Weiter durch Rumänien: immer der Donau entlang

Heute Nacht haben wir uns verdoppelt. Jetzt sind wir zwei Busse und vier Menschen. Unsere Freunde Dorothee und Alain sind am späten Abend in Timișoara zu uns gestoßen und nun wird gemeinsam gereist.

Unser nächstes Ziel ist die Donau. Dicht an ihr entlang führt unsere Straße, auf der anderen Seite des Flusses ist Serbien. Leider setzt gegen Mittag der Regen ein.

Das Eiserne Tor ist das rund 100 Kilometer lange Durchbruchstal der Donau in den südlichen Karpaten. Es gilt als einer der imposantesten Taldurchbrüche Europas. Die Donau wird hier durch massive Felsen teils auf 200 Meter Breite verengt, der Gewässergrund liegt 15 m unter dem Meeresspiegel. Heute hängen die Wolken tief überm Wasser und nehmen uns die Sicht. Wie schade!

Trotzdem halten wir am Aussichtspunkt natürlich an, um auch die engste Stelle zu fotografieren.

Zwei Flussbiegungen weiter stoppen wir erneut und staunen:

Die Statue des Dakerkönigs Decebalus ist 55 Meter hoch und zugleich die höchste Felsskulptur in Europa. Die Idee stammt von dem rumänischen Geschäftsmann und Historiker Josif Dragan. Mit dem Projekt waren insgesamt zwölf Bildhauer beschäftigt, die Fertigstellung dauerte zehn Jahre (1994–2004) und am Ende kostete es über eine Million US-Dollar, weiß Wikipedia. O-Ton einer Mitreisenden: „Na, von der schnellen Truppe waren die aber auch nicht.“ 😄

Es ist erst halb Sechs und bei dem Wetter kann man hier eh nichts anderes machen als fahren. Da sitzt man warm und trocken und kann die trotz des schlechten Wetters beeindruckende Fahrt an der Donau noch einmal nachspüren.

Gegen halb neun haben wir genug. Wir stellen die Busse auf einem großen Parkplatz in Craiova ab.

Noch ein bisschen Kochen, ein Gläschen Wein und ein wenig Planung für morgen machen. Und hoffen auf besseres Wetter. Dann ab ins Bett.


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