So langsam baumelt die Seele

Wir sind von Süd nach Nord, von Nord nach West und von West nach Süd unterwegs gewesen. Rund 2000 Kilometer mit Bahn, Bus, Scooter und Tuktuk. Jetzt sind wir den dritten Tag auf der Insel und bewegen uns kaum noch vorwärts.

Koh Sichang ist sieben Kilometer lang und knapp drei Kilometer breit. Private Autos gibt es hier nicht. Alle sind, wie wir auch, mit dem Moped unterwegs. Weil es so hügelig ist, sind Fahrräder kaum zu sehen.

Das Tempo, unser Tempo, verlangsamt sich und die Seele kann baumeln. Wir haben Muße, die letzten Wochen der Reise Revue passieren zu lassen. So viel haben wir erlebt. Alles ist gut gegangen. Wir sind gesund geblieben. Wir haben ein für uns neues Land entdeckt und schätzen gelernt. Zwei Inseltage liegen noch vor uns.

Als erstes schauen wir zum Hafen runter. Hier sind wir vorgestern zwar angekommen, hatten aber gar keine Zeit, uns umzuschauen, weil unser Gastgeber schon auf uns wartete.

Boote kommen und gehen, Tuktuk-Fahrer warten auf Kundschaft, Mopeds werden zum Verleih angeboten und Marktfrauen haben ihre Stände aufgebaut. Manche Fischer trocknen ihre Ware in der Sonne.

Wir hatten gehofft, hier ein Café fürs Frühstück zu finden. Da sind wir aber völlig fehl am Platz.

Gestern war es schon das schwierigste Unterfangen des Tages, ein westliches Frühstück aufzutreiben. Zur Not können wir heute natürlich dahin fahren, wo wir gestern Morgen unsere Spiegeleier gegessen haben. Aber wir wollen lieber etwas Neues ausprobieren. Das eine, vor dem wir anhalten, bietet heute nur Getränke aber keine Speisen an, das andere hat zu. Schließlich landen wir bei Pan & David und Rühreiern mit Käse. Besonders lecker ist der Kaffee aus der French press. Beim Frühstück können wir uns am schlechtesten an die Sitten anderer Länder anpassen. Reis oder Suppe taugen uns genauso wenig wie Espresso mit einem winzigen süßen Hörnchen.

Die Chefin hier spricht recht gut Englisch und wir nützen die Gelegenheit, sie nach den ganzen Frachtern zu fragen, die vor der Insel ankern. Sie haben Zucker, Kohle und Reis an Bord, erzählt sie. Wenn wir es richtig verstanden haben, ist das hier so eine Art Wartehafen für diese Güter, die später nach Bangkok gebracht werden. Die Schiffe liegen wie ein Riegel im Meer vor der Insel.

Am Strand ist heute erheblich mehr los als gestern. Klar, es ist Samstag. Und wir haben morgens ja auch die vielen Tagesausflügler gesehen, die mit dem Boot gekommen sind. Aber wir finden noch ein Plätzchen, direkt neben einem Herrn aus der Türkei,ein Seemann aus Izmir. Da kann ich meine frisch renovierten Türkischkenntnisse an den Mann bringen und ihm ein Ohr abkauen. Als wir vom Schwimmen wiederkommen, ist er weg. Ich hoffe, das liegt nicht an mir.

Irgendwann ist dann auch wieder gut mit dem Strand. Kaffee trinken wäre jetzt nett. Meinen nicht nur wir.

Er gehört zum Haus und darf sogar ins Café. Viele Hunde leben hier aber auf der Straße. Sie sind meist friedlich und werden, so ist unser Eindruck, von den Einheimischen mit Essensresten gefüttert.

Kaum habe ich Instagram (aus politischen Gründen – auch Zuckerberg sponsort Mr. T.) verlassen, kommen wir am Nachmittag per Zufall zu DEM Instaspot der Insel. Vor den Felsabbbrüchen und in der Höhle posen die Youngsters was das Zeug hält. Vorher stylen sich die Mädels, ziehen sich extra um bzw. aus. Bauchfrei und winziges Top sind angesagt.

Wenn Omi angeklettert kommt, reichen sie gern eine Hand und rufen ihr ein besorgtes „Be careful!“ zu. Ist nett, aber noch geht’s 😄.

Seitdem wir im Land sind, ist Wahlkampf. Überall hängen Plakate, Lautsprecherwagen fahren im ganzen Land durch die Straßen und machen Reklame für die Kandidatinnen und Kandidaten. Gewählt werden die Vorsitzenden und Mitglieder der Provinzverwaltung, die wohl ähnliche Aufgaben hat wie die Kreisverwaltungen bei uns. Heute ist Wahltag. Wir haben schon vormittags Wahllokale entlang der Straße gesehen. Als wir gegen sechs nach Hause fahren, erleben wir die Auszählung der Stimmzettel live: eine Urne steht auf dem Tisch, eine Person nimmt einen Stimmzettel heraus, reicht ihn einer anderen Person, die mit lauter Stimme vorträgt, wer auf dem Stimmzettel angekreuzt wurde. Eine dritte Person macht einen Strich auf einer großen Liste, die an einer Pinnwand hängt. Drumrum stehen interessierte Bürgerinnen und Bürger. Noch transparenter geht es nicht.

