Wieder am Meer

Der Atlantik gibt sich heute sehr friedlich. Brettleben, wie der Bayer sagt. Die Sonne scheint, es ist windstill und wir haben endlich einen Campingplatz gefunden, auf dem wir so stehen, dass wir von unserem kleinen Stellplatz direkt aufs Wasser gucken können. Was will man mehr?

Vielleicht mal wieder Wäsche, Spiegeleier zum Mittagessen und ein bisschen Route machen, denn, oh Schreck, es bleiben uns nur noch rund zweieinhalb Wochen. Und es gibt doch noch so viel zu sehen! Also planen wir bei Kaffee und Keksen, was wir uns in der verbleibenden Zeit noch anschauen wollen.Am späten Nachmittag machen wir einen Spaziergang am Wasser – und sind beglückt, ein so schönes Fleckchen Erde gefunden zu haben. Achim hat obendrein auch noch zwei Geocaches gefunden.

In der Früh um zehn hatten wir am Morgen unseren Stellplatz in Santiago de Compostela verlassen. Wir haben dort prima nach unserem fröhlichen Abend in der berühmten Pilgerstadt geschlafen.

Das Navi im Auto zeigt es an: es ist nicht weit bis zum Meer.

Wir finden direkt am Wasser einen Kiosk, an dem wir Milchkaffee und Toasts zum Frühstück bekommen. Ganz bezaubernd: rund 50 Meter neben uns spielt jemand auf dem Dudelsack, der fester Bestandteil der galizischen Volksmusik ist.

Neben der Volksmusik und der wunderschönen Landschaft im Nordwesten Spaniens ist Galizien berühmt für seine gute Küche. Gegen neun schwingen wir uns auf die Räder und fahren an der Küstenstraße entlang, bis wir nach fast vier Kilometern auf ein Restaurant stoßen. Aber ach, „Antonio“ macht den galizischen Köchen keine Ehre. Achims Grillteller besteht ausschließlich aus Rippchen (und er ist ja überhaupt kein Fiesler) und mein Kabeljau auf galizische Art ist versalzen. Und die Frage nach der galizischen Art stellt sich natürlich. Die hübsch anzuschauende orangefarbene Sauce hat keinen zu definierenden Eigengeschmack. Ob es wohl die beigefügten Tiefkühlerbsen sind?

Wir werden noch ein paar Tage Zeit haben, um weitere Kostproben zu nehmen. Morgen aber kochen wir sicherheitshalber wieder selber.

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