In froher Erwartung

Gerade wird der Flug nach Casablanca aufgerufen. Da kommen schöne Erinnerungen hoch. Ich muss mich aber noch eine dreiviertel Stunde gedulden. Dann erst wird mein Flug nach Kathmandu startklar sein.

20190217_171134

Also kaufe ich mir ein Bier und warte. Da ich bereits online von Zuhause aus eingecheckt hatte, ging am Turkish Airlines Schalter heute alles sehr schnell. Und auch bei der Sicherheitskontrolle war ich rasch durch.

Es ist ein Jahr her, dass ich für zwei Monate im Rainbow Children Home in Pokhara als Volontärin gearbeitet habe. Als ich im Herbst hierüber einen Vortrag für den Eine Welt-Laden in Moosburg vorbereitet und dabei alle Bilder angeschaut habe, überkam mich eine große Sehnsucht nach den Kindern dort und auch nach der Atmosphäre, die ich dort erlebt habe. Reiselust eben. Achim, mein bester Freund, dem ich davon erzählte, meinte trocken: „Warum fährst du dann nicht hin?“

Und nun sitze ich in froher Erwartung am Flughafen. 6000 Kilometer werde ich in den nächsten 11 Stunden Flugzeit überwinden, morgen Nachmittag bin ich im Kinderheim. Ich frage mich, wie die Kinder auf mich reagieren werden, was es vor Ort Neues gibt, wie sich mein Alltag gestalten wird. Ob weitere Volontäre vor Ort sind, wie mein Verhältnis zu Goma, der Gründerin und Leiterin des Kinderheims sein wird. Sie war ja in den ersten Wochen sehr reserviert, taute dann aber sichtlich auf.

Eines wird auf jeden Fall ganz anders sein als letztes Jahr: bereits in zwei Wochen wird meine Freundin Annette zu mir stoßen und auch eine Woche im Heim verbringen. Danach haben wir noch ein paar Tage Zeit für touristische Unternehmungen in Pokhara und Kathmandu.

Außerdem komme ich an einen Ort, den ich kenne. Die Menschen, das Heim, meine Unterkunft, die Cafés, Läden und Restaurants. Letztes Jahr war es alles noch fremd. Nun ist es mir schon vertraut- und ich freu mich drauf.

Ein Gedanke zu „In froher Erwartung

Hinterlasse einen Kommentar