Was haben wir gut geschlafen am Rande des Riserva Naturale dello Zingaro. Leises Meeresrauschen war das einzige Geräusch, das zu hören war.
Gleich nach dem Frühstück packen wir die Rucksäcke. Brotzeit und Badesachen sind das Wichtigste.
Wir haben eine Tour von etwa 14 Kilometern durch den ersten Naturpark der Insel, 1981 eingerichtet, geplant.
Gleich am Eingang stoßen wir auf einen Tunnel, ein Mahnmal. Er ist das Symbol einer Bürgerbewegung, die in einem Protestmarsch von 3000 Menschen ihren Höhepunkt fand.

Anwohner, Menschen aus der Kunst und den Wissenschaften sowie Umweltschützer setzten sich im Mai 1980 gegen den Bau einer Straße und den Bau eines Feriendorfs ein.
Mit Erfolg!

Heute ist es tatsächlich so, dass die Luftlinie zwischen dem südlichen und dem nördlichen Eingang in den ältesten Naturpark Siziliens sieben Kilometer beträgt und die Menschen aus den jeweils nahe gelegenen Ortschaften einander nur über eine große Runde von 45 Kilometern mit dem Auto erreichen können.

Dazwischen liegen 1600 Hektar Karst, steppenartige Vegetation, Zwergpalmen und (Bade-)buchten.
Schon nach einem halben Kilometer sehen wir unser erstes Stachelschwein.

In dem kleinen naturkundlichen Museum. Drei Räume, ein paar Gips-Tiere und viele Schautafeln.
Zwischen Bergen, Buchten und Meer schlängelt sich ein feiner Wanderweg. Noch gucken wir nur von oben, zum Schwimmen ist es uns nicht warm genug.

In echt entdecken wir bald ein… Keine Ahnung. „Bestimmen wir nachher noch“, sagt mein Liebster. (Haben wir am Abend gemacht. Achim einigt sich mit sich selbst auf einen Skink. Kennt Ihr, ne? )

Wir lernen im nächsten kleinen Museum (hier wurde aus fast jedem Häuschen, welches hier stand, ein Museum gemacht), dass aus Eschen ein Zuckerersatz gewonnen werden kann, Manna genannt. Dass Reisen bildet, schrieb ich schon, nicht wahr?

Ein Korbmuseum und eine Grotte später sind wir am Ende des Weges, also am nördlichen Parkeingang angekommen. Brotzeitzeit.


Wir wandern die sieben Kilometer zurück und ich hadere ein bisschen damit, dass die Farben des Himmels und des Meeres heute nicht diese gigantischen Blautöne aufweisen wie in den Tagen zuvor. Außerdem haben wir zwar die Badesachen dabei, aber es ist nicht wirklich warm genug fürs vergnügliche Baden. Trotzdem kommen wir verschwitzt und müde an den Bussen an und ich lege noch eine Gymnastikeinheit ein, als ich mir im Waschbecken die Füße wasche. Hoch die Beine! Dann ist aber auch gut für heute. Ausruhen und basta.
