
Ihretwegen sind wir hierher, an den Bodden südlich von Fischland-Darß, gefahren. Ihretwegen werde ich heute sehr früh wach, denn ich höre sie schon. Ihr Ruf, dieses typische, trompetende Krru, Krru, lockt mich aus dem Bett. Über uns zieht eine kleine Formation Kraniche hinweg. Die nächste folgt alsbald, aber wir brauchen erstmal einen Kaffee. Im Frühling sind 15 Grad fein, an einem Herbstmorgen nahe der Ostsee sehr frisch.

Wir lassen uns Zeit, denn wir haben uns für vier Nächte auf dem „Naturcamp zu den zwei Birken“ im kleinen Dorf Duvendiek einquartiert. Von hier sind es nur acht Kilometer zum Kranorama, einer Kranichbeobachtungsstation am Günzer See.

Von der Station aus blickt man, ohne die Vögel zu stören, auf die Seewiesen und kann ganz in Ruhe und aus nicht zu großer Entfernung die „Juwelen der Küste“ betrachten.

Achim sind, wie ich finde, ein paar sehr schöne Aufnahmen gelungen.



Doch nicht nur Kraniche tummeln sich hier, jede Menge Gänse stärken sich ebenfalls für die weite Reise nach Süden. Seeadler und Habicht stören sie dabei allerdings ab und zu und schrecken die ganze Schar auf.

Auch wir ziehen weiter. Ein paar Kilometer nördlich gibt es in Groß Mohrdorf ein Kranichinformationszentrum, in dem wir uns noch einen Film über die Vögel, die vor rund 40 Jahren noch vom Aussterben bedroht waren, anschauen.
Weiter geht es am Bodden entlang zu Elises Café, die alle ihre Kuchen selbst backt.

Mich interessiert auch noch, woher die Bezeichnung „Vögel des Glücks“ kommt. Die Website des BUND Niedersachsen klärt mich auf: „Kraniche gelten als Vorzeichen des Frühlings, einer Jahreszeit, in der Wärme, Licht und Nahrungsfülle wieder Einkehr halten.“

Es sind wunderbare Bilder von Achim dabei. Ich bewundere Eure Interessanten Radtour en. Dazu bei diesem frühen kaltem Wetter… Die Kraniche sind ja eindrucksvolle Vögel. Große Tiere und ihr balzen ist ein einmaliger Tanz. Ein wunderbares Erlebnis, wenn sie in Formation Richtung Süden fliegen. Ein guter Grund mal hinzufahren… Lgr Brigitte
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