Archiv der Kategorie: Nepal (Winter 2018)

Als Volontärin im Rainbow Children Home, Pokhara

Cache – Cache, marbels und Snap

Von zu Hause habe ich mehrere Beutel mit Murmeln mitgebracht. Damit haben wir in der Früh unseren Spieletag eingeläutet. Die erste Herausforderung bestand darin, in den steinigen Boden ein Loch zu graben. Aber Bijay und Ajib lassen nicht locker und nach zehn Minuten kann es losgehen. Nicht nur die Spielregeln sind mir fremd (und ich weiß nicht, ob das am Altersunterschied oder an der Herkunft liegt). Auch die Art, wie sie die Murmeln schnippen, kenne ich nicht und stelle mich auch recht tolpatschig an.

murmeln

Mein Selbstbewusstsein wird später beim Versteckspiel oder Cache-Cache, wie mein französischer Kollege sagt, wieder aufgebaut: hinter der Küchentür hat mich keiner gefunden, so dass ich zumindest diese Runde gewonnen habe.

An dieser Stelle ein kleiner Exkurs, denn Ihr habt jetzt garantiert ein
falsches Bild vor Augen und stellt Euch Eure heimische Küchentür vor. In
unserer Küche gibt es keinen Kühlschrank, keinen Elektroherd, keine
schicken Möbel. Hier haben wir einen zweiflammigen Gaskocher wie Ihr ihn
vielleicht noch aus Eurer Studentenbude oder vom Campingurlaub her kennt.
Außerdem haben wir eine Feuerstelle. Richtig gelesen. Hier ist nicht die
Rede von einem gusseisernen Holzofen sondern von ein paar Scheiten Holz
zwischen großen Steinen, auf denen zum Beispiel in einem großen Topf Nudeln  gekocht werden. Für rund 50 Leute. Ich werde demnächst versuchen, ein Foto hiervon zu machen. Da es dort aber so dunkel ist, weiß ich nicht, ob das gelingt.

Doch zurück zum Spieletag. Am Nachmittag geht es wieder an den See.
Benjamin ist begeisterter Boxer und hat ein Training für die Kinder
angesetzt. Zunächst gibt es verschiedene Aufwärmübungen, dann zeigt er uns Schläge und Verteidigungshaltungen. Natürlich nicht, ohne vorher zu
erklären dass man niemals seine Freunde schlagen darf und es beim Boxen in erster Linie um Sport und nicht ums Kämpfen geht. Die meisten Kinder sind mit Feuereifer dabei.


Andere spielen Fußball und Indrani fragt mich, ob ich mit ihr „Snap“
spiele. Klar, wenn Du mir erklärst, wie das geht? Ganz einfach: Die Karten
werden gemischt und möglichst gleichmäßig an die Spieler verteilt. Die
Spieler sehen sich ihre Karten nicht an, sondern legen sie verdeckt in
einem Stapel vor sich ab. Wenn man an der Reihe ist, dreht man einfach die
oberste Karte seines verdeckten Stapels um und legt sie offen daneben. Auf
diese Weise bildet jeder Spieler einen offenen Stapel neben seinem
verdeckten Stapel. Wenn irgendwann zwei der offenen Stapel die gleichen
Karten oben liegen haben (z. B. zwei Sechsen oder zwei Könige) ruft jeder,
der das bemerkt, „Snap!“. Der erste, der „Snap!“gerufen hat, nimmt die
beiden Stapel mit den obersten gleichen Karten und schiebt sie verdeckt
unter seinen verdeckten Stapel. Alles klar?

Zu Hause wartet dann noch eine schöne Überraschung auf uns : Rino aus
Neapel ist zu Besuch und hat zwei riesige Geburtstagstorten dabei. Er wird
heute 41 und wir schmettern ihm ein ordentliches Ständchen.

Geburtstag

Auf der Suche nach dem Alltag

Bisher habe ich ja erst einen kompletten Tag im Rainbow Children Home verbracht. Das war vergangenen Freitag. Samstag bis Montag waren wir unterwegs und heute sollte also der Alltag beginnen.

Gute Neuigkeiten habe ich schon gestern erhalten: Es gibt seit dem Wochenende einen zweiten Volontär: Benjamin, 22 Jahre alt, Franzose. Er hat gerade seinen Bachelor in Wirtschaft gemacht und bleibt drei Wochen bei uns.

