Im Nationalpark Aspromonte

Was für ein Stellplatz! Umgeben von Eichen, Kiefern und Buchen. Es erinnert mich an so manchen Übernachtungsplatz in den finnischen Wäldern. Dabei sind wir gestern mal gerade 30 Kilometer vom Fährhafen bei Reggio Calabria hierher zum Mausoleo di Garibaldi gefahren. Dafür haben wir allerdings auch fast zwei Stunden gebraucht.

Und weil wir schon mal hier sind, machen wir einen kleinen Spaziergang durchs Grün im Nationalpark d’Aspromonte und nehmen ein Waldbad.

Der Spaziergang entwickelt sich versehentlich zu einer ausgewachsenen Wanderung, bei der man aufpassen muss, kein Fußbad zu nehmen.

Die Überraschung, ein ordentlicher Regenguss, den auch unser Blätterdach nicht mehr abhalten kann, kommt am Schluss. Da hat Petrus das mit dem Waldbad zu wörtlich genommen.

Gut, dass wir im Bus Handtücher und trockene Klamotten haben.

Nun müssen wir wieder runter vom Berg. Die ersten 700 Höhenmeter sind schnell erledigt.

Die restlichen 500 verteilen sich entspannt auf 15 Kilometern und dann sind wir wieder am Meer, in Palmi, das für seinen schönen Strand so gelobt wird. Während wir in Sizilien, etwa in Cefalu, das Gefühl hatten, die Hauptsaison habe begonnen, ist hier alles noch zugeklappt. Die meisten Bars und Restaurants sind geschlossen, ganze vier Menschen sind am Strand. In der ersten Bar am Strand gibt es keinen Strom und somit auch keinen Kaffee, aber die hinterste Bar hat auf. Und Kaffee.

Am Nachmittag kümmern wir uns um unser rollendes Zuhause, das nachdrücklich, rot blinkend, einen Ölwechsel erbittet, erzwingt  eigentlich. Also gut, wir sind ja nicht so, die nächste passende Werkstatt liegt fast auf dem Weg, die Leute sind nett und kompetent und in einer Stunde ist alles erledigt. Mille grazie!

Gestern schliefen wir in den Bergen, heute wieder am Meer. Wir sind so vorhersehbar!

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