Heute wollen wir an die Nordsee. Uns den Wind um die Ohren pfeifen lassen. Leider heute auch den Regen.


Auf dem Weg liegt Alkmaar, berühmt für seinen Käsemarkt. Da er heutzutage vor allem für die Touristen da ist, findet die Show nur noch in den Sommermonaten statt. Ob wir da viel verpassen? Im Internet habe ich heute Morgen gelesen, dass der Platz abgesperrt wird, die Zuschauer in Fünferreihen stehen und man von hinten entsprechend wenig sieht.

Die Waage, auf der die großen Käselaibe ausgewogen werden, kann man auf dem Platz auch in der kühlen Jahreszeit besichtigen. Seit 1365 wird hier in Alkmaar Käse gewogen.
Am Markttag geht das Treiben bereits um 7 Uhr morgens los. Unter den wachsamen Augen des Marktmeisters platzieren sogenannte Setter rund 30.000 Kilo Gouda-Käse in langen Reihen auf dem Platz. Pünktlich um 10 Uhr ertönt die Glocke. Dies ist das Zeichen dafür, dass der Käsemarkt beginnt.



Vielleicht würde ich mir das Spektakel doch gern mal anschauen. Alkmaar kommt eh auf die Liste der zu wiederholenden Ausflüge. Denn auch der Bummel durch die Altstadtgassen und entlang der Grachten macht ohne Regenschirm mehr Spaß. Ein andermal. Zu einer wärmeren Jahreszeit.
Wir fahren weiter nach Egmond aan Zee auf einen Campingplatz. Frei stehen ist hier in Holland nicht erlaubt, an der sehr touristischen Küste wohl auch kaum möglich. Stellplätze für WoMos sind ebenfalls eher rar. Wir kochen Kaffee und packen uns wasserdicht ein. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn aktuell ist es trocken. Ab an den Strand.




Ein breites Dünenband begleitet hier den Strand. Just in dem Moment, in dem Achim seine Drohne rausholt, beginnt es zu regnen.

Wir laufen noch etwa eine halbe Stunde durch die Dünen und den Regen, bis wir wieder am Bus sind. Spannend: in den ortsnahen Dünenbereichen gibt es jede Menge Schrebergärten, in denen auf großen Flächen Gemüse angebaut wird. Hier und da bieten die GärtnerInnen den Spaziergängern ihre Waren in hölzernen Buden zum Verkauf an. Davon kann ich leider keine Fotos machen. Der Regen ist mittlerweile zu stark.
Im Camper wird’s jetzt eng mit den nassen Klamotten. Nachdem alles irgendwie aufgehängt ist, machen wir es uns gemütlich. Wenn man im Trockenen sitzt, klingt das Trommeln des Regens auf dem Wagendach sehr heimelig.


















































































