Der König hatte doch recht

Es war König Chulalongkorn (1853 – 1910), auch Rama V. genannt, dem es auf Koh Sichang so gut gefiel, dass er sich hier einen Ferienpalast bauen ließ. Kränkelnde Mitglieder seines Hofstaats soll er wegen des bekömmlichen Klimas zur Genesung her geschickt haben.

Der König hatte übrigens einen riesigen Harem, weitaus größer als die Herrscher im osmanischen Reich, er hatte 153 Ehefrauen, 75 Kinder, schaffte die Sklaverei und die Niederwerfung vor dem König ab, tat viel für die Bildung und die Wirtschaft und galt als hervorragender Außenpolitiker. Den Menschen auf seiner Lieblingsinsel Koh Sichang schenkte er einen riesigen, frei zugänglichen Park voller Frangipanibäumen, Wasserbecken und Tempeln.

Ehe wir des Königs Palast besichtigen, fahren wir an den Strand. DEN Strand, den einzigen Sandstrand der Insel. Wir haben uns einen Scooter ausgeliehen, mit dem wir nun die Insel erkunden können.

Das Wasser ist warm, wieviel Grad? Achim kompatibel. Also sehr warm.

Es gibt Liegestühle plus Tischchen und Sonnenschirm kostenfrei. Tham Phang, so heißt der Strand, beach for everyone, ist das Motto. Dieses großartige Angebot lassen wir uns nicht entgehen.

Wir hören dem Rauschen des Meeres zu, beobachten die paar Strandgänger, die außer uns noch da sind, freunden uns mit der Insel an und denken: „Da hat er wohl recht gehabt der alte Rama.“

Noch ein Nachtrag zu gestern. Da haben wir, ohne dass wir es wussten, auf unserem Abendspaziergang das Wahrzeichen der Insel gesehen: ein weißes Eichhörnchen. Wie wir heute Morgen durch ein Plakat an einem Geschäft gesehen haben, gibt es diese nur hier! Deshalb gibt es Souvenirs und Plastiken wie diese von dem kleinen Tier. Unseres vom Vorabend war aber ein echtes und hüpfte sehr lebendig von Ast zu Ast.

Ab auf die Insel

Viel geschlafen habe ich letzte Nacht nicht, obwohl die Fahrt recht komfortabel war. Die Sitze waren bequem und man konnte sie weit zurückstellen, fast darauf liegen. Es gab Wasser, ein süßes, weiches Brötchen und eine Decke. Aber ein Bus ist nunmal kein Zug, der immer schön geradeaus fährt. Ein Bus schaukelt und schlingert, er vibriert, knirscht und knattert. Der Fahrer brettert durch die Berge, legt sich in die Kurven, bis wir in der zweiten Nachthälfte flacheres Terrain erreichen und er den Highway runterdonnern kann. Kopfkino von Busunfällen versuche ich auszuschalten. Ich angele mir Achims Decke und versuche, wieder einzuschlafen. Um halb fünf erreichen wir den Busbahnhof in Bangkok und es gibt erstmal einen Kaffee.

Mitten in der Halle sind ein Informationsschalter sowie verschiedene Ticketschalter untergebracht. Hier bekommen wir unsere Fahrkarte nach Siracha am Golf von Thailand. Der Bus geht um halb sieben. Die Fahrt dauert zweieinhalb Stunden (mindestens eine davon durch Bangkok), dann sind wir am Golf von Thailand. Aber noch nicht am Ziel.

Der Busfahrer übergibt uns nahtlos an einen Tuktuk-Fahrer, der uns an den Pier bringt. Unser Schiff auf die Insel Sichang liegt schon dort. Es fährt aber erst in einer Dreiviertelstunde, so dass wir Zeit genug haben, noch einen Kaffee zu trinken.

Um zehn geht es an Bord. Der Blick zurück zeigt die Skyline von Siracha.

45 schaukelige Minuten später erreichen wir die kleine Insel, auf der wir die nächsten vier Tage verbringen wollen.

Am Anleger erwartet uns der Besitzer von Sichang My Home, bei dem wir einen kleinen Bungalow gemietet haben.

Er liegt nicht am Strand sondern mitten im Ort in einem großen Garten mit vielen Bäumen. Umlaufend ist ein Freisitz, den wir sicherlich ausnutzen werden in den nächsten Tagen. Jetzt aber erstmal duschen, frische Klamotten anziehen und dann mal schauen, wo wir etwas zu essen finden und wie es am Strand aussieht.

Erstmal gibt es nur eine Cola, weil auf der ganzen Insel der Strom ausgefallen ist. Dafür aber mit toller Aussicht auf das petrolfarbene Wasser.