Threema_5350Und so haben wir mit geballter Kraft und Umsicht einen ersten Ausflug mit zwölf Kindern zum Phewa – See gestartet. Das ist nicht sehr weit vom Heim entfernt. Einmal die Straße runter, vorbei an bunten Häusern und kleinen Geschäften bis zur Touristenmeile am See, in der es nur noch Cafés, Treckingläden, Andenkenshops und Restaurants gibt. Na gut, auch noch ein paar Simcard-läden, Wechselstuben und Supermärkte. Dann links und rechts und schon sind wir da. Es gibt hier keinen Spielplatz, keine gepflegte Grünanlage, aber den See, Boote (in die man sich auch mal setzen darf, wenn sie am Ufer liegen), Steine, Paraglider – viel Spannendes also zum Beobachten und Tun.

Wir schauen also, lassen Steine hüpfen, basteln Angeln, fangen nix. Und dann drängeln die Kinder: sie wollen zur toten Anaconda. What do you want? Let’s go to the dead Anaconda! (Habe ich schon erwähnt, wie gut diese kleinen Kinder Englisch sprechen?) Okay, let’s go.

Nach einem kurzen Spaziergang am See entlang kommen wir zu einem niedrigen grauen Betonbau und ehe wir uns versehen, sind die Kinder auf einen Mauersims geklettert und drücken ihre Nasen am Fenster platt. So haben sie – ohne Eintritt – einen Logenplatz, um die hier ausgestellte Anaconda und einige große Fische anzuschauen.
AnacondaNein, ich weiß nicht ob ob diese Schlange hier heimisch ist und will es auch gar nicht wissen.

Zum krönenden Abschluss machen wir noch ein kleines Lagerfeuer. Und wenn ich jetzt erzähle, dass die größeren Mädchen angefangen haben, zu singen und zu tanzen, bezichtigt Ihr mich des Kitsches. (War aber so. Was jedoch kein Wunder ist, denn sie hatten tagsüber in ihrer Schule einen Tanzwettbewerb, bei dem sie mehrere Medaillen gewonnen haben. Und entsprechend hoch war noch der Adrenalinspiegel.)
Feuer
Und ein letztes Highlight des heutigen Tages : Als wir den Park verlassen, spricht mich ein junger Mann an. Ich schätze ihn auf etwa 20. Er hält mir 30 Rupien hin und bittet mich, damit den Kindern eine Freude zu machen. Verblüfft nehme ich das Geld und bedanke mich höflich.
Die Kinder erzählen mir, dass dieser junge Mann selbst ein Waise ist und ihnen ab und zu etwas schenkt. Wir machen einen Zwischenstop beim nächsten Laden und bekommen für unser Geld zwei Bonbons für jedes Kind – und auch für Ben und mich.

Auf der Suche nach der Krise

Hunderte von Kilometern sind wir nun gefahren, um den Betroffenen einer Kältewelle im Südwesten Nepals warme Kleidung und Decken zu bringen. Als
wir rund 50 Kilometer vor unserem eigentlichen Ziel, dem Örtchen Bolbazar, übernachten, hatte es gefühlt etwa drei Grad. Für uns eine ganz normale
Temperatur für die Jahreszeit.
Zu meinem Erstaunen erfahre ich, dass es auch für hiesige Verhältnisse nicht ungewöhnlich kalt ist. Ich verstehe nicht. Unser Hilfsprogramm soll doch den Opfern einer Krise zugute kommen?
Aber wenn doch eigentlich alles ganz normal ist, kann es ja keine Krise geben. Oder?

Ich lerne: es handelt sich nicht um eine akute sondern um eine strukturelle Krise. JEDEN Winter werden viele Menschen hier mit dem gleichen Problem
konfrontiert: Temperaturen, die nicht mit ihren Lebensumständen kompatibel sind. Ihre Kleidung ist zu dünn. Ihre Unterkünfte zu windig. Und so dringt die Kälte in die Menschen ein, die Schwächsten sterben.

