Hausputz, Schüsse und Flamingos

Wir sind jetzt zwei Wochen unterwegs. Zeit, mal zu waschen und zu putzen. Wir räumen zwar jeden Morgen alles auf und legen jedes Teil an den ihm bestimmten Platz, weil es sonst auf acht Quadratmetern zu zweit schnell sehr chaotisch würde. Auch betreten wir den Bus nicht mit Straßenschuhen. Aber trotzdem ist mal Bad putzen, fegen und Betten neu beziehen angesagt. Außerdem ist schon einiges an Schmutzwäsche zusammengekommen in den 14 Tagen. Jeder gute Campingplatz bietet heutzutage den Service von Waschmaschinen an. Vor dem Frühstück schmeißen wir Wäsche und fünf Euro rein, spannen eine lange Wäscheleine und bald schon flattert die saubere Wäsche im Wind.

Den Staubsauger haben wir übrigens gleich entsorgt und im Laden ganz klassisch Handfeger und Kehrblech erstanden. Denn die Teppiche lassen sich ganz einfach ausklopfen, der Boden kehren und der Staubsauger ärgert nur, weil er überhaupt keine Leistung bringt. Weg damit also. Wir haben im Bus keinen Platz für überflüssiges Zeug.

Und dann fahren wir mit den Rädern ins Delta. Aus dem Campingplatz raus, zwei Minuten über die größere Straße, auf der wir gestern angereist sind, links abbiegen und schon steht man zwischen Reisfeldern und Wasserarmen, auf denen sich kleine und große Vögel tummeln.

Mit Schussanlagen und flatternden Fahnen schützen die Bauern ihre Reisfelder vor den Vögeln. Ich hatte mich in der Nacht schon über diese Geräusche gewundert. Im Laufe unserer Radtour wurde uns dann klar, was wir da die ganze Zeit hören.

Wir müssen gar nicht weit fahren, da sehen wir schon die ersten Flamingos. Wir wussten, dass hier große Populationen leben, aber waren uns nicht sicher, ob wir sie auch wirklich erspähen könnten. Doch, wir konnten und wir freuen uns, die schönen Vögel in Ruhe durchs Fernglas beobachten zu können.

Nach kurzer Zeit sehen wir einen Wegweiser zu einem Informationszentrum. Wir zahlen acht Euro Eintritt und sind mitten im Geschehen. Um uns herum Versuchsfelder für den Salzanbau, ein Aussichtsturm mit 360 Grad-Blick, ein Pavillon, in dem ein Film über das Ebrodelta gezeigt wird, Fischerboote mit langen Holzstangen zum Staken („Sie können das gern ausprobieren!“, meinte die junge Frau an der Kasse.)

Hat nicht wirklich geklappt, denn gegen die Strömung kamen wir nicht an und drehten uns eher im Kreise.

Besser ging’s dann schon mit dem katalanischen Kegeln. Ich habe 3 : 2 gewonnen.

2 Gedanken zu „Hausputz, Schüsse und Flamingos

  1. Avatar von Deutschmann BrigitteDeutschmann Brigitte

    Das war ein schneller Hausputz,Allerhand ist es ja , wenn man alles wieder findet! Wie schön ,dass ihr mit dem Rad zu den Flamingos gefahren seid.Es sind doch sehr eigenwillige Vögel-die Reisfelder müssen landschaftlich ja auch sehr Eindrucksvoll sein.Habt eine schöne Zeit,den diese Erinnerungen kann euch niemand nehmen.Achim fotografiert ja hoffentlich fleißig…Alles Liebe,Brigitte

    Gefällt 1 Person

    Antwort

Hinterlasse eine Antwort zu Deutschmann Brigitte Antwort abbrechen