Salz , Kapern und Wein

Unsere vierte und letzte Insel ist Salina, die Insel der Kapern, des Salzes und auch des Weines. Salz wurde hier zu früheren Zeiten gewonnen, die Kapern wachsen wie Unkraut und werden zu allem möglichen verwendet. Jedes Gericht, das auf -eolia (äolisch, die liparischen Inseln heißen ja auch äolische Inseln) endet, enthält die schmackhaften kleinen Knospen. Da ist man hier nicht wählerisch. Sie landen im Salat genauso wie auf der Pizza, den Panini oder dem Pane Cunzato, einer weiteren sizilianischen Spezialität, die ein bisschen was von einer kalten Pizza hat. Der üppige (kalte) Belag kann aber auch ohne Brot gefuttert werden – dann hat man quasi einen ganz köstlichen Salat.

Außerdem wird auf Salina Wein angebaut. Bekannt und beliebt ist der Malvasia, den es u.a. als Dessertwein gibt.

Und dann hat Salina noch zwei Berge, den Monte Fossa und den Monte dei Porri. Eigentlich wollten wir beide besteigen, doch nach den 900 Höhenmetern auf steilen, schmalen Pfaden auf den Monte Fossa, beschließen wir, dass sein Zwilling auch gut ohne uns auskommen kann.

Auch wenn die Tour sehr anstrengend war, genießen wir insbesondere die schönen Ausblicke unterwegs und die Pflanzenpracht wie Mimosenbäume, Zylinderputzer oder den exotischen Zistrosenwürger (Danke, liebe Astrid, fürs Ausfindigmachen dieses Namens!).

DER Spruch dieser Reise ist übrigens: „Gut, dass nicht August ist!“ Zumeist bezogen auf die Temperaturen beim Wandern. Auch auf den Monte Fossa will man nicht wirklich bei 30 Grad oder mehr. Da sind schon die aktuellen 20 Grad schweißtreibend genug.

Unser letzter Inseltag soll also ganz entspannt vonstatten gehen. Ausschlafen, frühstücken, Geschenke kaufen und ansonsten faulenzen.

Ich werde bereits um kurz vor sechs wach. Wunderbare Gelegenheit, den Sonnenaufgang über dem Meer zu bewundern.

Dann nochmal ins Bett krabbeln ist herrlich. Nach dem Frühstück erstehen wir Inselspezialitäten wie Kapern, Malvasia und Limoncello und entscheiden uns, doch noch eine kleine Wanderung zu den Höhlen der Sarazenen zu machen.

Am Nachmittag wage ich noch einen kurzen Sprung ins Meer, gar nicht so kalt wie erwartet und für den Rest des Tages im Liegestuhl gefaulenzt. Meraviglioso!

Ein Gedanke zu „Salz , Kapern und Wein

  1. Avatar von Brigitte DeutschmannBrigitte Deutschmann

    Ich kenne die Kapern von Santorin…weiße Blüten und dann die Kapern.Habe die Pflanzen heute sogar bei einem Gärtner gesehen.war sehr erstaunt-Also Meer hüpfen jetzt schon….das ist mutig.!Liebe Grüsse vom Apfelblütendorf in Weiz,Brigitte

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