Am Vormittag empfangen uns der Bürgermeister und ein Verantwortlicher für die soeben nach den Wahlen eingeleitete Dezentralisierung (bei uns wäre er
wahrscheinlich beim Landratsamt angestellt :-)) und jede Menge weiterer wichtiger Menschen, deren Funktionen ich nicht kenne. Nach dem Austausch von Höflich- und Freundlichkeiten machen wir uns mit zwei Autos auf, um in Randgebiete des Ortes zu fahren, in denen Mushar und Domi, zwei Kasten, deren Mitglieder zu den Unberührbaren gehören, leben. Sie leben in einer
Ansammlung kleiner niedriger Lehmhäuser, die mit Stroh bedeckt sind. Innen gibt es eine Feuerstelle und ein paar Matten, auf denen geschlafen wird.
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Die Menschen schauen uns mit großen Augen an, als wir mit unserem Tross anrücken. Und alle ihre Handys zücken. Meine Begleiter haben eine hohe Affinität zu Selfies, Facebook und Co.

In großem PowHow wird nach dem Mittagessen beraten.
powhowDie Diskussion um die Modalitäten der Spendenübergabe zieht sich. Erstmal müssen alle  wesentlichen Personen wie Bürgermeister, Ortsvorsteher, Stammeschef und ähnliche anwesend sein. Dann darf auch der Polizeichef nicht fehlen. Nach einer guten Stunde kommt Bewegung in die Angelegenheit. Wir fahren los.

DeckenverteilenVor Ort werden wir auf einen großen sandigen Platz gelotst. Bald sind wir umringt von neugierigen Erwachsenen und Kindern. Die (Polizei -) beamten
schaffen es rasch, eine kleine „Bannmeile“ um uns und unser Auto einzurichten. Dann werden die Familiennamen ausgerufen und einer nach dem anderen, insgesamt sind es wohl 60 Familien, erhält eine Decke.
Danach kommen die Kinder dran und bekommen warme Hosen oder Pullis. Danach
verläuft es etwas chaotisch. Wir bringen noch Kleider und Schaumgummimatten zu einer anderen Stelle. Dort übernimmt die Polizei die Verteilung. Und sang- und klanglos fahren wir ab. „Let’s go!“

Aufgaben des Tages:
Nicht zu bewerten,
– dass die Regierung weiß, dass viele Menschen jeden Winter in große Not geraten, aber noch weit von einer Lösung des Problems entfernt ist
– dass viele Kinder in einer privaten Ziegelfabrik arbeiten, obwohl auch in Nepal Kinderarbeit verboten ist und es Schulpflicht gibt
– dass in Janakpur, der Stadt, in der wir übernachten, der gnze Ort Tag und Nacht mit Gebetsmusik beschallt wird.

 

Auf der Straße

Eins vorweg: Wir sind immer noch auf der Straße.
IMG-20180106-WA0001Gegen halb neun heute Morgen (wir sind 4.45 Stunden voraus) war unser Auto reisefertig. Alle Hilfsgüter geladen und mit einer Plane geschützt. Ein bisschen PR muss auch sein, deshalb wird noch ein großes Schild mit dem Zweck unserer Reise hinten am Auto befestigt.

IMG-20180106-WA0004Mit von der Partie : die Initiatorin der Aktion und Chefin meines Kinderheims, Goma Dhakal, ihre Schwester Narmala, ihre Schwägerin Sarita, die normalerweise in Österreich lebt und gerade zu Besuch bei ihrer Familie ist. Und dann sind da noch zwei Männer : ihr Bruder Kim, der als Online- Journalist für die Berichterstattung sorgen soll, und unser Fahrer Moti.

Inzwischen ist es 19 Uhr. Wir sind also schon über 10 Stunden unterwegs. Und haben wohl noch vier vor uns. Geplant waren 11 Stunden, die wir wegen eines großen Staus leider deutlich überschreiten werden. Wir machen also das, wovor jeder Reiseführer warnt: eine Nachtfahrt. Und der Führer hat ja auch recht : es sind viele unbeleuchtete Fahrzeuge, Tiere und Menschen auf der Straße, was Moti hohe Aufmerksamkeit und gute Reaktion abverlangt.

Heute Nachmittag dachte ich, wir kämen nie an. Der „Highway“ war eine ganz üble Piste mit riesigen Schlaglöchern. Doch auch auf den kurzen asphaltierten Abschnitten hatte er uns in seinen Krallen. Stop and go. Staubig.
IMG-20180106-WA0006Und so viele armselige Behausungen, an denen wir vorbeikamen. Ein paar zusammengenagelte Holzplatten oder dünne Mauern, obendrauf Wellblech. Keine Fenster. Das Leben dieser Menschen spielt sich mehr oder weniger am Straßenrand ab. Die vereinzelten Bananenstauden sind vom Staub überzogen. Ironischerweise trocknet frisch gewaschene Wäsche im Staub.

