Bergiges Namibia

Das Landesinnere Namibias ist im Norden von einer Hochebene geprägt. Wir steuern die Ugab-Terrassen und die Spitzkoppe an.Der Fluss Ugab modellierte diese Inselberge vor Jahrmillionen. Wir tauchen in der Ugab-Terrace-Lodge für zwei Tage in die atemberaubende Landschaft ein.Schon die Anfahrt ist eine Herausforderung. An der steilsten Stelle ist die Piste geschätzt 40 Prozent steil.Wir wohnen im Oryx-Bungalow, morgens und abends wird im außen angebauten Ofen Holz für unser warmes Duschwasser entzündet. Die Häuschen wurden wie Adlerneste oben auf den Kamm gebaut.Jeden Nachmittag gibt es frisch gebackenen Kuchen. Den Sundowner genießen wir auf der Aussichtsterrasse.Am ersten Nachmittag erkunden wir auf einem ausgeschilderten Wanderpfad ein wenig die nahe Umgebung der Lodge.Am zweiten Tag fahren wir zur Vingerklip, einem 35 Meter hohen Monolithen, der hoch aus dem Tal des Ugab herausragt.Sonnenauf und – untergänge, der kleine Pool, der in die Terrassen gebaut wurde, das Oryxsteak zum Abendessen und Gesang und Tanz der Crew danach versüßen uns die Tage hier.Achim setzt dem Ganzen noch die Krone auf, indem er mir morgens um halb sechs am Sternenhimmel das Kreuz des Südens zeigt, das gerade aufgegangen ist, und ich schon so lange sehen wollte. Kurz danach stürzt er sich auf der 960 m langen Zipline, die zu unserer Lodge gehört, todesmutig in die Tiefe.Unser nächstes Ziel ist die Spitzkoppe, wegen ihrer Form auch das Matterhorn Namibias genannt. Sie liegt noch im Dunst, als wir ihr uns gegen 11 Uhr nähern.An fantasievollen Verkaufsständen werden Halbedelsteine, die man in der Gegend finden kann, und Grillholz zum Kauf angeboten. In Namibia ist Grillen ein Volkssport. Zumindest bei den weißen Namibiern. Viele schwarze können sich das Grillgut nicht leisten. Wir zahlten neulich für ein 300 g schweres T-Bone-Steak etwa drei Euro.Die 1728 m hohe Spitzkoppe ist von einer Vielzahl imposanter Inselberge umgeben, warmes, glattes Gestein, auf dem wir herumkraxeln und eine Menge Fotos machen. Die eigentliche Spitze wirkt sehr beeindruckend, weil sie 800 m über das Plateau hinausragt.Im Schatten der Steinernen Brücke packen wir unsere Brotzeit aus und genießen die uns umgebende Mondlandschaft.Über 30 Kilometer Piste schuckeln und ruckeln wir zurück auf die Hauptstraße, die B 2, die uns durch die Namib bis ans Meer führen wird. Noch brennt die Sonne bei über 30 Grad. Doch bald schon werden uns in Swakopmund Kühle, Seenebel und niedrige Temperaturen erwarten.

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