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Ein Tag im Bus

Der Wecker klingelt um 5:45. Ungefrühstückt steigen wir direkt am Camping Reykjavik in den modernen Reisebus. Der Busfahrer begrüßt uns und fängt nahtlos mit dem Sprachkurs an : die Silbe LAU wird im Isländischen LÖJ ausgesprochen. Also fahren wir heute nicht nach Landmannalaugar sondern nach Landmannalöjgar. Umstieg in den Überlandbus Nach kurzweiligen 15 Minuten stoppen […]

Ein Tag im Bus

Der Vulkan lebt

Vor dem Lavafeld

Am 19. März 2021 um 20.45 Uhr kam die Nachricht: „Eldgos!“ Vulkanausbruch! Im Krysivik-Vulkangebiet, rund 30 km südwestlich von Reykjavik, war es zu einer Eruption gekommen. Das erste Mal seit 800 Jahren. Da weder Menschen noch deren Hab und Gut bedroht waren und auch jetzt noch nicht sind, ist dieser Vulkanausbruch (bisher jedenfalls) eine reine Freude für die Wissenschaft, die Einheimischen und die Touristen. Tausende zog es in den letzten Monaten dorthin auf der Suche nach spektakulären Anblicken. Heute machen auch wir uns auf den Weg. Allerdings ist es nebelig und es nieselt. Egal, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ein Geh- und Radweg durchs alte Lavafeld

Schon auf dem Weg dorthin – wir nehmen die Schnellstraße vorbei am Flughafen – queren wir ein riesiges Lavagebiet, das aber vor langer, langer Zeit entstanden ist.

Etwa zehn Kilometer hinter dem kleinen Örtchen Grindavik entdecken wir linkerhand den großen, ziemlich vollen Parkplatz. Der Regen lässt auch langsam nach und wir packen uns warm ein und ziehen los.

Interessant zu beobachten, wie geschäftstüchtig manche Menschen sind: der Bauer, auf dessen Grund wir parken, verlangt eine Gebühr von 1000 Kronen (etwa 7 Euro), eine Würstchenbude ist da und eine Tafel wirbt für ein Restaurant im benachbarten Ort.

Nach etwa einem Kilometer stehen wir vor den Ausläufern der Lava, die in den letzten Monaten hierher geflossen ist. Sie ist erstarrt, aber in den letzten Tagen gab es im Internet viele Warnhinweise, dass dies nicht bedeute, dass sie auch völlig erkaltet sei. Betreten sei gefährlich, da man einbrechen könne und die Kerntemperatur mindestens 1000 Grad beträgt.

Das riesige frische Lavafeld im Nátthagital zieht viele Schaulustige an.

Wir wandern ein Stündchen am Rande des Lavafelds entlang und bestaunen dieses weitere Naturwunder, das wir hier in Island erleben dürfen.

Die Hoffnung, vom Aussichtspunkt auf dem Berg neben uns etwas vom Krater selbst zu sehen, haben wir inzwischen aufgegeben. Viel zu nebelig. Die Experten bestätigen dies:

Wir trösten uns damit, dass auf dem Rückweg noch ein paar schöne Spots auf uns warten, z. B. der Graenavatn, der Grüne See, an dem Achim endlich mal wieder seine Drohne steigen lässt.

Der Graenavatn ©Joachim Zimmermann

Hier kochen wir uns auch einen Kaffee und machen Brotzeit.

Nur wenige Kilometer später halten wir wieder an. Links der Straße steigen Dämpfe auf – wir sind im Hochtemperaturgebiet Krýsuvik, ein farbenfrohes Solfatarenfeld bietet ein großartiges Schauspiel: Schwefeldämpfe steigen auf, es blubbert aus heißen Quellen und Schlammlöchern. Obwohl es hier sehr nach faulen Eiern stinkt, machen wir einen Rundgang auf den sehr schön angelegten Holzstegen, die quer durch die außergewöhnliche Landschaft führen.

Einen ruhigen Abschluss findet dieser Ausflug am Kleifarvatn, einem verzauberten See, umgeben von schwarzen Bergen. Hier, ich bin mir recht sicher, hier müssen Elfen und Trolle wohnen.

Wie verzaubert: der Kleifarvatn

PS: So sah es gestern Nacht am Vulkan aus! Tja.