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Wir erholen uns mit zwei Pausen mit nepalesischen Leckereien in Garküchen an der Straße: scharfe Erbsensuppe und heiße Kartoffeltaler gab es am Vormittag, gebratene Ziegenstückchen mit Puffreis (!) vorhin.

Jetzt werde ich mal die Kekse auspacken, ehe hier alle einschlafen.

 

Rainbow Children Home

Ich bin ja eigentlich ein sehr strukturierter Mensch, der sich mit Zeitplänen ziemlich wohl fühlt. Wenn es dann – wie hier in Pokhara/Nepal – eine solche Struktur gar nicht gibt, wenn ich anfangen möchte, in einem Waisenhaus zu arbeiten, und mir keiner sagt: Okay, um 8 Uhr geht dein Job los. Dies und das ist deine Aufgabe von soundsoviel bis soundsoviel Uhr. Dann ist Mittagspause, dann dies, dann jenes. Dann, ja, dann bin ich erstmal verdattert und denke mir: Hm, und jetzt? Was soll ich hier denn überhaupt?

Und dann kommen zwei kleine Mädchen auf mich zu und sagen: Come! Und ich komme und wir gehen in den zum Waisenhaus gehörenden Garten, der ein paar Straßen weiterliegt, und wir füttern die Kuh und wir bestaunen das Kartoffel- und Kohlfeld, den Koriander und den Rettich.
Die nächsten zwei Stunden strukturiert unsere Hausmutter für mich: wir putzen gemeinsam die Klassenzimmer und die Flure und zum krönenden Abschluss noch ein paar Fenster.
In einer Teepause kommt Goma, die Gründerin und Chefin des Waisenhauses auf mich zu und lädt mich ein, mit ihr zum Markt zu fahren. Hier kaufen wir hundert Jogginghosen in allen Größen, Massen von Socken und Schlappen und 70 warme Decken.
Nepal_gomaNicht für das Rainbow Children Home sondern für die Opfer der Kältewelle im südlichen Nepal, im Terai – das ist genau die Gegend, in der vor wenigen Monaten eine große Überflutung war.
Goma ist vielfältig engagiert. Sie betreibt nicht nur das Waisenhaus, sie hat auch eine Schneiderei gegründet, in der Frauen dieses Handwerk erlernen und dann daheim weiter ausüben können. Die Produkte, vor allem Taschen, in allen Varianten, werden in erster Linie ins Ausland verkauft. Die Australier haben da bisher die Nase vorn. Vielleicht gelingt es ja, die Rainbow-Taschen künftig auch auf dem deutschen Markt zu platzieren? Für dieses Projekt ist Goma Dhakal von der nepalesischen Handelskammeer als Unternehmerin des Jahres 2017 ausgezeichnet worden.
Zurück von unserer Einkaufstour steht gleich der nächste Ausflug an: wir fahren zum jüngsten Projekt der rührigen Nepalesin, einer Farm, rund 30 Autominuten von Pokhara entfernt. Weil das Gebiet schwer zugänglich ist – die Pisten  in Namibia sind dagegen eine Autobahn! – konnte sie dieses Land, das offensichlich recht fruchtbar ist, günstig erstehen. Hier sollen Lebensmittel sowohl für das Waisenhaus als auch zum Verkauf angepflanzt bzw. erzeugt werden, was das Budget fürs Waisenhaus aufbessern soll.
Es ist schon stockdunkel, als wir dort ankommen. Eine Gruppe von englisch sprechenden jungen Leuten sitzt um ein Lagerfeuer herum. Wie sich herausstellt, nehmen sie an einem Projekt teil, bei dem ein neues Haus auf der Farm erbaut werden soll. Ein weiterer Grundgedanke Gomas ist nämlich, dass Kinder, die in ihrem Heim erwachsen geworden sind, hier eine Lebensgrundlage mit Wohnung und Arbeit finden sollen.
Auf dem Rückweg lädt sie mich ein, ihr Team, das morgen mit vier Autos und jeder Menge Hilfsgüter startet, zu begleiten. Natürlich mache ich das gern.
Nach dem obligatorischen Dal Bhat (Linsen mit Reis und Gemüse, die es hier zweimal am Tag gibt), will ich mich in mein Zimmer zurückziehen, um mit meinem Liebsten zu chatten, diesen Blog zu schreiben und mein Zeug für morgen zu packen (wir werden erst am Montag wiederkehren). Doch nochmal fliegt mir ein Stück Leben zu, ohne dass ich es geplant habe: Diesmal in Form von Tüten voller Kleidung, die vor meinem Zimmer gelagert sind und die wir nun nach unten in den Wagen mit offener Ladefläche werfen. Macht Spaß.
Das nächste Mal werde ich also Anfang nächster Woche von unser Hilfsaktion im Terai berichten.
Bilder reiche ich nach – für das Hochladen reicht anscheinend die hiesige Bandbreite nicht aus.
Namaste!

