In der Antike war Syrakus über mehrere Jahrhunderte die größte und mächtigste Stadt Siziliens und dessen kulturelles Zentrum. Cicero beschrieb sie in seinen Reden als „die größte und schönste aller griechischen Städte“. Damals hatte der Ort antiken Autoren zufolge eine Million Einwohner, heute rund 120 000.

Wir haben es nicht weit dorthin und ein Parkplatz ist rasch gefunden. Der älteste Teil der Stadt liegt auf der Insel Ortygia. Hier haben griechische Siedler aus Korinth um 730 v. Chr. die Stadt gegründet. Bald spielte Syrakus auch kulturell und wissenschaftlich eine bedeutende Rolle. Bekannte Dichter, Philosophen und Mathematiker ließen sich hier nieder, unter ihnen Aischylos, Platon und Archimedes.

Die Altstadt drohte nach dem Zweiten Weltkrieg zu verfallen. Viele Bewohner zogen in die modernen Wohnviertel auf dem Festland um. Durch umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten von 1990 an wurde die Altstadt wieder aufgewertet und belebt. Auf Ortygia befindet sich auch ein Großteil der historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten.

Nur wenige Meter vom Meer entfernt liegt die Süßwasserquelle, die zur Stadtgründung führte und im Laufe der Jahrhunderte den Widerstand gegen häufige feindliche Belagerung ermöglichte. Der Brunnen Fonte Aretusa ist mit Steinen eingefasst und wird von Papyrusstauden umrahmt.


Im 5. Jahrhundert v. Chr. bauten die Griechen ihren Athena-Tempel in die Mitte ihrer Stadt. Er soll damals schon prächtig mit Portalen aus Gold und Elfenbein und großen Gemälden geschmückt gewesen sein.


200 Jahre später haben die Christen ihre Kirche dem Tempel übergestülpt. Die wurde in weiten Teilen beim großen Erdbeben im 17. Jh. zerstört und in barocker Pracht wieder aufgebaut.

Wir bummeln durch die Gassen. Trotz Vorsaison ist hier schon ganz viel los. Aber alle sind entspannt und genießen das Ambiente. Viele Gassen und Hinterhöfe sind mit Pflanzen oder Blumen geschmückt.


Cafés und Restaurants locken mit ihren Angeboten.




Wir entdecken Kunstgalerien…


… steigen ins unterirdische Syrakus hinab, das von den Griechen angelegt wurde. Sie holten die Steine für den Hausbau aus dem Untergrund. Die Römer nutzten es später als Wasserreservoir, im Zweiten Weltkrieg diente es als Bunker und unterirdisches Lazarett.


… wandern zum normannischen Kastell mit einer modernen Skulptur…


… und zum Limoncello – Sprizz.

Zum Abendessen finden wir ein kleines Spezialitätenrestaurant, in dem es riesige und köstliche Portionen Antipasti und Pasta gibt. Aber kein Foto, schließlich sind wir nicht bei Insta 🙂

I have programmed a post about Siracusa too, but my photos are sooooo old! 😄
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