Was wir schon sagen können: Diese Insel ist sehr untouristisch. Einerseits suchen wir genau das, andererseits sind wir erstmal irritiert, weil es keinerlei Angebote gibt, keine stylischen Cafés oder Restaurants, keine Touristinfo mit Touren hierhin oder Ausflügen dorthin. Das meiste ist in Thai beschriftet. Aber wir werden uns hier schon noch einleben und alles erkunden.

Ein Mittagessen, einen Besuch in der Wäscherei, einen Nachmittagsschlaf später laufen wir zum höchsten Punkt der Insel. Vorbei an unserer Wäsche, die an der Straße zum Trocknen hängt.

Viele, viele Stufen erklimmen wir…

… werden mit prächtiger Aussicht belohnt…

… suchen auf 196 m Höhe einen Geocache – ohne ihn zu finden…

… und erleben einen gigantischen Sonnenuntergang.

Beim Abendessen denken wir darüber nach, warum uns diese Insel nicht spontan anspricht. Sie ist kein tropisches Idyll mit Palmen und langen Sandstränden. Hier wird nichts präsentiert, nichts aufgehübscht. Stattdessen bekommen wir einen Einblick ins Alltagsleben, sehen, wie sehr Privat- und Geschäftsleben ineinander fließen: im Erdgeschoss fast jeden Hauses wird etwas verkauft, hergestellt oder eine Dienstleistung angeboten. Derselbe Raum wird für die Zubereitung der Mahlzeiten, fürs Essen, für das Treffen mit Familie und Freunden, für die Hausaufgaben der Kinder, für deren Spiele genützt. An vielen Ecken wirkt die Szenerie etwas verlottert, nicht weil Abfall rumliegt sondern irgendwelcher Kram. Es gibt keine ansonsten in Thailand üblichen und auf uns Ausländer so idlisch wirkenden Nachtmärkte. Keine walking streets. Thai-Massage? Fehlanzeige. Hier wird einfach gelebt.

Aber die Leute sind freundlich zu uns. Vielfach ertönt ein „Suatika!“ oder „Hello!“ aus den Häusern, wenn wir vorbeigehen. Wer Land und Leute kennenlernen will, ist hier richtig.

Schätze am Strom

Schon kurz hinter Chiang Khan sehe ich das erste Schild: „Kong River Art Garden“. Wow, was ist das denn? Google Maps hat keinen Eintrag dazu. Da sind wir ja mal gespannt.

Tatsächlich: etwa auf halber Strecke zwischen Chiang Khan und Pak Chom stehen auf einer kurzen Strecke entlang des Stroms Kunstschätze.

Es sind Skulpturen aus Drahtgeflechten, gefüllt mit Mekong-Kieseln. Früher gab es hier auch mal ein Infohäuschen zu dieser kleinen Ausstellung am Fluss, heute ist das ein lost place. Alle Fenster und Türen sind offen, drei Bilder sind an die Wand gelehnt, in einer kleinen Vitrine stehen noch Kaffeetassen und Zuckerstreuer. Eine Spüle gammelt vor sich hin.

Wir fahren mit dem Roller ein Stück weiter und entdecken weitere Kunstwerke.

Alle sind in ähnlicher Weise geschaffen. Von wem, wann und warum die Ausstellung laut Internet „dauerhaft geschlossen“ ist, kann ich leider nicht herausfinden.

Wir freuen uns jedenfalls, dass wir diese Street Art entdeckt haben und weil wir hier auf der Straße völlig alleine sind, probiere ich gleich mal etwas aus. Es ist wie beim Fahrrad fahren: man verlernt es nicht.

Zwischen Chiang Mai und Pak Chom sieht der Fluss gar nicht wie ein solcher aus. Jetzt in der Trockenzeit ist der Wasserstand so niedrig, dass der steinige Untergrund aus der Wasseroberfläche herausspitzt. Sandinseln, teils bewachsen, lugen heraus.

In der Regenzeit kann der Wasserstand um zehn bis 15 Meter höher sein. Erschwerend kommt hinzu, dass durch die globale Erwärmung und häufigere Dürren die Wasserpegel zwischen 2019 und 2021 auf ihren niedrigsten Stand seit 60 Jahren sanken (weiß Wikipedia).

Der Mekong ist eines der artenreichsten Flussökosysteme. Aber immer mehr Staudämme und Wasserkraftwerke beeinflussen die Ökologie des Flusses und lassen den Fischbestand schwinden, was schlimme Folgen für die betroffenen Anrainer hat.

In manchen Regionen sind die Fischbestände in den ersten zwei Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts bereits um mehr als 87 Prozent zurückgegangen.

In Pak Chom finden wir ein hübsches Lokal am Fluss und bestellen uns eine lustige Mischung von Speisen: Reis mit Omelette, Spiegelei mit verschiedenen Toppings, Fritten, Passionsfruchtsaft, Kaffee. Den Fischsalat, den ich eigentlich wollte, gab es leider nicht.

