Leeuwarden: Kunst, schiefer Turm und Coffeeshop

Gemeinsam mit Valetta, der maltesischen Hauptstadt, ist Leeuwarden, die Hauptstadt Frieslands, heuer europäische Kulturhauptstadt. Der niederländische Stadt entstammen zwei berühmte Persönlichkeiten: Der Künstler und Grafiker M.C. Escher und die Tänzerin und Spionin Mata Hari. Wahrzeichen der Stadt ist der schiefe Turm, Oldehove.

Das Programm und die kulturellen Aktionen wurden von Leeuwarden gemeinsam mit der Provinz Friesland unter dem Kürzel LF2018 ausgerichtet und erstreckten sich über die ganze Provinz. In den elf friesischen Städten wurden elf Brunnen aufgestellt und etliche Großveranstaltungen durchgeführt. Leeuwarden selbst konzentrierte sich unter dem Titel „Lân fan taal“ (Land der Sprache) auf das Thema Sprache: Ein Pavillon gegenüber dem Oldehove demonstrierte die Vielzahl der gesprochenen Sprachen.

Für die Ausstellungen über Mata Hari und Escher waren wir leider zu spät. Überhaupt war es an diesem sonnigen aber eisigen Sonntagmittag recht beschaulich im Ort, der im Sommer von großen Scharen Kunstsinniger besucht wurde.

Wir fanden immerhin noch hübsche kunstsinnige Kartoffeln.

Zur Kaffeepause führt uns Freund Uli in einen Coffeeshop. Hier bekommt man neben Cannabis auch ganz normalen Kaffee und leckeren Käsekuchen. Ich hätte gern noch einen Muffin, werde aber gleich vom netten Barista drauf hingewiesen, dass die „nicht clean“ seien. Er hat uns gleich angesehen, dass wir nicht zu seinem “ normalen“ Klientel gehören. Nur Neugierige, die mal gucken wollen. Aber wir scheinen nicht zu stören. Im Gegenteil. Kaum hatten wir unseren Kuchen verputzt, als der freundliche junge Mann, der am Anfang schon als Dolmetscher behilflich war, an unseren Tisch kommt und uns eine große Tüte mit Printen anbietet. Er hat mit Freunden zusammen die Marke „Belhamels“ (Rädelsführer) geschaffen und verkauft sie jetzt in Cafés und Geschäften (Später werden wir sie im Café des naturkundlichen Museums entdecken). Uns bittet er, sie zu probieren und zu bewerten. Was wir gern tun und unser einhelliges Urteil: „Köstlich!“

Weitere fünf Minuten später taucht der Kellner auf, grinst, und hält uns einen Joint vor die Nase. Der sei ihm zu klein geraten, so könne er den nicht verkaufen und er wolle ihn uns schenken.

Was man hier so alles geschenkt bekommt!

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