Ein Spaziergang durch Reykjavik

Diesen schönen Bericht samt toller Bilder von Achim reblogge ich doch sehr gerne:

Unser zweiter Tag in der Hauptstadt. Gestern hat Eva berichtet, heute erzähle ich von unserem Spaziergang. Als ich aufwache, ist Eva schon unterwegs. Eines der Freibäder der Stadt ist gleich nebenan, der Eintritt in der Reykjavik card inkludiert. Begeistert erzählt sie beim Frühstück vom Schwimmen und von den fünf Hotpots, für die ich mich auch […]

Ein Spaziergang durch Reykjavik

Kontrastprogramm: In der nördlichsten Hauptstadt der Welt

Vor Reykjaviks Skyline bei freundlichen 13 Grad

Die höchste hier jemals gemessene Temperatur im Sommer ist 25,7 Grad. Davon sind wir heute mit 13 Grad weit entfernt, dennoch fühlt es sich nach dem Frühstück auf dem Campingplatz in Reykjavik so warm an, dass ich das erste Mal kurzärmelig losgehe. Dass hier im Winter die Gehwege beheizt werden, spürt man bei diesen sommerlichen Temperaturen natürlich auch nicht.

Wir freuen uns auf das Kontrastprogramm, das uns heute und morgen hier in der Hauptstadt erwartet – nach so viel atemberaubender Natur gibt es jetzt mal wieder Architektur und Kultur.

Open Air-Fotoausstellung über die arktische Natur

Zu Fuß laufen wir in die Stadt, immer am Meer lang, und stoßen bald auf eine Fotoausstellung im Freien, die die Siegerfotos eines Wettbewerbs zum Thema „Arktische Schönheiten“ zeigt.

Diese Skulptur von Jón Gunnar Amason heißt Solfar (Sonnenfahrt) und stellt ein Wikingerschiff dar. Es gehört zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Das ist seltsam, denn gleich nebenan liegt Harpa, das 2011 neu eröffnete Konzerthaus, das doch mindestens ebenso fotogen ist, oder?

Konzerthaus Harpa

Wir möchten uns eine Reykjavik-Card kaufen, mit der man in Museen und Schwimmbäder gehen und Bus fahren kann. Es soll sie in der Touristen-Information geben, aber diese ist unauffindbar (trotz papiernem und digitalem Stadtplan). Ein junger Mann fragt uns auf Englisch, ob er uns helfen kann. Die Touristeninformationen sind wegen Corona und den wenigen Reisenden alle noch geschlossen, aber die von uns erwünschte Reykjavik-Card gebe es bei ihm im Museum. Einfach mitkommen,erklärt er uns mittlerweile auf Deutsch, denn er stammt aus Hanau und lebt seit 13 Jahren hier.

So landen wir im Reykjavik Art Museum und schauen uns eine Gemeinschaftsausstellung von 14 jungen KünstlerInnen der aktuellen lokalen Szene an.

Gleich gegenüber sind Stadtbibliothek und, im fünften Stock, das Fotografiemuseum. Durch die vielen spannenden Bildern des Fotografen Sigurhar Vignir, der zwischen 1917 und 1964 vor allem in Reykjavik gearbeitet hat, erfahren wir, dass früher einiges für die Gesundheit der Kinder getan wurde: der Lehrer flößte jedem Kind in der Schule Lebertran ein und es gab Sonnenbanken, durch die sie das notwendige Vitamin D bekommen sollten.

Lichttherapie für Kinder
Foto von Sigurhar Vignir

Viel Kunst macht hungrig. Zwei isländische Hotdogs und eine Portion Pommes später können wir gestärkt unseren Stadtbummel fortsetzen.

Portion Pommes. 6 Euro. Ist ja aber auch ziemlich groß.

Reykjavik hat nur etwa 200 000 Einwohner und zeigt sich uns recht gemütlich mit bunten Holzhäuser, kleinen Straßen, einem See im Zentrum. Alles lädt  zum gemütlichen Flanieren ein.

Am Stadtsee Tjörnin
Bunte Altstadthäuser

Aber wenn man weitergeht, stößt man natürlich auch auf andere Bebauung.

Der Hallgrimskirkja können wir aufs Dach steigen und erhaschen so auch noch einen Blick von oben auf die Stadt.

Die Hallgrimskirkja

Die Hallgrimskirkja wurde von 1947 bis 1974 gebaut. Erheblich kürzer, nämlich lediglich drei Jahre, war die Bauzeit für „Perlan“ (Perle), ein Multifunktionsgebäude auf dem 60 m hohen Hügel Öskjuhlið. Wir dürfen ja umsonst Bus fahren, also los. Mit dem 18er geht’s in südliche Richtung, schon nach zehn Minuten sind wir am Ziel.

