
Drei Ausstellungen sind ein gutes Pensum für einen warmen sonnigen Septembertag.
Zwei interessante Fotoausstellungen finde ich im Willy-Brandt-Haus.

2009 schlug die Entdeckung von Vivian Maiers Werk hohe Wellen und begeisterte die Fotoszene und die Öffentlichkeit gleichermaßen. Vermutlich hat sie niemandem ihre mehr als 150 000 Bilder jemals gezeigt. Posthum und fast über Nacht wurde Vivian Maier zu einer bedeutenden amerikanischen Fotografin des 20. Jahrhunderts.



Die polnische Fotografin Bernice Kolko war eine enge Freundin Frida Kahlos und konnte einige sehr persönliche Aufnahmen der mexikanischen Malerin machen.

Doch auch das Leben, der Alltag in Mexiko faszinierten die Fotografin, deren Bilder „Die Gesichter Mexikos“ zeigen.


Exkurs: Ich bin ein Berliner oder Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten

Geht man zu Fuß vom Willy-Brandt-Haus zum Brandenburger Tor, kommt man an Asisis 900 qm großen Panoramabild „Die Mauer“ beim Checkpoint Charlie vorbei. Wir haben schon verschiedene Panoramen dieses Künstlers besucht und jedesmal bin ich fasziniert, wie es ihm gelingt, einen in die jeweilige Szene hinein zu ziehen, einem das Gefühl zu geben, Zeit und Raum gewechselt zu haben. Wenn Ulbricht und Kennedy ihre berühmten Sätze sagen und man ist in Yadegar Asisis Panoramabild eingetaucht, fühlt man sich um Jahrzehnte zurückversetzt.

Auch die Bilder der dritten Ausstellung blieben lange im Verborgenen.
Im Keller der Akademie am Pariser Platz gibt es „begrabene“ Bilder. Sie wurden in den Kellerräumen der Akademie der Künste 1957 und 1958 als Dekoration für Faschingsfeste von Meisterschülern der Deutschen Akademie der Künste gemalt und sind Zeugnisse einer jungen Opposition der Ostberliner Malerei. Ihre Werke wurden als elitär, realitätsfern und abseitig kritisiert. Sie passten nicht zum realen Sozialismus im Arbeiter – und Bauernstaat.
Erstmals können diese Wandmalereien jetzt anlässlich der Berlin Art Week besichtigt werden.





Das hast du tolle Ausstellungen gesehen, wunderbar. Da wäre ich gern dabeigewsen. Mein Blog folgt -äh- später
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