Am Meer entlang nach Süden

Sonntagmorgen. Die Sonne strahlt, als ob sie uns für die gestrige Sintflut entschädigen wolle. Straßen und Strand sind wie frisch gewaschen. Scharen von LäuferInnen und Fahrradfahrern bevölkern schon in der Früh die breit angelegte Strandpromenade. Wir nehmen einen tiefen Atemzug der frischen Meeresluft und wenden den Bus Richtung Süden.

Es verspricht, ein schöner Tag zu werden.

Ein Dorf reiht sich ans nächste. Zu Beginn führt die Straße noch direkt am Wasser entlang und Strandbars locken mit Ausblicken direkt auf Wellen und Gischt. Später fahren wir vielfach durch die Ortschaften. Immer wieder entdecken wir dabei Gebäude mit schönster Kachelkunst.

Fassade eines Bahnhofs
Die Marienkirche in Valega

Die Gegend hier ist trotz der Nähe zum Atlantik nicht sonderlich touristisch. Im Vorbeifahren beobachten wir die Einheimischen, die zur Kirche oder auf den Friedhof gehen, beim Bäcker Brot kaufen, dem Angebot für einen günstigen Mittagstisch (7 Euro) zustreben. Und an der Tankstelle Schlange stehen, wenn irgendwo der Liter Diesel 1,729 statt wie üblich 1,92 kostet. Ansonsten herrscht sonntägliche Ruhe.

Auch wir reihen uns ein. Es geht aber schnell.

Die etwas größeren Orte werden von Gewerbegebieten eingerahmt. Die großen Supermärkte haben heute geöffnet, wir haben aber alles an Bord. Lidl und Aldi sind hier übrigens gut vertreten.

Zwischendurch spitzen immer wieder Privathäuser hervor, deren Fassaden ebenfalls mit Kacheln geschmückt sind.

Viele Häuser haben hier die schönsten Kacheln an der Fassade.

Nach etwa 150 Kilometern haben wir von dieser Straße genug und ich halte Ausschau nach einer Parkmöglichkeit für den Rest des Tages und die Nacht. Wir wollen bei dem schönen Wetter lieber das Meer genießen.

Laut der App Park4night gibt es einen WoMo-Stellplatz direkt am Strand bei Figueira do Foz. Wir sind gespannt. Und ja! Es ist wie versprochen. Nur eine dünne Reihe Tamarisken trennt uns vom Strand. Herrlich! Hier bleiben wir.

Hinter den Tamarisken beginnt der Strand.

Kaffee kochen und die kleinen Berlinerartigen Teilchen genießen, die ich vorhin an einem Stand neben der Kirche gekauft habe.

Auf der Mole können wir bis zum Leuchtturm laufen, dahinter eröffnet sich die Weite des Meeres.

Bis zum Sonnenuntergang bereite ich schon mal das Abendessen vor und dann wird es Zeit für den Sundowner. Eine hübsche Strandbar dafür finden wir gleich in der Nähe.

Kochen mit Ausblick

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