Von hier oben wird die gesamte Stadt mit Wärme versorgt. Perlan ist nämlich ein riesiger Warmwasserspeicher. Fünf Wassertanks, die insgesamt 20 Mio Liter heißes Wasser bevorraten, stehen hier oben in stylischem Ambiente. Wir schlendern durch das Museum der Naturwunder Islands mit unseren heiß geliebten Papageientauchern (die wir hoffentlich auf dieser Reise noch in echt sehen werden), einem künstlichen Gletscher samt Eishöhle und einem Film über die Nordlichter.

Papageientaucher/Puffin/Lundi
In der Eishöhle auf einem Eissessel
Nordlichter

In einem der nächsten Winter kommen wir wieder, denn Nordlichter möchten wir so gerne einmal in natura sehen.

Inzwischen ist es 20 Uhr geworden, der Bus ist gerade weg und wir machen uns zu Fuß auf den Weg. Wie war das nochmal mit kurzärmelig? Es hat zwar immer noch 13 Grad, aber die fühlen sich jetzt ganz anders an als heute Vormittag.

Gut eingemummelt am Abend. Vor der Moschee.

Zwei Geheimtipps

Direkt an der Hauptstraße, die die Sehenswürdigkeiten im so genannten Golden Circle auf Island verbindet, gibt es einen kleinen Parkplatz. Das ist ja noch nichts außergewöhnliches. Er ist aber nicht als Parkplatz ausgeschildert (weil Privatgrund) und es steht auch kein Schild Bruarfoss da. Wir wissen aber aus unserem Reiseführer, daß die 7km-Wanderung hier sich lohnt. […]

Zwei Geheimtipps

Am Sonntag will mein Süßer mit mir baden geh’n…

Badefreuden:
Bei 38 Grad geht auch Achim ins Wasser

… und zwar in der Secret Lagoon im kleinen Örtchen Flúðir. Mittag um 12 Uhr lassen wir uns im heißen Wasser des ältesten Bads Islands treiben. Die Szenerie ähnelt der gestrigen: ohne großes Brimborium ist hier ein Badebecken mitten in der Landschaft. Schlicht aber ergreifend. Die dazugehörigen Facilities sind einfach und zweckdienlich. Der Eintritt mit 3000 ISK (ca. 20 Euro) pro Person allerdings recht gehoben.

Etliche heiße, blubbernde Quellen mit bis zu 100 Grad heißem Wasser speisen das Bad, welches bereits 1891 erbaut wurde.

Eineinhalb Stunden lang genießen wir die Badefreuden. Ehe wir vollends aufweichen, beschließen wir weiterzufahren.

Inzwischen sind wir auf dem Golden Circle, so heißt die beliebte Route in der Nähe von Reykjavik mit einigen Top-Attraktionen.

Eine davon steuern wir jetzt an – baden gehen will hier keiner.

Der Gullfoss, der goldene Wasserfall

Der Gullfoss, der goldene Wasserfall, ist der Namensgeber des Golden Circle. In zwei fast rechtwinklig zueinander stehenden Stufen rauscht das Wasser spektakulär den Berg hinunter.

Im heutigen Licht überwiegen Weiß- und Grautöne. Woher wohl der Name Goldener Wasserfall kommt? Womöglich erscheint das Wasser bei Sonnenschein morgens oder abends gülden? Vielleicht stimmt ja aber auch die Geschichte auf der Infotafel, nach der der Bauer Gýgur keine Lust hatte, irgendjemandem sein Vermögen zu vererben. Deshalb nahm er all sein Gold und warf es in den Wasserfall.

Eine weitere interessante Geschichte weiß unser Reiseführer (Jutta und Alexander Ramin: „Mit dem Wohnmobil nach Island“): „Um 1920 herum sollte der Wasserfall zugunsten eines Kraftwerks weichen, eine englische Gesellschaft hatte das Land um den Wasserfall gepachtet. Sigríður Tómasdottir protestierte dagegen mit einem Barfußmarsch nach Reykjavik und drohte, sich in den Wasserfall zu stürzen. Daraufhin wurde der Vertrag gekündigt und der Wasserfall ging zurück an den isländischen Staat. Der Gullfoss ist seit 1978 Naturschutzgebiet. Sigriður Tómasdottir gilt als erste Umweltaktivistin Islands.

