Nach Neapel

Es sind runde 300 Kilometer bis Neapel. Heute trennen sich, zumindest vorläufig, unsere Wege: unsere Freunde zieht es an die Amalfiküste und nach Pompeji, uns nach Neapel.

Vorher fahren wir noch gemeinsam über die spektakuläre Straße entlang der Costa Maratea, an deren Ende ein kleiner Skywalk gebaut wurde.

Ein Abschiedsfoto, ein letzter gemeinsamer Kaffee am Meer, dann fährt jeder seiner Wege. Vielleicht treffen wir uns die Tage ein bisschen weiter nördlich wieder.

Wir fahren durch die Berge auf die Autobahn und verlassen sie bald wieder, um an einem Fluss ein kleines Mittagessen zuzubereiten. Eier mit Schinken gehen immer.

Vorbei am Vesuv, majestätisch zu unserer Rechten, erreichen wir Bella Napoli um sechs Uhr.

Wir verschnaufen einen Moment und suchen uns dann den Bus Nr. 204 ins Zentrum. Das Thermometer zeigt 25 Grad, einem Abendspaziergang steht nichts im Wege. Wir sind gespannt.

An der Piazza Dante steigen wir aus. Dort beginnt das Centro storico, die Altstadt. Ein Menschenauflauf ohne gleichen schiebt sich durch die Gassen. Eine Bar neben der nächsten Pizzeria. Beim Aperitif müssen wir die Füße einziehen, damit sie nicht unter den Roller kommen. Damit wir uns wie zuhause fühlen, zieht immer mal wieder ein Flugzeug über unsere Köpfe. Fast jede Hauswand ist beklebt oder bemalt.

Was das Abendessen angeht betätige ich mich einmal mehr als Forschungsreisende: im Reiseführer stand, dass die frittierte Pizza eine Spezialität der neapolitanischen Küche sei. Dann muss ich sie natürlich probieren – obwohl mir klar war, dass das nichts wűrde. Zu viel, zu fett, aber immerhin gute leckere Füllung. Was tut man nicht alles für die Forschung.

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