Gestern Abend haben wir Fährtickets für unsere Überfahrt nach Stockholm gekauft. Damit treten wir morgen die Heimreise an. Via Göteborg (Tante und Onkel) und Göttingen (Schwiegermama). Heute ist also unser letzter Tag in Finnland. Da haben wir noch einiges vor.
Zuerst mal wieder ins Museum. Mich lockt vor allem die Kombination aus kulturhistorischem und Kunstmuseum hier in Mariehamn, der Hauptstadt der Ålands.

Im geschichtlichen Teil wird die 7500jährige Geschichte der Åland-Inseln nachvollzogen. Von den Jägern der Steinzeit über die Wikinger bis in die Neuzeit zu den Schweden und Russen. Am 9. Juni 1922 trat erstmals das åländische Parlament zusammen.

Im Kunstmuseum gibt es eine kleine Sonderausstellung mit Papierkunst von Juho Könkkölä, der seine komplexen Figuren aus einem Bogen Papier ohne Schneiden und Reißen anfertigt.


Die Dauerausstellung ist heute wegen Umbaus leider geschlossen und wir können nur vom Rand einen Blick erhaschen. Zu schade! Die Werke der hiesigen Künstlerinnen und Künstler hätten uns interessiert.

Am Nachmittag scheint immer noch die Sonne und wir setzen uns noch einmal auf die Räder. Am Südende der Halbinsel, auf der Mariehamn liegt, wollen wir noch einmal aufs Meer gucken.

Das klappt nicht, weil die Grundstücke dort alle privat sind. Aber zu Fuß kommen wir über einen Wanderweg hin.


Der Einfachheit halber schlafen wir heute Nacht auf der Uferpromenade in Mariehamn. Dann haben wir es morgen nicht weit zum Hafen.
Fünf Wochen Finnland. Ein Land zum Wiederkommen. Vielleicht auch mal zu einer anderen Jahreszeit. Im Sommer, um die traumhaften Seen noch besser nützen zu können, Schwimmen, Boot fahren. Falls einen die Mücken dabei nicht aufessen. Im Winter wegen der Nordlichter, der nicht endenden Dunkelheit, des Schnees. Oder ein paar Wochen früher, um die Zugvögel noch mitzuerleben.
Diesmal war der Herbst für uns prima. Wir wollten die Ruska erleben. Haben wir.

Wir wollten Nordlichter sehen. Haben wir. Wenn auch leider nur mit Hilfe der Kamera.

Wir wollten das Land der tausend Seen durchstreifen und haben auf 5000 Kilometern vieles gesehen. Dabei hatten wir so ein Glück mit dem Wetter. Ganz wenige graue und regnerische Tage bloß.
Sicher ist: Wir hatten noch auf keiner Reise so viele traumhafte Übernachtungsplätze wie hier. Was teilweise auch an der Nachsaison lag. Perfekt.

Außerdem haben wir nirgendwo anders dieses Angebot an Feuerstellen und Grillplätzen erlebt. Beim Wandern für die Brotzeit Grillwürste und Senf einpacken. Wo gibt’s denn so was? Hier.

Spannend auch: Die immer gleiche Mischung aus Wald und Seen war uns nie langweilig. Denn sie wirkte immer wieder anders und neu. Was für ein Land! Was für ein Glück, dass wir das erleben durften.

Für diese Reise ist dies der letzte Blogbeitrag. Wenn es hier weitergeht, sind wir in komplett anderer Richtung unterwegs. Ohne Bus! Bleibt dran und danke fürs Mitlesen und Mitreisen!


















































