Rettete den Gullfoss: Sigurður Tómasdottir

Auch das dritte und für heute letzte Highlight des Tages ist wässrig. Und heiß. Der Geysir. DER Geysir, der allen Geysiren ihren Namen gab. Die Mutter aller Geysire quasi ist die älteste Wassersprudlerin und wurde bereits im 13. Jahrhundert beschrieben.

Allerdings mag er irgendwie nicht mehr so recht und bricht nur noch sehr selten aus. Vor über 20 Jahren zeigte er zuletzt, was er drauf hat: 122 Meter schmiss er sein Wasser in die Höhe. Damit ist er der größte Geysir der Welt.

Der größte Geysir der Welt – wenn er denn mal was täte

Aber so haben wir nicht viel von ihm. Er qualmt und stinkt ein bisschen vor sich hin. Noch nicht mal als Hotpot ist er zu gebrauchen. Zu heiß und zu unsicher – man hat ja keine Garantie, dass er nicht gerade ausbricht, wenn man entspannt in ihm rumliegt.

Eine Garantie für ganz regelmäßige Ausbrüche bietet aber die kleine Schwester nebenan, Strokkur genannt. Sie bricht alle fünf bis zehn Minuten aus, spuckt ihr heißes Wasser etwa 30 Meter in die Luft und sorgt so für ein ordentliches Spektakel.

Die kleine Schwester vom großen Geysir tut zuverlässig ihre Arbeit

Wir nächtigen gleich nebenan und weil es hier ja nicht dunkel wird, können wir nach dem Abendessen oder vor dem Frühstück Strokkur einen Besuch abstatten und uns von ihrem Wumm erschrecken lassen. Selbst wenn man weiß, gleich passiert es, zuckt man im Moment der Eruption unweigerlich zusammen.

Von Vik nach Hamragarđar sind es nur 70 Kilometer

Der Morgen zeigt sich recht freundlich, eine deutliche Verbesserung auf jeden Fall zu gestern, das hat Eva in ihrem gestrigen Blog schön beschrieben. Wir frühstücken schön ausführlich, packen zusammen (das geht ja erfreulich schnell 😊) und los geht’s. Die Kirche von Vik Kaum sind wir 5 Kilometer gefahren – nämlich einmal um den großen Felsen […]

Von Vik nach Hamragarđar sind es nur 70 Kilometer

Sturmwarnung

Island kann auch Sommer

Es traf uns gestern Abend aus heiterem Himmel: eine Sturmwarnung für unsere Route nach Vik: Starke Winde mit orkanartigen Böen seien zu erwarten. Die Website Safertravel.Is schrieb: „Schlechte Fahrbedingungen für Wohnmobile und Wohnanhänger. Bitte passen Sie Ihre Reisepläne an.“ Was tun? Wir beschließen, früh aufzubrechen, da der Sturm erst gegen eins losgehen soll, und es bis Vik nur 110 Kilometer sind.

Die gestrige Sturmwarnung hängt heute wie ein Damoklesschwert über uns. Als ich wach werde, lugt sogar die Sonne noch hervor und kein Lüftchen regt sich. Trotzdem wecke ich Achim um halb acht und bereite nur ein kleines Müslifrühstück zu. Um neun sind wir dann tatsächlich unterwegs.

Fünf Minuten später schon der erste Stop. Ein völlig deformiertes Brückenteil erzählt von einer interessanten Geschichte: 1974 wurde hier durch eine 900 m lange Brücke die Ringstraße fertiggestellt, so dass man die Insel nun einmal umrunden konnte. 1996 brach der Vulkan Grímsvötn aus. Er liegt unter dem uns seit zwei Tagen begleitenden Gletscher Vatnajökull. Durch die mächtige Eruption kam es zu einem Gletscherlauf von über 50 000 cbm/sec und riesige Eisblöcke von bis zu 2000 t wurden in die Ebene geschwemmt. Die Brücke wurde dabei komplett zerstört. Zur Erinnerung wird hier ein Teil der Brücke gezeigt.

Ein Brückenteil zur Unkenntlichkeit verbogen
Die 1974 neu errichtete Brücke
1996 zerstört

Wir queren jetzt eine besondere Landschaft, eine endlose Schotterebene, die sich hier über eine Breite von 50 km und eine Länge von etwa 25 km ausdehnt. Ein solcher Sander entsteht, wenn sich Gletscherschmelzbäche in der Ebene verbreitern und ihr mitgeführtes Material ablagern.

