uns namentlich und mit Telefonnummer registrieren, bekommen eine Telefonnummer und uns wird ein Shuttle für die nächsten eineinhalb Kilometer angeboten. Der Kleinbus ist aber schon von etlichen älteren italienischen Herren besetzt, so dass wir das Stück gehen.

Dann laufen wir eine Weile oberhalb der Schlucht.

Steigen eine Etage tiefer und stoßen auf die ersten Höhlen.

Nach ein paar Kilometern kommen wir zu einem kleinen Heimatmuseum. Wahrscheinlich war hier mal ein Bahnhof, denn früher fuhr der Lokalzug durch die Schlucht.

Schließlich steigen wir ganz hinab zum Fluss, machen Picknick und kraxeln auf der andere Seite wieder hoch. Um die Enden der Felswände zu sehen, müssen wir den Kopf in den Nacken legen. Der Fluss rauscht, Bienen summen, Frösche quaken.

Eine wirkliche Drei-Sterne-Wanderung. Doch der Höhepunkt, die Nekropole, kommt erst noch. Zwar hatten wir zwischendurch schon ein paar Höhlengräber gesehen, doch zu den größeren Ansammlungen kommen wir erst am Ende unserer Tour.

Nach elf Kilometern sind wir froh, dass uns der Shuttlebus aufpickt. Wir werden aus der Liste ausgetragen, steigen auf die Räder und sind drei Kilometer später wieder am Bus.

Für heute Nacht und morgen ist Starkregen angesagt. Falls das tatsächlich so sein sollte, nehmen wir uns einen Tag Auszeit und wettern in den Bussen ab. Ich hätte durchaus Lust dazu. Gemütlich lesen, spielen, schlafen, während der Regen aufs Dach trommelt. Na, mal sehen.

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