Hier beobachte ich, dass zwei Männer die Bedienung etwas fragen und dabei auf die Menschen zeigen, die etwas weiter weg im Wasser arbeiten. Das interessiert uns auch schon die ganze Zeit und nach dem Essen frage ich sie, was sie in Erfahrung gebracht haben. Wir haben es uns fast gedacht: Sie suchen im Sand des Mekong nach Gold!

Ob ihre Schatzsuche erfolgreich ist, können wir leider nicht herausfinden. Auch dazu finde ich im Internet nichts. Einen Eintrag lese ich zum Thema Gold suchen in Laos. Hier soll es möglich sein, so viel an den Rändern des Flusses zu finden, dass man ein einfaches Leben mit dem Ertrag führen kann.

Bei einem Spaziergang am Fluss finden wir weitere Naturschätze, sehr ertragreiche Obstbäume. Bananen, Mango, Papaya erkennen wir, Tamarinde, aus der die hier zum Kochen verwendete Paste hergestellt wird, kennt plant net.

Die Luftgurke, so lerne ich, kann man trocknen und dann als Luffaschwamm verwenden oder man isst sie frisch als Gemüse.

Es ist inzwischen Nachmittag und wir treten die Heimfahrt an. Diese Strecke, wirklich wunderschön entlang des Mekong, ist so untouristisch, dass wir Schwierigkeiten haben, einen Kaffee zu bekommen. Wir wären ja auch mit Instantkaffee zufrieden. Erst kurz vor Chiang Khan finden wir ein Café, in dem es sogar Bananenkuchen gibt.

Diese Zeilen schreibe ich im Nachtbus nach Bangkok. Um sieben am Abend sind wir in Chiang Khan gestartet. Morgen Früh um fünf sind wir in der Hauptstadt, bleiben aber nicht dort sondern fahren direkt weiter. Wohin? Das verrate ich jetzt noch nicht. Das könnt Ihr morgen hier lesen.

Jetzt mache ich es mir erstmal gemütlich mit einem Bierchen, einem Supermarkt-Sandwich und meinem Krimi.

Über, an, in, auf dem Mekong

Schon wieder meldet sich der Wecker um sechs. Wird das hier noch zur Gewohnheit? Wortkarg schlüpfen wir in die schon gestern bereit gelegten Kleidungsstücke, mehrere Lagen, und starten den Scooter. Auch heute ist es kühl bei 12 Grad. 

Als erstes wollen wir zum Phu Thok, einem Aussichtsberg mit 360 Grad-Blick, der perfekt für den Sonnenaufgang ist. Finden wir und viele andere Menschen.

Wir müssen den Roller am Kassenhäuschen parken und mit dem Auto weiter fahren.

Autoflotte zum Sonnenaufgang

Fröhliche Fahrgemeinschaft

Alles Frühaufsteher

Gut dass genügend Platz ist für alle Sonnenanbeter, Instagrammer und Youtuber. Und die Bloggerinnen nicht zu vergessen.

Da ist sie.

Posieren für den Blog

Vor dem Wolkensee

Es war ein Bild wie dieses, vor dem die Damen hier posieren, das wir im Internet gesehen haben und das uns hierher gelockt hat. Der Phu Thok ist berühmt dafür, dass man auf einen Wolkensee über dem Mekong hinunter blicken kann. Heute ist das leider nicht so, der Blick auf den Strom unter uns im Morgendunst ist dennoch sehr schön.

Der Mekong im Dunst, ohne Wolkensee

Es scheint hier jeden Morgen so viel los zu sein, denn der Weg vom Autoparkplatz zum Kassenhäuschen ist gesäumt von Marktständen, die Souvenirs und Speisen und Getränke anbieten.

Schon jemand kauffreudig?

Wir rollern zurück zum Hotel, wo uns schon ein kleines Frühstück erwartet.

Im Ort gibt es eine Touristinfo. Wir hoffen, hier Auskunft zu bekommen, ob es wirklich keinen öffentlichen Transport entlang des Mekong über die so angepriesene wunderschöne Strecke entlang des Flusses ins 200 Kilometer entfernte Nong Khai gibt. Leider, leider nicht. Das gab es wohl früher mal, jetzt nicht mehr. Also ist eine Planänderung nötig. Aber erstmal zum zweiten Höhepunkt des heutigen Tages: dem Skywalk.

Unterwegs zum Skywalk

Wir fahren 20 Kilometer entlang des Flusses nach Westen und dann folgt die gleiche Prozedur wie am Morgen: Parken, Ticket kaufen, rein in den Pick up, hochfahren.

Vom Buddha beschützt
Glücklich in schwindelnder Höhe

Auch hier sind wir nicht alleine, aber es sind erheblich weniger Leute da als beim Sonnenaufgang. Westliche Touristen gibt es in dieser Gegend wenige. Das merkt man auch an den Ausschilderungen, die ausschließlich auf Thai sind. Aber hilfsbereite Mitmenschen zeigen uns gern, wo es lang geht.