Im Skeiðaràrsandur, dem größten Sander Islands

Bei der Weiterfahrt beobachte ich den Himmel und die Uhrzeit. Es scheint noch alles im grünen Bereich zu sein. Also biegen wir von der Hauptstraße ab und folgen zwei Kilometer der Piste bis zum Canyon Fjaðrárgljúfur. Ein kurzer Spaziergang führt uns zu den Klippen.

Bis zum heutigen Tagesziel sind es nun noch etwa 50 Kilometer. Es windet jetzt ein bisschen, aber nicht wirklich der Rede wert.

Wieder durchfahren wir ein Gebiet, das uns sehr deutlich die Naturgewalten vor Augen führt: der Eldraun (dt.: Feuerlava) ist das drittgrößte zusammenhängende Lavagebiet der Erde (ca. 600 qkm).

Lava so weit das Auge reicht

Bei einem Vulkanausbruch 1783/1784 wurden weite Teile Islands verwüstet. Die große Aschenmenge hatte Auswirkungen auf das Klima in ganz Europa. Missernten und Hungersnöte seien die Folge gewesen.

Außer Moos konnten sich hier offenbar über hunderte von Jahren keine anderen Pflanzen ansiedeln. Ein bizarrer Anblick.

Mit Moos bewachsene Lava

Der Himmel hat sich nun zugezogen. Es ist kurz vor eins und nicht mehr weit nach Vik. Ohne Regen und Wind erreichen wir den dortigen Supermarkt und kaufen wieder für mehrere Tage ein: Bananen, Rosenkohl, Kartoffeln, Skyr, Leichtbier und gaaaanz viele Kekse, damit mein lieber Achim nicht darben muss.

Der Campingplatz ist gleich nebenan und wir kochen erstmal Kaffee und lassen die vielen verschiedenen Eindrücke sacken.

Auf dem C-platz in Vik: sturmfreie Bude

Nach einer Weile mummeln wir uns warm und regenfest ein und machen uns auf den Weg zum Strand. Es nieselt jetzt, aber wir wollen uns noch etwas bewegen.

Der Sand ist tief schwarz, der Nordatlantik recht ruhig und der Wind verhalten. Gut, dass der Wetterbericht einmal mehr unrecht hatte. Hauptsache er hat morgen wieder recht, da ist Sonne angesagt.

Ein Tag zwischen Eisbergen und Gletscher

Wahrscheinlich haben wir noch nie an einem derart außergewöhnlichen Ort „Strammen Max“ gegessen. Während in der Pfanne die Spiegeleier brutzeln, schwimmen draußen die Eisberge vorbei.

Mittagessen mit Eisberg

Wir sind an einem der schönsten Naturwunder Islands, dem Jökulsárlón. Der Gletscher kalbt, sprich kleine und große Eisblöcke brechen von ihm ab und plumpsen in den See. Dort treiben sie herum, bis sie schmelzen. Malerisch liegen sie ganz in der Nähe vom Parkplatz herum und locken die Menschen zu Hauf an. Dieses Jahr, noch im Zeichen der Pandemie, hält sich die Zahl der Zuschauenden allerdings in Grenzen.

Noch beeindruckender ist es, wenn man mit dem Boot hinausfährt. Wir kaufen uns Tickets für ein altes Amphibienfahrzeug, das von der amerikanischen Marine gebaut wurde, wie uns an Bord erzählt wird.

Wir sind hin und weg von den vielfältigen Formen und Farben der Eisberge. Noch nie zuvor habe ich dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe beobachten dürfen. Und dann dieses Wetter dazu: Sonne, blauer Himmel, Windstille. Genuss pur.

Später am Nachmittag wechseln wir hinüber auf die andere Straßenseite und fotografieren am Diamantenstrand weiter. Kleine Eisbrocken werden aus der Lagune ins Meer getrieben und teilweise zurück an den – hier schwarzen – Strand getrieben. Dort funkeln sie in der Sonne wie Diamanten.

Ein Tag zwischen Gletscher und Eisbergen – magisches Island.

Vom Hochland ans Meer

Hier Achims Eindrücke unserer vergangenen zwei Reisetage:

„Vielleicht kommt ja auch die Sonne noch mal raus – Sie wird erst um 0 Uhr untergehen“ schrieb Eva im letzten Blog über unseren Tag im Hochland. Und tatsächlich … kurz nach 22 Uhr scheint die Sonne . Wir haben dann spontan noch die kleine Wanderrunde über 5 km gemacht. Sehr schön. Am nächsten Morgen […]

Vom Hochland ans Meer