Jetzt hat es auch uns erwischt: Corona. Sechs Tage haben wir brav das Haus gehütet. Nun zeigt der Test nur noch einen Balken an und Symptome haben wir auch seit drei Tagen nicht mehr. Unser Gesundheitsamt empfiehlt, sich dennoch weitere fünf Tage von anderen Menschen fernzuhalten. Das kriegen wir hin: Im Bus geht das ganz hervorragend und Tapetenwechsel ist nach der Quarantäne eh was Feines.
In Rekordzeit werfen wir ein paar Lebensmittel und Klamotten in den Bus und zwei Stunden später stehen wir bereits auf dem kleinen Stellplatz beim Limeseum nahe Dinkelsbühl. Achim kennt ihn von einer Reise, die er vor zwei Jahren unternommen hat, als ich in Nepal war. Jetzt wollen wir einfach ein wenig andere Luft schnuppern und da das Wetter Besserung verspricht, ein paar kleine Radtouren machen.

Wir verbummeln den Abend und den Vormittag gemütlich mit leckerem Essen und Spielen. In der Nacht regnet und windet es nochmal heftig, doch als wir uns gegen Mittag auf die Räder schwingen, bleibt es trocken und später wird dann sogar die Sonne rauskommen.


Entlang der Wörnitz fahren wir durch Felder, Dörfer und Hügel ins 17 km entfernte Dinkelsbühl.


Hinter dem Stadttor empfängt uns das mittelalterliche Städtchen mit zeitgenössischer Kunst im Garten des „Museum 3. Dimension“: rechts im Bild sieht man zum Beispiel eine Nachbildung der Escher-Treppe, die zweidimensionale Darstellung einer dreidimensionalen Treppe mit geschlossenem Innenraum, die in sich selbst zurückläuft, so dass eine Illusion erzeugt wird, dass sie unendlich hinauf bzw. hinunter führt.
Die Doppelhelix ganz links im Bild lässt sich durch einen Telefonanruf in Schwingung versetzen! Funktioniert. Ich hab’s ausprobiert.

Der Ortskern von Dinkelsbühl ist in bestem Zustand. Gut, dass das Wetter heute nicht zum Besuch der Straßencafés einlädt, denn wir sollen uns ja nicht zu anderen gesellen. Aber Kuchen kaufen, um ihn später vorm Bus zu genießen, geht.


Am späten Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang zum (montags geschlossenen) Museum, das von den Römern und ihrem berühmten Grenzwall erzählt. Damals gab es hier ein Fort, von dem aus der hiesige Limesabschnitt bewacht wurde. Ein Miniaturnachbau veranschaulicht das Ganze.


Um kurz nach sieben geht bereits die Sonne unter. Einem weiteren gemütlichen Abend im Bus steht nichts im Wege.








































