Technische Daten zum Skywalk finde ich im Netz: 2020 gebaut, 80 Meter lang, 80 Meter hoch „oder so hoch wie ein 30stöckiges Gebäude“. Imposant. Es gibt auch Besucher, denen das Glas über dem Abgrund Angst macht. Wir haben das zum Glück ja in Bangkok trainiert.

Und weiter geht’s zum dritten Highlight des heutigen Tages: den Nang Koi-Strand. Hier wollen wir Mittagessen, Reieseplanung machen, chillen und die Füße in den Mekong stecken.

Hier geht es ganz offiziell an den Strand

Und hier ist sehr wenig los. Teilweise sind wir am Nachmittag zu zweit hier.

So kriegt man keinen Sand in die Schuhe

Gebratener Reis mit Fisch

Fährt das Boot in Thailand oder in Laos? 🤔

Zumindest mal die Füße in den Mekong stecken

Zur weiteren Reise: Wir leihen den Roller auch morgen noch und fahren damit den Mekong in östliche Richtung so lange wir Lust haben. Als kleiner Ersatz für die geplante Tour am Fluss nach Nong Khai. Morgen Abend geht es dann mit dem Nachtbus nach Bangkok und sofort weiter nach Si Racha, wo wir das Boot auf die Insel Sichang nehmen. Dort kommen wir einen Tag früher an als geplant. Kein Problem zum Glück. Also alles wieder im Lot. Jetzt können wir hier noch ein bisschen gucken, dösen und lesen. Vielleicht finde ich zum Abendessen etwas AUS dem Mekong.

An den Mekong

Es war die ganze Nacht windig und als wir um 6.30 Uhr vor die Tür unseres kleinen Bungalows treten, windet es immer noch, graue Wolken sind am Himmel und es hat nur 13 Grad. Irgendwo habe ich gestern gelesen, dass ein Tief über China kalte Luft nach Thailand bringt. Bei angesagten Höchsttemperaturen von 25 Grad in unserer Gegend ist mir das doch recht.

Graue Wolken am Morgenhimmel

Wir gehen zur Bushaltestelle im Ort und sind gespannt, ob alles so klappt, wie wir uns das ausgedacht haben: mit dem Bus 40 Kilometer nach Loei im Osten von uns und dann mit einem der Songthaews 50 Kilometer nach Norden an den Mekong. Chiang Khan heißt unser Ziel heute.

Der Betreiber unseres Hotels hatte gesagt, dass der Bus nach Loei einmal am Tag um 7.30 Uhr führe. Eine junge Frau, die ich im Supermarkt vorsichtshalber nochmal gefragt hatte, meinte, um Sieben. Also gehen wir rechtzeitig los und warten mal ab, was passiert. Immerhin haben uns zwei Leute, die uns hier beobachtet haben, schon gefragt, wo wir hinwollen und zustimmend genickt, als wir ihnen geantwortet haben. „Halb acht“, sind sie sich einig. Um kurz vor halb gesellen sich noch weitere Wartende zu uns.

An der Bushaltestelle in Phu Ruea

Der Bus kommt um 7.40 Uhr. Oh, mit diesem Typ sind wir noch gar nicht unterwegs gewesen. Luftige Angelegenheit. Da wären ein paar Grad mehr doch recht.

Unser Bus nach Loei

Ganz schön kalt

Wir tuckern so mit 30 kmh vor uns hin. Das kann dauern. Ich ziehe nach und nach meine wärmeren Kleidungsstücke an. Im nächsten Ort steigen zwei Frauen mit reichlich Gepäck dazu, vor allem Gemüse und Besen. Ob sie zum Markt wollen?

Marktfrauen an Bord

Nach knapp eineinhalb Stunden sind wir in Loei, zahlen für die Fahrt pro Person 80 Baht, soviel wie für eine große Flasche Bier. Unser Busfahrer sorgt für reibungslosen Transfer: Er hält neben seinem Kollegen, der nach Chiang Khan fährt, wir steigen um und weiter geht es. Da bleibt noch nicht mal Zeit für einen Kaffee oder einen Happen zum Frühstück.

Im Bus nach Chiang Khan

Das holen wir nach, als wir nach wiederum eineinhalb Stunden um 11 Uhr in Chiang Khan ankommen. Wir werden da abgesetzt, wo die Busse nach Loei abfahren und zahlen diesmal nur 40 Baht pro Person, also circa 1,20 Euro. Auch interessant, dass diese Fahrt, die sogar etwas weiter war als die vorige, nur die Hälfte kostet.

Hier gibt es eine Straßenküche, ohne Kaffee, mit Nudelsuppe. Die heiße Suppe tut nach der doch recht kühlen Fahrt sehr gut.

Nudelsuppe in Chiang Khan

Dann rufe ich, wie vereinbart, in unserem Hotel an, um uns abholen zu lassen. Meine Gesprächspartnerin kann gut Englisch, aber sicherheitshalber gebe ich mein Telefon dem Nudelsuppenmacher, damit er ihr erklärt, wo wir genau sind. Das klappt super, nach zehn Minuten ist der Fahrer da und weitere zehn Minuten später können wir einchecken.

