Natur oder Kultur dominieren bei unserer Spanienreise. Heute ist die Kultur dran.
Immer wieder verblüffend: Welche spektakulären Bauwerke (nein, ich übertreibe mit diesem Adjektiv nicht) auch in kleinen unbekannten Orten zu finden sind.

Als erstes steht heute die Besichtigung der Burg von Berlanga an, die gestern ausfiel, weil wir eine Privatführung der 80jährigen Dozentin in ihrem Palazzo erhielten.
Die sorgsam restaurierten Ruinen sind auch heute noch sehr beeindruckend. Mangels ausgeklügelter Waffensysteme wie wir sie (leider) heute haben, war seinerzeit die einzige Möglichkeit, sich vor Feinden zu schützen, sich einzumauern.
Ein berühmter Sohn des Ortes ist der Dominkaner Tomás de Berlanga, der um 1500 Bischof von Panama war. Infolge einer Flaute wurde sein Schiff während einer Reise im Pazifik abgetrieben; so wurden er und die Schiffsbesatzung unfreiwillig zu Entdeckern der Galapagosinseln.

Als sehr friedvoll empfinde ich es einige Kilometer weiter in der Einsiedelei von San Baudelio. Alte Malereien zeigen Tiere und Pflanzen und regen an, über die- oder denjenigen nachzudenken, der diese ganz besondere Atmosphäre geschaffen hat. Der Einsiedler selbst? Warum? Sehr schön jedenfalls.


In Burgo de Osma beeindruckt wie überall in Spanien die Plaza Mayor.

Am späten Nachmittag parken wir unseren Bus auf dem städtischen Stellplatz in Aranda del Duero. Außer uns stehen noch drei weitere Wohnmobile aus Spanien, Frankreich und Belgien hier. Wir kochen uns noch einen Kaffee, versorgen Achims Fuß und machen uns auf zu einem weiteren Stadtbummel. Sonne und Wolken zeigen uns die Stadt in spannenden Lichtverhältnissen.



Schließlich landen wir in einer kleinen Bar und bestellen zwei Ribero del Duero. So heißt das hiesige Weingebiet und Aranda ist dazu Europäische Weinhauptstadt 2022.

Der Wein ist hervorragend. Wir bestellen noch eine Runde …

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