(veröffentlich von Achim im Auftrag von Eva 🙂 )

You never walk alone

Am beeindruckendsten waren die vielen Abschiede in den letzten Tagen. So viele gute Wünsche meiner Freundinnen und Freunde begleiten mich – da kann gar nichts mehr schief gehen. Zu dem Herz, von dem ich im vorigen Beitrag bereits schrieb, haben sich ein Tagebuch, ein Medallion (mit dem Foto meines Liebsten und dem Spruch „You never walk alone“), ein pausbackiges Schutzengerl und eine geheimnisvolle Rolle („Die darfst du erst im Flieger öffnen!“) hinzugesellt. Dass ich so verabschiedet werde, macht das Reisen leicht und die Vorfreude aufs Heimkommen groß.

Die Koffer sind gepackt. Morgen Nachmittag geht’s los. Wenn ich mich das nächste Mal hier melde, schreibe ich schon aus Pokhara.

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Ein Sammelsurium

Was für ein Sammelsurium an Dingen, die ich mit nach Nepal nehmen möchte, liegt auf dem Gästebett bereit!

Zum Beispiel der Aqua Steripen. Er wiegt 84 Gramm (ohne Batterien – die muss ich erst noch besorgen) und soll dafür sorgen, dass ich ab nächste Woche das nepalesische Leitungswasser gut vertrage. In 48 Sekunden, so versprechen die Hersteller, ist ein halber Liter Wasser dank UV-Strahlung entkeimt und trinkbar. Einfach Wasser ins Glas, Gerät aktivieren, eintauchen und einige Sekunden aufs grüne Lämpchen warten. Der reinste Zauberstab also, und ich gehe mal davon aus, dass es auch wirklich funktioniert. Prima auch, dass ich keine Berge von Plastikflaschen kaufen muss. Bei einem geplanten Aufenthalt von zwei Monaten käme da doch einiges zusammen.

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Das nächste Ding mit Zauberkraft in meinem Gepäck ist der Ultrasonic Pest Repeller. Da ich ohne meinen Liebsten, der sonst für das Entfernen von Spinnen aus dem Schlafzimer zuständig ist, reise, muss dieses kleine Gerät dafür sorgen, dass Spinnen, Kakerlaken, Mäuse und anderes Getier sich von meinem Zimmer in Pokhara fernhalten. Einfach rein in die Steckdose, anmachen und die Tierchen dank fieser ultrahochfrequenter Töne verscheuchen. Ha!

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Ganz wichtig ist dieses kleine Gerät: TP Link 3 G Mobile WiFi. Wenn ich in Kathmandu am 4. Januar zwischenlande, werde ich es mit einer Simcard bestücken und dann habe ich Internet genug, um meinen Blog zu schreiben, mit meinen Lieben daheim zu skypen, zu whatsappen, zu facebooken.

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Den Ball pod bekam ich von Sohn und Schwiegertochter zu Weihnachten geschenkt. Er dient meinem Smartphone, meiner Kamera und meiner Filmkamera als Stativ. Ja, die reisen auch alle mit. Außerdem noch das E-Book, ein paar „richtige“ Bücher, Sprachführer natürlich und ein bisschen Schokolade und Gummibärchen für die 42 Kinder im Rainbow Childrens Home, in dem ich im Januar und Febraur mithelfen werde.

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Ich befürchte, dass ich meine Kleidung mehr oder weniger zu Hause lassen und mich vor Ort mit einheimischen Hosen und Tuniken ausstatten muss.

Was auch unbedingt noch mit muss: das Herz, das vor einigen Tagen per Post bei mir eintrudelte. „Grün für die Hoffnung, dass es für Dich wunderbare Erfahrugen sein werden und das Herz – für die liebevollen Gedanken Deiner Freunde.“ Danke!!!

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