Kurz aufs Zimmer, die warmen Sachen ausziehen und ab an den Mae Nam Khong, wie der Mekong hier genannt wird. Er ist über 4000 Kilometer lang und damit der zwölftgrößte Fluss der Erde, quert sechs Länder, entspringt in Tibet und mündet in Vietnam ins südchinesische Meer. Und jetzt stehen wir hier und staunen, dass wir hier sind.

Der Mekong bei Chiang Khan

Im Hotel gibt es kostenlose Leihfahrräder, mit denen wir Richtung Zentrum radeln – und werden überrascht von einer sechs Kilometer langen Flusspromenade samt Fahrradspur. Auf der radeln wir gemütlich dahin, direkt am Wasser, auf der anderen Seite des Flusses stets Laos im Blick.

Links Laos, rechts Achim

Hier ist Laos gegenüber

Wir entdecken ein Ausflugsschiff, das eine eineinhalbstündige Flussfahrt zum Sonnenuntergang anbietet. Geht’s noch romantischer? Machen wir.

Sonnenuntergangsfahrt auf dem Mekong

Zurück im Hotel erfährt unsere beste Laune erstmal einen kleinen Dämpfer. Wir sind von unserem Reiseführer hergelockt worden, der schrieb: „Die Straße von Chiang Khan nach Nong Khai folgt fast die ganze Strecke über dem Lauf des Mekong und dieses ist einer der schönsten Trips, den man sich in Thailand gönnen kann.“

Dafür nimmt man den Morgenbus. Im Hotel aber heißt es, diesen Bus gibt es nicht. Man kann, wenn überhaupt, nur mit einem Privatwagen dorthin fahren und der koste umgerechnet 100 Euro. Pah, das ist mal ne Summe. Da müssen wir nun erstmal drüber nachdenken und morgen im Ort selbst nochmal recherchieren.

Was aber gut funktioniert: Achim leiht im Ort einen Scooter für morgen aus, denn wir haben hier in Chiang Khan noch einiges vor.

Unser Scooter für ein oder zwei Tage

Wandern im Nationalpark Phu Ruea

Natürlich sieht heute Morgen alles besser aus, vor allem der Ausblick zum Frühstück.

Theorie und Praxis: theoretisch wären wir ganz früh aufgestanden, mit einem Tuktuk oder ähnlichem bis zum Besucherzentrum des Nationalparks gefahren und von dort in der kühleren Morgenluft die fünf Kilometer auf den Gipfel Phu Ruea (1365 m) gewandert. In der Praxis frühstücken wir gemütlich, starten gegen Zehn, machen uns noch schlau wegen unserer Weiterfahrt morgen, finden kein öffentliches Verkehrsmittel in den Park und laufen die vier Kilometer stattdessen über die Straße dorthin. Zum Glück ist kaum Verkehr, die Straße ist schmal und führt durch den Wald und sehr heiß ist es heute mit 24 Grad auch nicht.

Wir zahlen pro Person 200 Baht, etwa sechs Euro, Eintritt in den Nationalpark und laufen nach dem ersten Besucherzentrum einen schönen Naturpfad durch einen Wald mit Eukalyptus und ganz viel Bambus.

Kurz vor dem zweiten Besucherzentrum gibt es ein Areal mit interessanten Steinen. Hier stoßen wir auf die einzigen Wanderer des Tages außer uns.

Gestartet sind wir auf 600 Höhenmetern, jetzt sind wir schon auf Tausend und es gesellen sich andere Bäume wie der Banyanbaum, die Kiefer und viele, die wir nicht erkennen, dazu.

Nach insgesamt neuneinhalb Kilometern sind wir am Besucherzentrum 2. Zeit für die Mittagspause. Dank der hervorragend Englisch sprechenden Thailänderin am Nachbartisch komme ich zu einem Papayasalat, der mir nicht die Kehle verbrennt sondern lecker nach Limetten, Erdnüssen und eben Papaya schmeckt. Ein paar äußerst aromatische Cocktailtomaten waren auch noch drin.

Jetzt sind es nur noch knappe zwei Kilometer bis zum Gipfel, der selbstverständlich mit einem Buddha bestückt ist, und uns, obwohl es recht diesig ist, weit schauen lässt.

Der Rückweg ist derselbe wie der Hinweg, langsam tun mir die Füße weh und als wir schon etwa zwei Kilometer auf der Asphaltstraße gelaufen sind, hält ein Songthaew, ein Sammeltaxi, an: „Can I help you?“ Ich nicke begeistert, frage, ob er uns mit ins Dorf nimmt und wieviel er dafür möchte. Er nickt, wir dürfen einsteigen. Er schüttelt den Kopf. Geld will er dafür nicht. Sicher weiß er, dass er meine Rettung ist und das sehr gut für sein Karma ist. Tausend Dank für diese zwei Kilometer! Insgesamt sind wir 22 Kilometer und 920 Höhenmeter gelaufen.

