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Fünf Kilometer hin, fünf Kilometer her

Auf dem Parkplatz beim Kloster Chorin

Große Sprünge machen wir nicht in diesen Tagen. Nach drei Tagen auf dem Parkplatz beim Kloster Chorin, wo wir entspannt und ungestört stehen konnten (und uns die Nachtigall am Abend ein Konzert gab!), zogen wir fünf Kilometer weiter auf den Ökohof Engler im Choriner Ortsteil Serwester. Achim hatte herausgefunden, dass man hier sein Abwasser loswerden und frisches Wasser tanken kann. Überraschenderweise erhielten wir das Angebot, im Garten zu campen, das wir sehr gerne annahmen. Hübsch haben sie es hier, die Englers.

Auf dem Ökohof Engler

Zum Mittagessen leisteten uns zwei Kraniche auf dem übernächsten Feld und ein Grünspecht, gleich nebenan, Gesellschaft. Ringsum Felder, Hühner, ein schöner Garten und ein Leinegänsepaar (für Achim als Göttinger besonders interessant). Wir beschließen, zwei Nächte zu bleiben und genießen das Idyll, die Sonne und die 28 Grad. Am Nachmittag machen wir uns zu einer kleinen Radtour nach Angermünde auf.

Am Mündesee

Am Abend kündigt der Regenbogen leider den erwarteten Wetterwechsel an.

Abschied von den ersten heißen Tagen

Wir sitzen gerade gemütlich beim Frühstück vor dem Bus (bei frischem Wind und 13 Grad), als Conny Engler uns die nicht so gute Nachricht überbringt, dass wir leider nicht mehr bleiben können (Buchungsfehler und so). Also packen wir und ziehen fünf Kilometer zurück. Wohin? Na, auf den Parkplatz beim Kloster Chorin. Dieses näher zu erkunden, steht nämlich für heute auf dem Programm.

Ganz unverhofft kommen wir in den Genuss einer Ausstellung des Kasseler Malers Martin Fuchs, der sich intensiv mit dem Kloster Chorin befasst hat.

Eine weitere kleine Ausstellung zeigt Fotos, die PilgerInnen geschickt haben und uns zu einer eigenen Pilgerreise animieren sollen.

Draußen im Park stehen „sprechende“ Bänke, die uns über die Geschichte des ehemaligen Zisterzienserklosters und den Anteil, den Karl Friedrich Schinkel an seinem Erhalt hatte, informieren.

Obwohl das Ensemble eine Ruine ist, ist es nicht ruinös. Hier werden (wenn es keine Pandemie gibt) Konzerte gegeben, Vorträge gehalten und Ausstellungen organisiert.

Am Nachmittag setzen wir uns auf die Räder und fahren zum 14 Kilometer entfernten Werbelliner See.

Fast die gesamte Strecke führt durch Buchenwälder, mal auf schönen Waldwegen, mehr auf Kopfsteinpflaster oder Sand.

Ab und zu muss der Wald auch mal aufgeräumt werden. Als wir den See erreichen, haben wir Kaffeedurst. Oder Würstchenlust. Auf jeden Fall den Wunsch, irgendwo nett einzukehren. Zwei Frauen mit einer Wurstsemmel in der Hand kommen uns entgegen. „Wo haben Sie die denn her?“, fragen wir gierig. „Hier hoch, am Ende rechts steht ein Imbisswagen“, erfahren wir.

Nichts wie hin. Den kulinarischen Höhepunkt des Nachmittags bilden zwei Knacker und zwei Kaffee. Wir dürfen hinter dem Wagen Platz nehmen (da sieht uns keiner) und bekommen als Nachtisch noch zwei Stück Erdbeertorte geschenkt. „Da hat einer für gestern ne ganze Torte bestellt und nicht abgeholt. Alleine essen kann ich die auch nicht“.