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Auf den höchsten Berg Thailands

Der Wasserfall Wachiratan ist unser erster Stopp. In breiten Kaskaden fließt das Wasser nach unten.

Mit uns sind etliche, vor allem asiatische Touristen hier, die im Reisebus hergekommen sind.

Wir haben um kurz vor zehn heute Morgen unseren Scooter übernommen. Rasch noch zwei Fotos und schon  rollern wir los.

Die Stadt lassen wir schnell hinter uns und auf Landstraßen fahren wir Richtung Südwesten. Bei 25 Grad reichen Jeans und Pulli aus, der Fahrtwind ist angenehm. Die Straße ist in hervorragendem Zustand und es ist wenig Verkehr. Wir schnurren mit 50 bis 70 kmh dahin. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich bei Achim hinten drauf. Liveberichterstattung quasi. Auch zwischen den Ortschaften stehen Häuser und die Wohnbebauung hält an, bis wir nach knapp zwei Stunden den Nationalpark erreichen.

Wir sind jetzt im Doi Inthanon Nationalpark, der dank seiner gebirgigen Landschaft den  klangvollen Beinamen „Dach von Thailand“ trägt. Hier liegt auch der höchste Berg Thailands, der namensgebende Doi Inthanon mit 2.565 Metern Höhe. Ihn steuern wir als nächstes an.

Aber erstmal ist Mittagspause angesagt. Beim Wasserfall ist es uns zu trubelig und zu teuer, aber ein paar Kilometer weiter finden wir in einem Dorf ein Lokal. Es gibt leckeren Reis mit gebratenem Basilikum und Hühnchen bei idyllischem Ausblick.

Unser Roller hat sich schon auf 1000 Meter hochgeschraubt, Jetzt muss er nochmal ordentlich ran. Wir wollen schließlich hoch auf 2565 Meter.

Gleichmäßig windet sich die recht breite Straße in zahllosen schön zu fahrenden Kurven in die Höhe. Der Scooter schnauft, mal schafft er noch nicht mal die 30 kmh, aber letztlich bringt er uns zuverlässig den Berg hinauf – souverän von meinem Reisepartner gesteuert.

Dann sind wir oben. Wir stehen, so sagt es das Schild, auf dem höchsten Spot in Thailand.

Wir haben trotz des Dunstes einen fantastischen Blick. Zweierlei erstaunt mich sehr: zum einen, dass der Dschungel sich bis hier hoch zieht, zum anderen die Temperatur: es ist 18 Grad warm. Auf 2600 Meter. Ich war davon ausgegangen, dass es auf des Berges Spitze kalt sei und wir unsere Jacken bräuchten. Weit gefehlt.

Nach einer Weile starten wir wieder und lenken den Scooter ein Stück den Berg hinunter. Nach wenigen Kilometern kommt ein Parkplatz und zu Fuß geht es ein kurzes Stück durch den Wald zu zwei Pagoden.

Auch von hier genießen wir einen tollen Blick auf die bergige Landschaft.

Dann wird es spannend für die Beifahrerin. Um nach Mae Chaem zu kommen, wo wir heute Nacht schlafen, müssen wir rechts abbiegen und auf einer erheblich schmaleren und engkurvigeren Straße ins Tal fahren Jetzt gibt es auch mal Kehren und ich Bangbüx klopfe Achim immer mal wieder auf die Schulter, um ihn zu (noch) langsameren Fahren zu animieren.

„Wenn es geht halt mal an!“, bitte ich Achim, als ich rechts einen Blick auf „unseren“ Berg, den Doi Inthanon erspähe. Da oben waren wir! Von hier sieht man sogar die Pagode.

Am Abend frage ich Achim: „Wie war die Fahrt mit dem ungewohnten Scooter und der durchaus herausfordernden Bergstrecke für Dich?“ „Sehr schön! Das Verhalten des Rollers in den engen Kurven ist anders als beim Motorrad. Aber sonst spaßig und easy“.

Als wir von den Pagoden zum Roller gingen, hat er außerdem noch gesagt: „Was bin ich froh, dass ich mit Dir nach Thailand gefahren bin!“ Das wollte ich hören. 😄