Schnell sind wir zuhause, duschen und dann schauen wir nochmal zu unserem Frühstücksspot, wie er im Abendlicht aussieht. So schön!

Morgens auf dem Weg zum Nationalpark waren wir an einem Stand mit Grillhendln vorbeigekommen. Ob der wohl noch auf hat? Hat er und die Hendl sind mindestens so lecker wie auf der Wiesn, garantiert Bio und kosten einen Bruchteil vom Wiesnhendl. Ist ja klar.

Unterwegs in den Nationalpark

Um acht kommt wie versprochen unser Taxi und eine Viertelstunde später sitzen wir vor unserem Frühstück am Bahnhof in Chiang Mai.

Der Zug nach Bangkok steht schon da, so dass wir in Ruhe unsere Plätze finden können. Wir fahren nur ein Stück mit, fünfeinhalb Stunden, bis nach Phitsanulok.

Ob die Schaffner eine Gesangs- oder zumindest eine Sprechausbildung haben? Wenn sich der Zug einer Haltestelle nähert, stellt sich der uniformierte Beamte in die Mitte des Ganges und ruft laut, nahezu singend, den Namen des nahenden Bahnhofs in den Wagon. Mit dieser Stimmkraft kann das nicht jeder.

Der Ablauf in Phitsanulok ist uns vom Hinweg schon vertraut: ein Tuktuk vorm Bahnhof besteigen und zum Busterminal 2, das zehn Kilometer vom Zentrum entfernt ist, bringen lassen. Es ist heiß hier. 32 Grad. Im Zug hatten wir noch unsere warmen Jacken an, weil die Klimaanlage uns tiefkühlen wollte.

Anders als beim letzten Mal, als wir von hier aus nach Sukothai gefahren sind und wir gleich unseren Anschluss bekommen haben, müssen wir heute warten. Lange warten. Dreieinhalb Stunden, bis 18.30 Uhr. Bis zu unserem Ziel, dem Nationalpark Phu Rua, fährt der Bus dann nochmal dreieinhalb Stunden, so dass wir frühestens um zehn in unserer Unterkunft sein werden. Na ja, machen wir es uns erstmal gemütlich.

Zwei Schokoriegel, einen Kaffee, einen Thaitea, zwei Cola, zweimal Reis mit Hühnchen, weiterer Reieseplanung, Zeitung und Roman lesen später, kommt unser Bus. Supermodern, sehr bequem. Gut besetzt. Es wird nun dunkel, so dass wir weitermachen können mit Lesen und Dösen. Für eine bequeme Reise bekommt jetzt jeder sogar noch eine Decke.

Früher als erwartet erreichen wir Phu Rua bereits um kurz nach neun. Den Betreiber unserer Unterkunft hatte ich schon heute Nachmittag über unsere späte Ankunft informiert. Dummerweise finden wir von der Bushaltestelle aus das Resort auch mit Hilfe von Maps nicht. Wir müssen ganz in der Nähe sein, aber ein Hinweisschild entdecken wir nicht. Wohl aber ein paar Leute, die in ihrem Garten sitzen und grillen. Die zeigen uns nicht etwa den Weg (es wird sich bald herausstellen, dass wir 150 m zu weit gegangen sind), sondern rufen im Hotel an. Dort schicken sie einen jungen Mann auf einem Roller los, der uns lotsen soll. Für die kurze Entfernung braucht er ziemlich lange, vielleicht sind wir inzwischen auch nur ungeduldig.

Nachts irgendwo anzukommen, ist meist nicht so gut. So auch hier. Der gemietete Bungalow überzeugt nicht auf Anhieb, zu klein, zu simpel für das Gebuchte. Aber wir setzen uns noch auf unsere Miniterrasse und hören den Grillen zu. Morgen sieht das Ganze vielleicht schon besser aus. Bei Tageslicht und ausgeschlafen.

Ruhetag in Chiang Mai

Heute treibt uns nichts, aber wir haben ein paar Ideen: Massage, Museum für moderne Kunst und Musik im Jazzclub. Mal sehen, was der Tag so bringt. Erstmal frühstücken und ausführlich Zeitung lesen. Das ist auf dem Loop unter den Tisch gefallen. Außerdem müssen wir uns mit der Planung der weiteren Reise beschäftigen. Ab heute ist alles noch ein bisschen vage.

Immerhin bestellen wir für morgen Früh um acht ein Taxi, das uns zum Bahnhof bringen soll, und, noch im Besitz unseres Scooters, fahren wir beim Bahnhof vorbei und kaufen unsere Zugtickets.

12 Kilometer außerhalb der Stadt liegt das 2016 eröffnete MAIIAM, das Museum für zeitgenössische Kunst.

Es beherbergt die Sammlung der Familie Bunnag-Beurdeley, eine Galeristenfamilie aus Paris, die in den 90er Jahren nach Thailand umgesiedelt ist.

Großformatige Werke sind zu sehen, wie zum Beispiel dieses des ortsansässigen Künstlers Navin  Rawanchaikul aus dem Jahr 1971, dessen Gesamtheit aber auch in den Details beeindruckt.

Spannend auch Burmica vom Bangkoker Künstler UBATSAT, das sich in Anlehnung an Picassos Guernica mit den Opfern des Militärputschs in Myanmar beschäftigt.

Es freut uns jedes Mal, wenn uns solche Zufallsfunde wie dieses Museum begegnen.

Als wir danach den Scooter abgeben, sind wir gerührt von der Herzlichkeit der Chefin. Wir waren ja die ersten Kunden in ihrem neuen Geschäft und wir hätten ihr so viel Glück gebracht. Die ganze Woche hat sie ihre Roller bestens verleihen können und die Kunden wären alle so nett gewesen wie wir. Hach, so eine Süße.

Neben unserem Hotel ist ein kleines Massagestudio und zum krönenden Abschluss unserer Rollertour gönne ich mir noch eine einstündige Thai-Massage und werde gedrückt, geknetet, geklopft, gezogen, gedehnt und was nicht alles.

Morgen verlassen wir Chiang Mai (fast sogar schweren Herzens), deshalb gibt es heute Abend natürlich noch einen Programmpunkt: den Jazzclub beim Nordtor. Ina und Jens, die wir, Ihr erinnert Euch, auf dem Loop kennengelernt haben, sind auch da und die Musik wieder vom Feinsten.

Letzter Loop-Tag – zurück nach Chiang Mai

Ich möchte mich korrigieren: neulich schrieb ich, dass der Mae Hong Son-Loop 1864 Kurven hat. Das ist falsch, wie ich jetzt gelernt habe. Diese Zahl bezieht sich auf einen Streckenabschnitt bei Mae Hong Son. Nun weiß ich: es gibt 4088! Das liest man auf T-Shirts, das liest man auf Plakaten.

130 Kurvenkilometer liegen an unserem sechsten und letzten Tag auf dem Loop vor uns. Unser Hotel in Chiang Mai ließ sich heute Morgen dann doch buchen, so dass wir nun frohen Mutes die Rückfahrt antreten. Pai lassen wir ebenso frohen Mutes hinter uns. Zu viele Touristen, zu viele Shops für deren Bedürfnisse. Da haben wir unterwegs viel Schöneres gesehen, allen voran Mae Hong Son.

Weit kommen wir erstmal nicht, denn schon nach wenigen Kilometer halten wir am Pai Canyon an.

Und treiben unseren Adrenalinspiegel in die Höhe.

An den weiteren Sehenswürdigkeiten, die wir uns für heute via Google Maps ausgesucht hatten, fahren wir vorbei. Aus Versehen. Wir verpassen also eine Bambusbrücke und einen Geysir. Eine Bitte an die Mitlesenden, die heute noch in Pai sind: schreibt mir gern hier in die Kommentare, ob der Geysir wirklich ein Geysir ist. So mit großem Blubb.

Wir landen stattdessen in einer Nudelsuppenküche mit Aussicht. Auch fein.

Das Allerbeste aber ist, dass mein Liebster zum Thema Routenplanung zu mir sagt: „In Laos machen wir das besser“. Das ist ein Wort!

Der Verkehr in Richtung Pai ist enorm und wir sind froh, irgendwann die Hauptstraße verlassen und auf einer Nebenstraße weiterfahren zu können. Wir kommen jetzt durch noch kleinere Dörfer mit noch üppigeren buddhistischen Tempeln.

Chiang Mai erreichen wir gegen 16 Uhr, früh genug, um uns unserer verschwitzten, eingestaubten und durch ungeübtes Nudelsuppe mit Stäbchen Essen vollgekleckerten Klamotten zu entledigen und… nein, DAS nicht, darüber schreibe ich nicht, und… sie in der Wãscherei abzugeben.

Am Abend machen wir uns Stadtfein und erkunden ein uns neues Viertel in Chiang Mai. Am Mae Kha-Kanal gibt es eine Flaniermeile mit idyllischer Beleuchtung, Livemusik durch verschiedene Straßenmusikanten, zum Beispiel zwei Chinesen, die Countrymusik spielen. Enthusiastisch. Wir sind etwa zwei Stunden dort, mindestens so lange spielen die beiden.

Es wird allerlei verkauft, Kleider, T-Shirts, Taschen, Spielzeug, teils Handarbeit der Bergvölker.

Wir probieren uns mal wieder an den Essensständen durch und kosten thailändische Kohlrouladen, Satéspieße, gestocktes Ei auf Bananenblatt und Klebreis am Stiel. Zum Nachtisch gibt es sticky rice mit Mango.

Achim macht noch ein paar schöne Fotos, wir kaufen uns noch ein Bier, hören der Musik zu und sind dann müde genug, ins Bett zu gehen.